Wiener Elektro Tage 2026: Neuheiten-Feuerwerk am Rathausplatz

Mit über 60 ausgestellten Fahrzeugen von mehr als 20 Herstellern sowie weiteren Themen rund um die Elektromobilität bot die sechste Auflage der Wiener Elektro Tage tausenden Besuchern spannende Einblicke in die Welt der nachhaltigen Fortbewegung – darunter auch zahlreiche Österreich-Premieren.

Der Wiener Rathausplatz bot auch heuer wieder einen passenden Rahmen für Österreichs führenden Event in Sachen Elektromobilität. An drei Tagen erhielten die Besucher umfangreiche Informationen zu neuen und gebrauchten Elektroautos, Ladeinfrastruktur und Finanzierungsmöglichkeiten. Auch AutoScout24 war gemeinsam mit seinen Partnern Aviloo und Merbag mit einem Stand vertreten. Im Rahmen eines „automobilen Catwalks“ präsentierten die teilnehmenden Hersteller zahlreiche Österreich-Premieren.

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Österreich-Premieren zahlreicher Hersteller

Volkswagen präsentierte bei den Wiener Elektro Tagen 2026 erstmals den neuen VW ID. Polo. Die elektrische Version der Kleinwagen-Ikone startet mit einer 37-kWh-Batterie und 85 kW (115 PS). VW zeigte am Rathausplatz die schärfere GTI-Version mit 52-kWh-Batterie und 166 kW (226 PS). Der umfangreich überarbeitete VW ID.3 Neo feierte ebenfalls Österreich-Premiere. Als weitere Vertreter der elektrischen Kleinwagen-Offensive des Volkswagen-Konzerns waren erstmals der Cupra Raval und Škoda Epiq zu sehen.

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Audi zeigte den überarbeiteten Q4 e-tron, der vor allem im Innenraum und in Bezug auf Reichweite und Ladeleistung weiterentwickelt wurde. Es geht jetzt bis zu 592 Kilometer weit und geladen kann mit maximal 185 kW werden. Mazda feierte mit dem CX-6e die Österreich-Premiere eines weiteren vollelektrischen Fahrzeugs. Der Mittelklasse-SUV wird von einem 190 kW (258 PS) starken Elektromotor an der Hinterachse angetrieben. Mit der 78-kWh-Batterie sind bis zu 468 Kilometer Reichweite möglich.

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Mit dem X9 präsentierte Xpeng sein neues Raumwunder. Der luxuriöse Van mit zwei elektrischen Schiebetüren bietet bis zu sieben Personen Platz. Der Kofferraum fasst bis zu 2.550 Liter. DS Automobiles feierte mit dem DS N°7 E-Tense die Premiere seines komfortablen Kompakt-SUV mit einer Reichweite von bis zu 740 Kilometern. Leapmotor präsentierte mit dem B05 sein erstes sportliches Fahrzeug. Der Kompakte leistet 160 kW (218 PS) und sprintet in 6,7 Sekunden auf Tempo 100.

Wie entwickelt sich die E-Mobilität in Österreich?

Im Rahmen der Wiener Elektro Tage 2026 trafen sich führende Vertreter der Automobilbranche und zentraler Institutionen der Elektromobilität zu einem Branchen-Talk im Vestibül des Burgtheaters. Philipp Wieser, Leiter der OLÉ – Österreichs Leitstelle für E-Mobilität, wies dabei auf eine kontinuierliche Steigerung beim Anteil neu zugelassener Elektroautos hin – im April 2026 lag dieser erstmals bei 26 Prozent. Auch die Ladeinfrastruktur wird laufend ausgebaut. Im Sommer 2026 werden 300.000 zugelassenen Elektroautos österreichweit 40.000 Ladepunkte zur Verfügung stehen. Mittlerweile entscheiden sich auch immer mehr Privatpersonen für die Anschaffung eines Elektroautos – im April 2026 lag deren Anteil erstmals bei 34 Prozent.

Mit Blick in die Zukunft wünscht sich Wolfgang Wurm, Geschäftsführer von Porsche Austria, dass die aktuell große Nachfrage der Privatkunden nach kleineren Elektroautos weiterhin bestehen bleibt. Weiters sollte jedes Fahrzeug über bidirektionales Laden verfügen und damit auch als Energiespeicher fungieren können. Im Hinblick auf einheitliche Ladetarife appelliert Wurm an den Hausverstand der Politik. Auch Christian Pesau, Geschäftsführer des Arbeitskreises der Automobilimporteure, wünscht sich von der Politik langfristig stabile Rahmenbedingungen und durchdachtere Lösungen.

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Für das nächste Jahr stellt Markus Wildeis, Managing Director Stellantis Group Austria, die ersten Elektroautos unter 15.000 Euro in Aussicht. Sowohl der Citroën 2CV als auch ein Kleinwagen von Fiat werden in diesem Preissegment zu finden sein. Wildeis sieht leistbare Energie als absolute Grundbedingung für einen Erfolg der Elektromobilität und fordert die Politik dazu auf, geeignete Maßnahmen in diese Richtung zu setzen.

Marcella Kral, ÖAMTC New Business B2B Kooperationen E-Mobilität, misst dem Gebrauchtwagenmarkt bei Elektroautos immer größere Bedeutung zu. Die vom ÖAMTC durchgeführten Batterietests von Aviloo beweisen, dass die Akkus länger halten, als man denkt. Dieser Umstand stärkt bei Käufern das Vertrauen, dass man nicht alle drei bis vier Jahre ein neues Elektroauto anschaffen muss, sondern wesentlich länger damit fahren kann.

Nachfrage bei gebrauchten Elektroautos steigt spürbar

AutoScout24 war dieses Jahr bereits zum zweiten Mal gemeinsam mit seinen Partnern Aviloo und Merbag bei den Wiener Elektro Tagen vertreten. Aktuelle Auswertungen von AutoScout24 zeigen, dass Angebot und Nachfrage bei gebrauchten Elektroautos zuletzt deutlich gestiegen sind. Gleichzeitig bleibt bei vielen Befragten aber auch die Unsicherheit bezüglich Batterie, Reichweite und langfristigen Kosten.

Als einzige bei den Wiener Elektro Tagen vertretene Gebrauchtwagenplattform informierte AutoScout24 gemeinsam mit seinen Partnern interessierte Besucher zu diesen Themen. „Der Markt hat sich stark verändert: Die Menschen wollen Elektromobilität – aber sie wollen sie nachvollziehbar und sicher. Genau diese Lücke schließen wir hier vor Ort“, zeigt sich Nikolaus Menches, Geschäftsführer von AutoScout24 Österreich, von der Wichtigkeit der Teilnahme an den Wiener Elektro Tagen überzeugt.

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Martin Heger, CEO der großen Autohandelsgruppe Merbag, meint zur aktuellen Marktsituation: „Wir sehen täglich, dass Elektromobilität im Gebrauchtwagenbereich angekommen ist – nicht als Kompromiss, sondern als echte Alternative. Was früher erklärungsbedürftig war, überzeugt heute durch Performance, Qualität und Alltagstauglichkeit.“ Als sichtbarer Beweis war am Stand ein gebrauchter Mercedes-Benz EQE 43 4Matic ausgestellt, dessen Batterie nach vier Jahren und 46.000 Kilometern Laufleistung laut Batteriezertifikat immer noch einen Gesundheitszustand (SoH) von 97,5 Prozent aufweist.

Und genau hier kommt Aviloo ins Spiel. Das Unternehmen liefert mit seinem Flash Test innerhalb weniger Minuten ein unabhängiges Batteriezertifikat auf Zellebene. Zum Thema, dass die Batterie bei gebrauchten Elektroautos nach wie vor den größten Unsicherheitsfaktor darstellt, hat Marcus Berger, CEO von Aviloo, eine gute Nachricht: „Wir erleben gerade einen Wendepunkt. Die Batterie war lange ein Blackbox-Thema. Heute können wir sie messbar, vergleichbar und transparent machen – und genau das verändert den gesamten Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos.“ (Text und Bild: Armin Hoyer)

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Armin Hoyer

Armin Hoyer ist seit 2025 als freier Redakteur für das AutoScout24 Magazin in Österreich tätig. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Motorjournalist und Kommunikationsexperte im Automobil- und Zweiradbereich erstellt der Wahltiroler Content für die Mobilitätsbranche. Für AutoScout24 berichtet er schwerpunktmäßig über seine Erfahrungen mit gebrauchten und neu erschienenen Elektroautos sowie Motorrädern und informiert zudem über die Highlights der wichtigsten Messen des Jahres.

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