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Cabrios

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Cabrios: Autos ohne festes Dach in allen Formen

Was gibt es Schöneres, als im Sommer mit offenem Verdeck zu fahren? Beim Cabrio erledigt sich damit die Notwendigkeit einer Klimaanlage von selbst und eigentlich kann sie auch gar nicht damit mithalten: Wind im Haar beim Einsatz der Klimaanlage ist schließlich eher gleichbedeutend mit der nächsten Erkältung. Das Cabrio steht vielmehr für grenzenlose Freiheit, Sonne live, wenn nicht sogar für einen deftigen Sonnenbrand, wenn die angenehme Zugluft die Haut vermeintlich kühl anfühlen lässt. Natürlich gibt es auch das Cabrio in den verschiedensten Bauformen, die schon beim Unterschied zwischen einem Faltdach oder einem Hardtop beginnen. Unabhängig davon existieren besonders sportliche Cabriovarianten, die dann als Roadster bezeichnet werden, außerdem Cabrio-Limousinen, Coupé-Cabrios und mittlerweile recht veraltete Cabrios mit Targadach oder noch seltener das Landaulet, das vor allem von Mercedes-Benz bekannt ist. Über all diese Cabriovarianten schenken wir Ihnen im Folgenden einen detaillierteren Einblick:

Die Geschichte des Cabrios

Die Bezeichnung Cabriolet lässt sich laut Historikern bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen und kommt ursprünglich wie viele Karosseriebezeichnungen aus dem Kutschenbau. Später wurde der Begriff auch von den Kutschenbauern in England und Deutschland übernommen. Das Cabriolet war zunächst ein leichter zweisitziger Pferdewagen ohne Dachkonstruktion. Vor diesem Hintergrund wurde übrigens auch der Begriff Cabriolet aus dem Französischen geprägt: „Cabrioler“ heißt übersetzt „Capriolen bzw. Luftsprünge machen“. An Komfort war bei diesen zunächst noch als “Kabrioletts” bezeichneten Wagen natürlich nicht zu denken. Das war auch bei den ersten motorisierten Cabrio-Automobilen nicht großartig anders: Zu Beginn des Automobilbaus hatten offene Karosserien nichts mit dem heutigen Spaßfaktor zu tun, sondern waren schlicht und ergreifend eine Frage des Preises. Autos mit offener Karosserieform waren kostengünstiger als solche mit einem geschlossenen Aufbau und so gab es die ersten motorisierten Fahrzeuge mit festem Dach auch erst etwa 20 Jahre nach der Erfindung des Automobils. Das Fahren ohne Dach war aber bis in die 30er Jahre die Regel. Was alle Cabrios heute gemeinsam haben, ist freilich ein nunmehr aufklappbares Dach, das die Luft nun „mutwillig“ ins Fahrzeuginnere wehen lässt.

Das klassische Cabrio

In seiner Bauform ist das Cabrio dem Coupé abgekupfert, so ist es in den meisten Fällen wie auch das definitionsgemäße Coupé mit nur zwei Türen ausgestattet. Allerdings trügt der Schein, denn Cabrios beruhen anders als ihre Coupé-Vorbilder in der Regel auf einer eigenständigen Konstruktion. Der Grund liegt darin, dass ähnlich wie bei einem offenen Schuhkarton die Karosserie eines Cabrios durch das fehlende Dach höheren Spannungen unterliegt, die den Rahmen in sich verdrehen lassen könnte, hätten kluge Ingenieure das Problem nicht durch den Einsatz einer verstärkten Bodengruppe gelöst. Traditionell bezeichnet der Begriff Cabrio ein Fahrzeug mit gefüttertem Stoffdach, das vollständig zurückgeklappt werden kann – unabhängig ob es ein Faltdach ist wie beim VW New Beetle Cabrio sowie beim Audi A4 Cabrio oder ein Hardtop wie bei den Modellen VW Eos, Opel Astra TwinTop, Peugeot 307 CC und Renault Mégane Coupé-Cabrio. Ist das Verdeck nicht gefüttert, spricht man von einem offenen Tourenwagen. Allerdings lässt sich das Verdeck nicht bei allen Cabrios unter einer Verdeckklappe verstauen, sondern selbiges sitzt zusammengefaltet obenauf. Beispiele dafür sind das Opel Astra F Cabrio (anders als beim Astra G), das VW New Beetle Cabrio oder das Chrysler PT Cruiser Cabrio. In diesem Fall muss das Verdeck durch ein sogenanntes Persenning (= Abdeckung) vor Schäden durch Wasser und Feuchtigkeit geschützt werden.

Cabrio-Varianten

Bei zusätzlich heruntergefahrenen Seitenscheiben sitzen die Insassen eines klassischen Cabrios abgesehen von einem eventuell vorhandenen Überrollbügel völlig im Freien. Bleibt bei aufgeklapptem Dach dagegen der äußere Rahmen stehen, so spricht man von einer Cabrio-Limousine. Seit den 1990er Jahren werden dagegen immer mehr Modelle mit versenkbarem Stahldach ausgerüstet und heißen dann Coupé-Cabriolets. Bei einem Cabrio mit sportlichem Charakter, nur zwei Türen und zwei Sitzen spricht man hingegen von einem Roadster:

Der Roadster

Roadster bezeichneten früher Modelle wie den Triumph TR2 – also offene, zweisitzige und kompromisslose Sportwagen, die allenfalls mit Notverdeck und mit Steck- anstatt Kurbelfenstern ausgestattet waren – letztere wegen den ausnehmend tief ausgeschnittenen Türen. Heute versteht man unter einem Roadster ein nachwievor zweisitziges, sportliches Fahrzeug mit entweder eigenständiger Karosserie oder als Sportcoupé-Derivat – aber mit zu öffnendem Verdeck. Ein typisches Beispiel dafür ist der Mazda MX-5 oder der Jaguar E-Type. Auch der rein elektrische Tesla Roadster entspricht seinem Namen, allerdings ähnelt die Konstruktion sehr dem Targadach (siehe unten).

Die Cabrio-Limousine

Gemeint sind damit Limousinen, die zwar über ein bis zur Heckscheibe zurückklappbares Dach verfügen, allerdings bleibt der gesamte Rahmen samt Seitenfenstern und der B- und C- Säulen quasi stehen. Diese Variante war vor allem bis in die 1960er Jahre sehr populär. Der heute noch rühmlichste Vertreter der Cabrio-Limousine ist der Citroën 2CV, bekannt als „Ente“. Aktuell gehören Modelle wie der Fiat 500C und das Citroën DS3 Cabrio zu den Cabrio-Limousinen.

Das Coupé-Cabrio

Diese Variante besitzt geschlossen die Silhouette eines Coupés. Das Dach faltet sich hier beim Öffnen nicht zusammen, sondern es werden miteinander verbundene, aus Metall oder Glas bestehende Teile automatisch zurückgefahren, eingeklappt und in der Regel „gestapelt“ verstaut. Diese spezielle Dachkonstruktion wird auch als Retractable Hardtop, übersetzt also „einklappbares Coupé-Dach“, bezeichnet. Bekannte Vertreter des Coupé-Cabrios sind der Mercedes-Benz SLK, der Peugeot 206 CC und dessen technischer Nachfolger Peugeot 307 CC sowie die Modelle Renault Mégane CC und Opel Tigra TwinTop.

Das Targadach

Die Bezeichnung Targa ist eine von Porsche für Automodelle eingetragene Marke, wird aber auch von anderen Herstellern als Gattungsname für Modelle dieser Bauart verwendet. Im Gegensatz zum klassischen Cabrio ist die Heckscheibe hier fest eingebaut und nur der Dachmittelteil ist herausnehmbar. Bei Porsche wurde dieses Konstruktionsprinzip bei der Baureihe 911 ab 1965 eingeführt. Neuere Vertreter sind der Smart Roadster, der Honda CRX und NSX oder die Modelle MR2 und Supra von Toyota.

Das Landaulet

Ein Fahrzeug, dessen Umwandlung zum Cabrio nur den Bereich der Rücksitze betrifft, nennt man Landaulet (sprich „Landolee“). Der Name ist seit dem 18. Jahrhundert in Europa bekannt und bezieht sich ebenfalls auf frühere, halboffene Kutschenformen – also einen vorne weitestgehend überdachten Kutscher- und Passagierbereich mit der Option, am Heck eine Abdeckung zu öffnen. Als modernes Landaulet kam diese Karosserieform insbesondere aus den Hallen von Mercedes-Benz beispielsweise mit dem 300SEL (damaliges „Papamobil“), dem S500 Landaulet oder dem 600 Pullman Landaulet zurück an die Öffentlichkeit. Heute gibt es diese Variante nur noch sehr selten und vor allem bei langen Luxus-Limousinen wie dem Maybach 62 S Landaulet.