BMW M2 bekommt erstmals M xDrive und Vorkammer-Verbrennung

BMW bringt den M2 erstmals mit dem Allradsystem M xDrive. Die neue Variante des kompakten Hochleistungs-Coupés soll ab Spätsommer 2026 auf den Markt kommen. Die Produktion startet nach Angaben des Herstellers im August 2026 im BMW-Werk San Luis Potosí in Mexiko.
Der BMW M2 xDrive bleibt in weiten Teilen ein Hecktriebler
Der BMW M2 mit M xDrive nutzt weiterhin einen 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit BMW M TwinPower Turbo Technologie. Die Leistung liegt bei 353 kW/480 PS. Serienmäßig ist ein 8-Gang-M-Steptronic-Getriebe mit Drivelogic an Bord.
Das Allradsystem verteilt das Antriebsmoment variabel zwischen Vorder- und Hinterachse. Die Auslegung bleibt laut BMW heckbetont: In normalen Fahrsituationen wird der M2 ausschließlich über die Hinterräder angetrieben. Erst wenn dort die Traktionsgrenze erreicht wird, kommen die Vorderräder hinzu. Ergänzt wird M xDrive durch das Aktive M Differenzial, das die Kraft zwischen den beiden Hinterrädern verteilt.
Über das M Setup Menü lässt sich die Charakteristik des Allradantriebs anpassen. Bei deaktivierter Fahrstabilitätsregelung DSC steht auch ein 2WD-Modus zur Verfügung, in dem das Drehmoment nur an die Hinterräder geht. Damit will BMW den Spagat zwischen mehr Traktion und dem bisher bekannten heckgetriebenen Fahrverhalten des M2 erhalten.
Neues Vorkammer-Verbrennungsverfahren für den S58-Reihensechszylinder
Die zusätzlichen Traktionsreserven wirken sich vor allem auf die Fahrleistungen aus. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h gibt BMW 3,7 Sekunden an. Damit ist der M2 mit M xDrive 0,3 Sekunden schneller als das entsprechende Modell mit Hinterradantrieb. Nach der von BMW zusätzlich genannten „1-Foot-Rollout“-Methode liegt der Wert bei 3,4 Sekunden. 200 km/h erreicht die Allradversion nach 12,8 Sekunden, der Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h dauert 3,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt, mit optionalem M Driver’s Package sind 285 km/h möglich.
Neu im M2 ist außerdem die von BMW als M Ignite bezeichnete Motorentechnologie. Dabei handelt es sich um ein Vorkammer-Verbrennungsverfahren, das laut Hersteller den Kraftstoffverbrauch im Hochlastbereich senken soll. BMW verweist dabei vor allem auf Einsätze mit hoher Dauerbelastung, etwa auf der Rennstrecke. Zudem soll die Technik helfen, Anforderungen der EU7-Norm zu erfüllen. Ab Mitte 2026 soll sie in allen Reihensechszylinder-Motoren von BMW M eingesetzt werden. Ein ganz ähnliches Verfahren nutzt bereits Maserati bei seinen Nettuno-Motoren, etwa im MCPura Cielo.
Gewohnte Serienausstattung und neue Farben
Zur Serienausstattung des M2 mit M xDrive gehören M Leichtmetallräder in 19 Zoll vorn und 20 Zoll hinten sowie eine M Compound-Bremsanlage mit Sechs-Kolben-Festsätteln an der Vorderachse und Ein-Kolben-Bremsen hinten. Optional bietet BMW Trackbereifung an.
Beim Design nennt BMW vor allem eine Erweiterung der Farbpalette. Neben fünf Metallic- und drei Uni-Lackierungen sind sechs BMW-Individual-Farben verfügbar. Erstmals wird für den M2 auch Borusan Turkish Blue angeboten. Der neue BMW M2 mit M xDrive startet in Deutschland ab 81.300 Euro und kostet damit 3.000 Euro mehr als die Variante ohne Allrad. (Text: an | Bilder: Hersteller)
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