Aus dem Brennero wird der Alfa Romeo Milano

Aus dem Arbeitstitel Brennero wird ab 2024 der Alfa Romeo Milano. Die Italiener gaben nun offiziell den Namen ihres neuen B-Segment-SUV bekannt. Technisch basiert dieses auf der CMP-Plattform des Stellantis-Konzerns. Damit wird er unter anderem zum Anverwandten des Fiat 600 und Jeep Avenger.

Lange wurde spekuliert, zwischendurch dann dementiert und am Ende hat Alfa Romeo so ziemlich alle überrascht. Denn nach langem hin und her war man eigentlich fest davon ausgegangen, dass das neue B-Segment-SUV der Italiener Brennero heißen wird. Dem ist nicht so und nun dürfen wir uns auf den neuen Alfa Romeo Milano freuen. Der Name soll eine Hommage an die Wurzeln des italienischen Autobauers sein, obwohl das SUV wahrscheinlich nicht einmal südlich der Alpen, sondern im polnischen Tychy gebaut wird.

Alfa Romeo Milano basiert auf der CMP/eCMP-Plattform

Denn bei aller Euphorie, die Marken-CEO Jean-Phillipe Imperato durch die Pressemitteilung übermitteln ließ, wird der im April 2024 debütierende Milano vor allem ein weiteres Stellantis-Produkt auf der bekannten Common Modular Platform (CMP) werden. Das bedeutet, er teilt sich die Basis mit dem neuen Fiat 600, dem Jeep Avenger, aber auch mit dem Opel Mokka. Wenngleich diese Tatsache bei wahren Alfisti wohl keine Begeisterungsstürme auslösen wird, ergibt sich für uns die Möglichkeit, die technischen Eckdaten zu konkretisieren.

In Deutschland dürfte im kommenden Jahr zunächst eine 115 kW/156 PS starke Elektro-Variante (eCMP) mit Frontantrieb und einer netto 51-kWh-Batterie debütieren (Fahrzeug steht noch nicht zum Verkauf, Homologation ausstehend)². Reichweite? Bis zu 400 Kilometer nach WLTP. Der Grundpreis wird voraussichtlich über dem des elektrischen Jeep Avenger (ab 38.500 Euro) liegen und sich eher auf dem hohen Niveau des französischen DS 3 (ab 40.400 Euro) einpendeln (Stromverbrauch kombiniert: 15,3 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; Elektrische Reichweite kombiniert: bis zu 404 km)². Wie DS, wird auch Alfa Romeo innerhalb des Stellantis-Konzerns als Premium-Marke angesehen.

Verbrenner-Grundpreis könnte knapp unter 30.000 Euro liegen

Deutlich günstiger werden die beiden Verbrenner-Varianten zu haben sein. Auch hier gibt der Jeep Avenger einen Ausblick, wobei der Basis-Benziner ab 25.000 Euro und der Mildhybrid ab 27.000 Euro in der deutschen Preisliste stehen. Anzunehmen ist, dass der rund 4,10 Meter lange Alfa Romeo Milano mit Verbrenner noch unterhalb der 30.000-Euro-Marke starten wird. Übrigens lässt sich ein Allradantrieb sowohl für die E-Variante als auch für die Verbrenner nahezu ausschließen, da sich ein 4x4 mit der aktuellen CMP-Generation nicht realisieren lässt. Erst die neue STLA-Small-Plattform von Stellantis wird auch bei den kleineren Modellen einen Allradantrieb ermöglichen.

Neben dem Alfa Romeo Tonale soll der neue Milano ein wichtiger Stützpfeiler für den Erfolg der Italiener werden. Alfa-CEO Imperato geht davon aus, dass das B-Segment-SUV zukünftig einen erheblichen Anteil zum Gesamtumsatz beitragen wird. (Text: tv | Bilder: Hersteller)

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Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 Chefredakteur des AutoScout24 Magazins und verantwortet die inhaltliche sowie strategische Ausrichtung der Redaktion einschließlich der Weiterentwicklung aller Content-Formate, insbesondere im Bereich Video. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus und beschäftigt sich mit aktuellen Mobilitätstrends, neuen Antriebstechnologien sowie der Entwicklung des Automobilmarktes. Privat gilt seine besondere Leidenschaft klassischen Fahrzeugen - sein Traumwagen bleibt der Audi RS 6 Avant C5 in Goodwood Grün.

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