Concorso d’Eleganza 2022 – fahrende Haute Couture am Comer See

Es ist eines, wenn nicht das Highlight im Jahr jedes Oldtimer-Enthusiasten: Der Concorso d’Eleganza Villa d’Este am Westufer des Comer See. Bereits seit 1929 findet das automobile Stelldichein der Reichen und Schönen statt, wo in acht Klassen von einer ausgewählten Fachjury Preise verliehen werden.

Aus über 100 Jahren Automobilgeschichte werden die schönsten, die stärksten, die schnellsten und nicht zuletzt die seltensten ihrer Art am Comer See vorgestellt und von einer Fachjury anhand eines festgelegten Fragenkatalogs prämiert. Bewertet werden unter anderem Zustand, Originalität und Restaurationsstand der Fahrzeuge. Abgesehen davon kommen aber auch die Zuschauer zu Wort und küren mit dem Coppa d’Oro ihren Publikumsliebling. Dieses Jahr ging der Preis an kein Vorkriegsmodell, sondern an den spektakulären Aston Martin Bulldog aus dem Jahre 1980. Das Einzelstück wurde einst für einen arabischen Kunden entworfen, der sich aber frühzeitig aus dem Projekt zurückzog.

 Publikumsliebling war 2022 kein Vorkriegsfahrzeug, sondern der Aston Martin Bulldog aus dem Jahre 1980. Design und Konstruktionsweise sind bis heute einmalig. Publikumsliebling war 2022 kein Vorkriegsfahrzeug, sondern der Aston Martin Bulldog aus dem Jahre 1980. Design und Konstruktionsweise sind bis heute einmalig.

Aston Martin Bulldog als Publikumsliebling

Nach einigen Stationen, unter anderem im Nahen Osten, gelangte das Fahrzeug mittlerweile zu dem Autosammler und Milliardärs-Sohn Phillip Sarofim, der es aufwändig restaurieren ließ. Das flache, nur 1,09 Meter hohe Coupé besitzt eine Länge von 4,72 Meter und wird angetrieben von einem doppelt aufgeladenen 5,3-Liter-V8 mit offiziell nicht näher spezifizierten Leistungswerten. Unter der Hand wird von 598 bis maximal 700 PS gesprochen, wobei die Höchstgeschwindigkeit 307 km/h betragen soll.

 Bei ihm hat einfach alles gepasst: Dieser Bugatti 57S aus dem Jahre 1937 wurde bei der BMW Group Trophy mit dem Preis "Best of Show" gekürt. Bei ihm hat einfach alles gepasst: Dieser Bugatti 57S aus dem Jahre 1937 wurde bei der BMW Group Trophy mit dem Preis "Best of Show" gekürt.

Bugatti 57S gewinnt in der Kategorie „Best of Show”

Sieger in der Jury-prämierten Kategorie „Best of Show“ wurde indes ein Bugatti 57S aus dem Jahre 1937. Doch die BMW Group, als Hauptveranstalter des Events, nutzte die Gelegenheit auch für die Vorstellung des neuen BMW M4 CSL (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 10,1-9,9 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 227-224 g/km)², dem Europa-Debüt des BMW i7 (Stromverbrauch kombiniert: 19,6-18,4 kWh/100km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)² sowie zum Einläuten der Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Bestehens der hauseigenen Motorsport Abteilung, der M GmbH. Kein Abschluss, aber eine wahrlich krönende Präsentation war das erste Schaulaufen des neuen Rolls-Royce Boat Tails, einem mehr als 20.000.000 Pfund Sterling teuren Unikats, gefertigt im Kundenauftrag.

 50 Jahre M GmbH, 50 Jahre Designgeschichte: BMW Group Design-Chef Adrian van Hooydonk trifft auf Giorgio Giugiaro (Designer BMW M1), Jochen Neerpasch (Mitbegründer M GmbH) und Franciscus van Meel (Leiter M GmbH). 50 Jahre M GmbH, 50 Jahre Designgeschichte: BMW Group Design-Chef Adrian van Hooydonk trifft auf Giorgio Giugiaro (Designer BMW M1), Jochen Neerpasch (Mitbegründer M GmbH) und Franciscus van Meel (Leiter M GmbH).

75 Jahre Ferrari, 50 Jahre BMW M GmbH

Neben 50 Jahren BMW M konnte man auf der Villa d’Este zudem auf 75 Jahre Ferrari zurückblicken und das erlauchte Hotel selbst feiert im Jahr 2022 ebenfalls sein 150-jähriges Bestehen. Abseits wahrer Klassiker konnten zudem Prototypen und Konzeptfahrzeuge besichtigt werden. Eines der herausragendsten Fahrzeuge hier – der 1.850 PS starke Bugatti Bolide, dessen Namensgebung kaum Raum für Spekulationen lässt.

 Beim Bugatti Bolide ist der Name Programm. Das Konzeptfahrzeug bringt es auf stolze 1.850 PS. Beim Bugatti Bolide ist der Name Programm. Das Konzeptfahrzeug bringt es auf stolze 1.850 PS.

Erstmals „Wheels & Weisswürscht“ am Comer See

Etwas weniger erlaucht, dafür nicht weniger PS-lastig war das erstmals in der Parklandschaft der nahen Villa Erba stattfindende „Wheels & Weisswürscht“ der BMW Group Classic. Die Klassik-Abteilung der Bayerischen Motorenwerke lud unter dem Motto "Cars, Drinks, Food & Passion" zum markenoffenen Stelldichein und zeigte unter anderem Highlights aus 50 Jahren BMW Motorsportgeschichte. Dabei waren nicht nur Fans von BMW gerne gesehen, auch zahlreiche andere Clubs deutscher, italienischer und britischer Hersteller säumten mit ihren Boliden den Rasen nahe des Comer Sees. (Text: tv | Bilder: BMW Group)

 Erstmals fand auf dem Gelände der nahen Villa Erba parallel das "Wheels & Weisswürscht"-Format statt, dass die BMW Group Classic einst am Firmensitz in München etablierte. Erstmals fand auf dem Gelände der nahen Villa Erba parallel das "Wheels & Weisswürscht"-Format statt, dass die BMW Group Classic einst am Firmensitz in München etablierte.

Artikel teilen

Aktuelle Angebote

Alle Artikel

Alle ansehen
Wiener-elektro-tage-2026_titel

Wiener Elektro Tage 2026: Neuheiten-Feuerwerk am Rathausplatz

Mit über 60 ausgestellten Fahrzeugen von mehr als 20 Herstellern sowie weiteren Themen rund um die Elektromobilität bot die sechste Auflage der Wiener Elektro Tage tausenden Besuchern spannende Einblicke in die Welt der nachhaltigen Fortbewegung – darunter auch zahlreiche Österreich-Premieren.

Mehr lesen
Wiener Elektro Tage 2026: Neuheiten-Feuerwerk am Rathausplatz
092 BYD DOLPHIN G

BYD Dolphin G DM-i: Der Kleine mit dem Riesen-Akku

Plug-in-Hybride galten in Kleinwagen lange als unmöglich. Zu teuer, zu schwer, kein Platz. Doch BYD zeigt mit dem Dolphin G DM-i jetzt mit riesigen Batterien, wie die Pendler-Zukunft aussehen kann. Die Blade-Batterie bietet bis zu 105 Kilometer Reichweite. Preise nennt BYD bislang noch nicht.

Mehr lesen
BYD Dolphin G DM-i: Der Kleine mit dem Riesen-Akku
Generation 34 Front 16zu9 (002)

VW Multivan und California: Schönheits-OP für den Bulli

VW hat Multivan und California zur Beautykur geschickt. Sie erhalten eine neue Frontpartie, neue Farben, neue Räder und ein moderneres Cockpit mit 12,9-Zoll-Screen. Spannend: Bei den Motoren gibt es keine Neuerungen. Der Multivan startet bei 57.465 Euro, der California bei 66.087 Euro.

Mehr lesen
VW Multivan und California: Schönheits-OP für den Bulli