E-Mobilitätsgesetz mit Nachbesserungsbedarf

Mehr Kontrollen von Falschparkern auf E-Auto-Ladeplätzen und die Schaffung von Null-Emissions-Zonen – das sind zwei Vorschläge aus dem nun veröffentlichten Bericht zum Umsetzungsstand des E-Mobilitätsgesetzes.

Das 2015 in Kraft getretene „EmoG“ ermöglich Kommunen unterschiedliche Maßnahmen zur Förderung der E-Mobilität – etwa gebührenfreies Parken oder das Nutzen der Busspur. Alle drei Jahre wird es im Auftrag der Bundesregierung von einem Gremium unter Führung der NOW GmbH überprüft.

Die Experten sehen in unterschiedlichen Bereichen Verbesserungs- oder Anpassungsbedarf. So wird empfohlen, Plug-in-Hybride zwar im Anwendungsbereich des EmoG zu belassen, die Kriterien für die Teilzeitstromer aber zu verschärften - unter anderem könnte die elektrische Reichweite auf mindestens 60 Kilometer erhöht oder eine Mindestladeleistung von 7 kW (AC) und 50 kW (DC) gefordert werden. Zudem sollten elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge und Busse ebenfalls E-Kennzeichen erhalten können, um ihre Verbreitung zu unterstützen.

Als konkrete Maßnahmen vor Ort empfiehlt der Bericht, mehr Parkflächen für E-Fahrzeuge zu kennzeichnen und dort schärfer gegen Falschparker vorzugehen. Zudem sollte die Ladeinfrastruktur visuell besser sichtbar gemacht werden, etwa durch entsprechende Beschilderung und Wegweiser. Darüber hinaus schlagen die Experten vor, die Schaffung von E-Auto-Zonen rechtlich zu prüfen, die in Kombination mit Fahrrad-Zonen sogenannte Null-Emissions-Zonen bilden könnten. In diesem Zusammenhang regen die sie Schaffung eines Anordnungsgrundes „Klimaschutz“ im Straßenverkehrsrecht an, der die Genehmigung derartiger Zonen erleichtern könnte.

Die meisten Kommunen setzen Privilegien für E-Autos bereits um

Die nun vorgelegte Untersuchung umfasst auch Daten einer Umfrage zur bisherigen Umsetzung des Emog. Demnach räumen 74 Prozent der 631 befragten Kommunen E-Fahrzeugen Privilegien beim Parken ein, weitere 7 Prozent planen das für 2022. Die bereits aktiven Kommunen nannten vor allem den finanziellen und personellen Aufwand als Problem. In den nicht aktiven Kommunen werden vor allem „mangelnde Möglichkeiten zur Umsetzung“ (43 Prozent) genannt: Dort fehlt es beispielsweise an Parkraum oder Busspuren, die für E-Fahrzeuge beansprucht werden könnten. (Text: hh/sp-x)

Artikel teilen

Aktuelle Angebote

Alle Artikel

Alle ansehen
Megane-E-Tech-elektrisch

Renault Megane E-Tech (2026): Neues Gesicht, LFP-Akku und endlich 500-Kilometer Reichweite

Renault überarbeitet den Megane E-Tech umfassend. Und das Facelift hat es in sich: Statt bloßer Kosmetik-Korrektur krempeln die Entwickler vor allem die Batterie-Technologie radikal um, spendieren deutlich mehr Reichweite und bringen künstliche Intelligenz ins Cockpit.

Mehr lesen
Renault Megane E-Tech (2026): Neues Gesicht, LFP-Akku und endlich 500-Kilometer Reichweite
2026 Audi A3 Sportback 1

Audi A3 Modellpflege (2026): Großes Digital-Upgrade mit Riesen-Display und weniger Tasten

Audi wertet den A3 technisch und digital auf. Die größte Änderung betrifft das Interieur. Ein riesiges Curved-Display zieht ein, viele echte Knöpfe fliegen raus und die Assistenzsysteme lernen das autonome Bremsen an roten Ampeln. Die A3-Modelle stehen im September ab 31.850 Euro beim Händler.

Mehr lesen
Audi A3 Modellpflege (2026): Großes Digital-Upgrade mit Riesen-Display und weniger Tasten
260619 Porsche 911 GT3 Earls Court Edition 2

Porsche 911 GT3 Earls Court 51 Edition: Dieser Elfer trägt Grün, Holz und Cord

Porsche legt zum 75-jährigen Jubiläum in Großbritannien ein besonders exklusives Sondermodell auf. Basis der Earls Court 51 Edition ist der 911 GT3 mit Touring-Paket, 4,0-Liter-Boxer und 510 PS. Lackierung und Ausstattung greifen die Geschichte des Porsche 356 auf. Gebaut werden nur 51 Exemplare.

Mehr lesen
Porsche 911 GT3 Earls Court 51 Edition: Dieser Elfer trägt Grün, Holz und Cord