Citroën ë-C4 X Electric - eine Stufe weiter

Citroën ergänzt sein Angebot an reinen Elektroautos und stellt dem fünftürigen e-C4 eine Version mit Stufenheck zur Seite. Der soll unter anderem durch seine erhöhte Bodenfreiheit auch SUV-Fans ansprechen.

Ein Auto mit klassischem Stufenheck gilt schon lange als Auslaufmodell. Zumindest in der Kompaktklasse, in der Bestseller wie der VW Golf unterwegs sind. Die nach oben schwingende Heckklappe hat sich gegenüber dem separaten Kofferraum mit kleinerem Zugang durchgesetzt. Modelle wie den VW Jetta gibt es Deutschland längst nicht mehr und auch die Limousine des Audi A3 führt im Heimatland eher ein Schattendasein. Trotzdem will Citroën jetzt die Renaissance dieser nur noch in höheren Klassen beliebten Bauform einläuten. Und greift dafür in die Trickkiste.

Citroen-e-C4-X-Rear2

In Deutschland nur als Stromer erhältlich

Zum einen ist der e-C4 mit dem Zusatz „X“ ein Elektroauto (Stromverbrauch kombiniert: 15,0-15,6 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; Elektrische Reichweite kombiniert: 349-360 km)² und in Deutschland auch nur als solches bestellbar. Die Franzosen haben aber die SUV-Käufer im Visier und spendiertem dem 4,60 Meter langen Viertürer eine üppige Bodenfreiheit von fast 16 Zentimetern. SUV-Attribute finden sich auch in der markanten Frontpartie, der seitlichen Beplankung und den Umrandungen der Radhäuser. Die Dachlinie fällt von ihrem höchsten Punkt in der Mitte der vorderen Seitenfenster sanft nach hinten ab. Das könnte auch sportlich orientierte Coupé-Fans an Bord holen. Die Abwärtsbewegung endet abrupt an der oberen Kante des Kofferraum-Zugang. Bei Öffnen schwingt die Heckscheibe nicht mit nach oben.

Citroën-Chef Vincent Cobée erklärt, dass Kundenwünsche der Anlass für den Neuling waren. „Viele von ihnen haben uns gesagt, dass sie sich eine bezahlbare, elegante Alternative zu den vielen Fließheck- und SUV-Angeboten in der Kompaktklasse wünschen.“ Und dazu gehört wohl auch, dass der 510 Liter große Kofferraum klar von den Passagieren getrennt und von außen nicht einsehbar ist. Für das Einladen längerer Transportgüter können die Rücksitze einzeln vorgeklappt werden.

Citroen-e-C4-X-Infotainment

24 Zentimeter länger als das Schrägheck

Der e-C4 X überragt sein Schrägheck-Schwestermodell ohne „X“ um 24 Zentimeter. „Wir wollten mehr Länge, um den Fondpassagieren mehr Komfort und ein sehr großes Kofferraumvolumen zu bieten“, sagt Citroën Designchef Pierre Leclercq. „Wir erfüllen damit auch die Bedürfnisse der Kunden, die einen traditionelleren Gepäckraum wünschen, ohne dass das Auto kastenförmig oder plump wirkt.“ In der Tat verwöhnt der neue Citroën vor allem die Hinterbänkler. Fast 20 Zentimeter Luft zwischen Kniescheibe und Rückseite der Vordersitze. Werte, die den e-C4 X auch als elektrisches Taxi interessant machen könnten.

Die Technik übernimmt der lange e-C4 X vom kürzeren Modell. Die Basisdaten sind bei fast allen E-Modellen des Stellantis-Konzerns identisch: 50 kWh-Batterie, Elektromotor mit 100 kW/136 PS, Reichweite ca. 360 Kilometer, Schnellademöglichkeit an 100 kW-Säule. Das Technikpaket bewährt sich bereits auch in vielen Modellen von Peugeot oder Opel. Hinzu kommt eine lange Liste von Assistenzsystemen wie eine aktive Sicherheitsbremse, die auch nachts auf Fußgänger, Radfahrer oder andere Autos reagiert. Lieferbar zum Beispiel auch ein Abstandsradar mit Stop-and-Go-Funktion, Spurhalte- und Toter-Winkel-Assistent, ein Head-Up-Display oder eine Rückfahrkamera mit 360 Grad-Vogelperspektive. Hinzu kommen all die Systeme, die heute bei dem Kompakten aller Hersteller angesagt sind. Für die Vernetzung mit der digitalen Welt sorgt eine Schnittstelle mit der Citroen eigenen App.

Citroen-e-C4-X-Rear

Marktstart und Preise

Anfang des nächsten Jahres soll der neue e-C4 X bei den Händlern stehen. Wer trotz der Zeitenwende seinen Citroen lieber von klassischen Benzin- oder Dieselverbrennern antreiben lassen will, muss sich in Frankreich oder Spanien versorgen. Dort können die Stufenheck-SUV-Coupés auch mit Auspuff bestellt werden. Zu den Preisen äußern sich die Franzosen bislang nicht. (Text: pm/sp-x | Bilder: Hersteller)

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