Audi RS 3 Competition Limited: Der A3 für über 100.000 Euro!

Audi feiert seinen Fünfzylindermotor vorerst das letzte Mal - und zwar mit dem Sondermodell des RS 3. Die extremste Variante der A3-Baureihe kombiniert in der „Competition Limited“-Edition den bekannten 294 kW / 400 PS starken 2,5-Liter-Turbobenziner mit einem Gewindefahrwerk, geändertem Hinterachs-Stabilisator, Keramikbremsen und einer neu abgestimmten Sportabgasanlage.
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Optisch setzt der als Sportback und Limousine erhältliche Kompaktsportler auf Carbon-Anbauteile, mattgoldene 19-Zoll-Räder und eine Sonderlackierung in Malachitgrün. Im Innenraum gibt es Schalensitze, goldfarbene Akzente sowie eine Plakette mit fortlaufender Nummerierung der insgesamt nur 750 gebauten Fahrzeuge. Die Preise starten bei augentränenden 108.365 Euro für den Sportback, der damit 41.565 Euro teurer ist als das RS 3 Standardmodell. Noch krassere Zahlen gefällig? Zum Basis-A3 ist dies ein Aufschlag von mindestens 76.865 Euro.
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Anlass für die Spezialauflage des RS 3 ist neben dem nahenden Ende der Fünfzylinder-Serienproduktion auch der 50. Geburtstag des Fünfenders bei Audi. Seine Premiere hatte der Reihenmotor im 1976 vorgestellten Audi 100 5E. Die Ingolstädter setzten damals auf die ungewöhnliche Technik, weil die von BMW und Mercedes bekannten Sechszylinder zu groß und zu schwer für die frontgetriebenen Audi-Modelle waren. Der Fünfzylinder sollte ähnliche Leistungswerte bei geringerem Verbrauch bieten. Später setzten die Bayern den Motor zunehmen vor allem als Sport-Triebwerk in besonders dynamischen Serienmodellen ein. (hh/sp-x)
Erster Eindruck im Studio inklusive Sitzprobe
Die glorreiche Vergangenheit beschwört Audi nicht nur mit seinem legendären Fünfzylinder, sondern auch beim Design. Vor uns steht ein Modell mit der Sonderfarbe Malachit-Grün. Eine Erinnerung an den legendären Audi Sport Quattro, der den Grundsteine dafür legte, dass aus dem eher konservativen Autobauer eine sportliche Marke mit Formel-1-Ambitionen wurde.
Der ebenfalls schon legendäre Single-Frame-Grill öffnet wie ehedem gierig sein großes Maul. Neu sind die Flics an den Seiten. Sie bestehen ebenso wie die vertikalen Blades an den Air Curtains aus Carbon. Ein Material, das üppig zum Einsatz kommt im Jubiläumsmodell: auf den Spiegelkappen, den Seitenschwellern, und dem Heckspoiler. Dazu passen die in Neodymgold matt lackierten 19-Zoll-Räder mit den roten Bremssätteln. Wer bis dato nicht gemerkt hat, dass es sich um ein Sondermodell handelt - für diese Zeitgenossen, gibt es dann auch noch zwei Badges in Heritage-Farben an Front und Heck. Ein Detail hat uns besonders gefallen: Beim Öffnen und Schließen des RS 3 leuchten die einzelnen LED-Segmente im Takt der Fünfzylinder Zündfolge 1-2-4-5-3. Ein Gimmick für Kenner.
Besonders im Innenraum trumpft Audi auf
Auch beim Interieur findet sich das ein oder andere Zitat, das Erinnerungen weckt. So sind die verschiedenen Digitalanzeigen im Virtual Cockpit weiß hinterlegt. Genauso wie die Zifferblätter im Audi Avant RS2, der zwar nicht als erster Kraftsportler im Audi-Gym mit dem RS-Fünfzylinder gepimpt wurde, aber wohl am deutlichsten zur Ikonenbildung beigetragen hat.
Dazu gibt es jede Menge digitaler Spielereien auf der 10,1 Zoll großen Instrumententafel. Von den G-Kräften bei extremer Beschleunigung bis hin zu einer Ampel, die den perfekten Zeitpunkt für das Auslösen der Launch Control anzeigt. Die Atmosphäre im Auto ist zurückhaltend gedämpft. Zu Schwarz und Neodymgold gesellt sich Ingwerweiß. Ob Kontrastnähte oder der Gurt - die Farbe der scharfen asiatischen Wurzel steht dem Sondermodell gut.
Fahrer und Beifahrer sitzen auf RS-Schalensitzen. Die Seitenwangen sind schwarz beledert, die Sitzmittelbahn aus dem Microfaserstoff Dinamica glimmt vornehm in Gold. Wer eines der 750 Sondermodelle (davon 585 Sportbacks und 165 Limousinen) ergattert, findet in der Mittelkonsole die individuelle Nummer des Fahrzeugs. Das alles hat seinen Preis. Während ein normaler RS 3 Sportback für 66.800 Euro (Limousine + 2.000 Euro) zu haben ist, kostet das Sondermodell Audi RS 3 competition limited als Sportback 108.365 Euro, die Limousine 110.005 Euro. (rdf)
Erste Einschätzung
2027 soll vorerst Schluss sein mit dem legendären Fünfzylinder von Audi. Zwar wäre es laut Audi-Chef Gernot Döllner problemlos möglich gewesen, den Motor auf die Abgasnorm Euro 7 zu bringen, doch die vergleichsweise geringen Verkaufszahlen rechtfertigen den Aufwand nicht. Wem es noch nicht aufgefallen ist: Das Geld - nicht nur bei Audi - scheint knapp zu werden. Ikonische Modelle wie der RS 3 scheinen da keinen Platz mehr zu haben.
Wir meinen: Gerade jetzt braucht eine Marke wie Audi wieder ein greifbares Leuchtturmprojekt, eins, das auf die normalen und im Moment nicht sonderlich begehrenswerte Modellpalette abstrahlen kann. Ob das mit einem rein elektrischen Audi Concept C als TT-Nachfolger gelingen wird? Fraglich. Preislich scheint man sich dagegen bereits heute in gänzlich anderen Sphären zu bewegen, wie das Abschiedsmodell des RS 3 beweist. (tv | Bilder: Hersteller)
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