Aus und vorbei: BMW i3 und BMW i8 bekommen keinen Nachfolger

Weniger progressives Design, weniger aufwendige Herstellung. Der Autobauer BMW streicht den Hybrid-Sportwagen i8 ersatzlos aus dem Programm und auch um den i3 steht es kritisch – trotz regelmäßig steigender Verkaufszahlen.

Der Münchener Autobauer BMW hat bekannt gegeben, dass die Produktion des Hybrid-Sportwagens i8 „wie geplant“ im Frühjahr 2020 auslaufen werde. Jetzt hat man sich auch zum zweiten Modell der BMW-i-Familie geäußert: Ein Nachfolger des i3 sei trotz stetig wachsender Verkaufszahlen vorerst nicht geplant.

Der daraus gezogene Schluss, BMW verabschiede sich damit von den Identität prägenden Elektromodellen, ist jedoch vorschnell. So sind bis zum Jahr 2023 über 13 neue, ausschließlich batteriebetriebene Modelle in Planung, berichtet unter anderem die Financial Times unter Berufung auf Marketingvorstand Pieter Nota. Darunter sollen aber nicht nur optisch so polarisierende Fahrzeuge wie der i3 sein, sondern vor allem elektrifizierte Modelle der bereits bestehenden Baureihen. Ein Beispiel ist BMW-Tochter MINI mit ihrer auf der diesjährigen IAA vorgestellten vollelektrischen Variante des Cooper S.

BMWi3s

Der BMW i3 wurde zum Bestseller

Wie lange der i3 und dessen sportliche Version i3S noch vom Band laufen werden, ließ man bisher offen. Der Kompaktwagen mit aufwendiger Carbonstruktur und durchaus streitbarem Auftritt wurde seit seinem Marktstart im Jahr 2013 über 150.000-fach verkauft, Tendenz weiter steigend. Bereits dieses Jahr verzeichnete BMW einen Absatz von mehr als 25.000 Einheiten. Es dürfte sich also durchaus bezahlt machen, noch ein paar Jahre am i3 festzuhalten. Zumal BMW in der Vergangenheit gezeigt hat, dass der i3 im Hinblick auf Leistung und Batteriekapazität durchaus entwicklungsfähig ist.

BMWi8-Side

i8: Hinter den Erwartungen

Anders sieht man es offenbar beim Sportwagen i8, dessen neu eingeführte „Ultimate Sophisto Edition“ auch gleichzeitig sein für April 2020 geplantes Ende bedeutet. Laut BMW der „erfolgreichste Plug-In-Hybrid-Sportwagen der Welt“ (Anm. d. Red.: so viele sind derzeit auch nicht im Angebot), dürfte er wohl als damals betitelter Konkurrent für den Porsche 911 hinter den Erwartungen zurückgeblieben sein. Im Jahr 2017 fanden beispielsweise lediglich knapp 2.200 Einheiten einen Käufer. Ob BMW den Schritt zu einem (Hybrid-) Sportwagen überhaupt noch einmal wagt, bleibt also kritisch abzuwarten. (Text: Maximilian Planker | Bilder: Hersteller)

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Maximilian Fisseler

Maximilian Fisseler arbeitet als freier Redakteur für das AutoScout24 Magazin. Als italophiler Allesfahrer pflegt er eine romantisch-verklärte Sicht auf das Automobil. Benzin und Motoröl sind ihm deutlich näher als die Suche nach der nächsten Ladesäule. Sein Traumwagen trägt, ganz unitalienisch, ein Porsche-Wappen: der 911 Turbo der Baureihe 964. Im Alltag bewegt er eine E-Klasse der Baureihe 212.

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