Renault 8 Gordini Concept: Kommt die Kult-Marke zurück?

Auf einen Blick:
- Neuer Retro-Testballon: Nach dem R5 prüft Renault mit dem 8 Gordini Concept das Interesse an der Wiederbelebung der 2011 eingestellten Gordini-Submarke.
- Ikone neu interpretiert: Klassische blaue Lackierung, zwei weiße Rennstreifen, Rundscheinwerfer, steile Heckpartie und breite Backen.
- Echte Hot-Hatch-Proportionen: Mit 4,12 Metern so lang wie ein Clio, aber mit 1,88 Metern Breite und nur 1,27 Metern Höhe deutlich flacher und strammer.
- Potente E-Power: Heckantrieb mit 198 kW (270 PS), 19-Zoll-Rädern vorn und 20-Zoll-Rädern an der Hinterachse.
- Puristisches Cockpit: Schalensitze mit Cord-Bezug, analoge Rundinstrumente und der Verzicht auf riesige Zentral-Displays.
Geschichte: Der Zauberer Amédée Gordini
Für jüngere Autofahrer mag der Name Gordini unbekannt sein, für Motorsport-Romantiker ist er Legende. Der italienischstämmige Motorengenieur Amédée Gordini, der aufgrund seiner Fähigkeit, aus kleinsten Motoren ungeahnte Leistungen zu kitzeln, nur „Der Zauberer“ genannt, schuf in den 1950er- und 1960er-Jahren legendäre Renn- und Straßenfahrzeuge für Renault.
Der 1964 eingeführte Renault 8 Gordini erlangte Weltruhm: Ursprünglich 50 PS stark, pushte ihn Gordini im Renntrimm auf bis zu 110 PS. Seine charakteristische blaue Lackierung mit den zwei parallel über das gesamte Fahrzeug gezogenen weißen Streifen machte ihn zur bezahlbaren Traumlimousine einer ganzen Generation.
Design: Kraftvolles Breitbau-Format im Clio-Kaliber
Das Design des 8 Gordini Concept entstammte einem internen Wettbewerb unter rund 300 Entwürfen in den Renault-Designzentren. Mit einer Länge von 4,12 Metern teilt sich die Studie den Fußabdruck mit einem aktuellen Clio, duckt sich mit 1,27 Metern Höhe aber flach auf den Asphalt und steht mit 1,88 Metern Breite außergewöhnlich stämmig da.
Markante historische Zitate prägen dabei das Äußere:
- Front: Steile Schnauze mit Rundscheinwerfern und besonderer Rillen-Grafik im prägnanten „8“-Logo.
- Silhouette: Stark abfallende Windschutzscheibe, kastenförmige Radhäuser und eckige Linienführung an C-Säule und Türen.
- Heck: Ein steil abfallender Heckabschluss mit einem durchgehenden Kühlungsgitter als Hommage an das luftgekühlte Heckmotor-Original.
- Räder: Mischbereifung mit 19-Zöllern vorn und mächtigen 20-Zöllern hinten, die unmissverständlich klarstellen, wo die Kraft übertragen wird.
Innenraum & Antrieb: Cord-Chic und 270 E-PS
Im Innenraum dominiert herrlicher Analog-Purismus. Anstelle moderner riesiger Tablet-Landschaften reihen sich klassisch geformte Rundinstrumente quer über das mit edlem Cord-Stoff bezogene Armaturenbrett. Fahrer und Beifahrer nehmen in stark konturierten Schalensitzen mit integrierten Kopfstützen Platz. Wer genau hinsieht, erkennt als einziges modernes Zugeständnis die elektrische Türöffnung per Auslöser.
Unter der Retro-Hülle verrichtet ein 198 kW (270 PS) starker E-Antrieb seinen Dienst an der Hinterachse. Ob die Kraft aus einem oder zwei Elektromotoren stammt, lässt Renault bei der Studie noch offen.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
| Parameter | Renault 8 Gordini Concept (2026) |
|---|---|
| Fahrzeugtyp | Sportwagen-Studie / Zweitüriges Concept Car |
| Länge / Breite / Höhe | 4,12 m / 1,88 m / 1,27 m |
| Antrieb / Leistung | Elektro-Heckantrieb / 198 kW (270 PS) |
| Bereifung | 19 Zoll vorn / 20 Zoll hinten |
| Interieur-Highlights | Analog-Rundinstrumente, Cord-Armaturen, Schalensitze |
AutoScout24-Fazit
Das Renault 8 Gordini Concept ist ein Statement und zeigt, wie viel Herzblut in der aktuellen Renault-Designabteilung steckt. Ob die Studie den Weg in die Serie findet, hängt maßgeblich von den Publikumsreaktionen ab. Sollte es grünes Licht geben, dürfte aus dem puristischen Zweisitzer der Studie wohl ein alltagstauglicherer Viersitzer werden. Mit 270 PS, Heckantrieb und der unverwechselbaren blau-weißen Kriegsbemalung hätte ein Serien-Gordini jedenfalls das Zeug zum absoluten Kult-Stromer. (Text: mz | Bilder: Renault)
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