Der nächste Meilenstein auf dem Weg zum Großserienproduzenten waren die mit stärkeren Achtzylinderaggregaten ausgerüsteten Modelle, die in den 1930er Jahren unter der Bezeichnung Alfa Romeo 8C entstanden. Wie bei den schwächer motorisierten Alfa Romeo dieser Zeit fertigten verschiedene Karosseriebauer auf Basis des Alfa Romeo 8C Coupés und Cabriolets. Während die offenen Versionen vor allem im Motorsport zum Einsatz kamen, entstanden die Coupés bis in die 1950er Jahre zumeist als Straßenfahrzeuge. Im Jahr 2007 ließ Alfa Romeo unter der Regie des Fiat-Konzerns die legendäre Baureihe der Alfa Romeo 8C wieder aufleben: Die moderne Version lief als Alfa Romeo 8C Competizione und Alfa Romeo 8C Spider bis ins Jahr 2009/10 als Coupé und Cabriolet vom Band. Wie die historischen Vorgänger, die zu überaus seltenen Classic Cars des Sportwagensektors wurden, kamen die 8C ebenfalls nur in einer kleinen Auflage von gut 1000 Exemplaren auf den Markt.
Die Coupés der Baureihe 8C
Mit seinen gewölbten Kotflügeln, der langen und ebenfalls gerundeten Motorhaube sowie dem helmartigen Dachaufbau zitierte der im Modelljahr 2007 präsentierte geschlossene 2-Sitzer Alfa Romeo 8C prominente Designmerkmale der Achtyzlinder-Coupés des 20. Jahrhunderts. Das hohe Stummelheck mit den beiden großen Rundleuchten und der vierflutigen Abgasanlage erinnerte hingegen eher an die Formgebung zeitgenössischer 2-Sitzer von Ferrari. Und das war durchaus kein Zufall: Für die Produktion des 8C konnte die gemeinsame Konzernmutter Fiat auf Know-how der Tochterfirmen Ferrari und Maserati zugreifen. Im Maserati-Werk Modena wurden die Coupés der Baureihe 8C bis zum Baujahr 2009 auch montiert. Noch gut ein Jahr länger liefen dort die 8C Spider vom Band.
Die Cabriolets der Baureihe Alfa Romeo 8C
Wie bei den historischen Vorgängern realisierte der Hersteller auch in der neuen Baugeneration eine offene Version des 2-Sitzers, die als Alfa Romeo 8C Spider ab dem Jahr 2008 bei Maserati in Modena gefertigt wurde. Mit einer Länge von gut 4,38 Metern und einer Breite von 1,89 Metern unterschieden sich Coupé und Cabrio in den Dimensionen nicht. Allerdings fiel der mit einem Textilverdeck ausgestattete 8C Spider durch seine veränderte Dachkonstruktion mit einer Höhe von 1,30 Metern etwas flacher aus als die Coupés. Durch die Bauart bedingt waren die offenen 2-Sitzer zudem rund 100 Kilogramm schwerer.
V8-Motoren für die Alfa Romeo 8C
Für den Antrieb der 8C Coupés und Spider nutzte der Hersteller einen Achtzylinder in V-Bauweise, der über einen Hubraum von 4,7 Litern verfügte. Das Hochleistungstriebwerk stammte von Ferrari, wurde jedoch für den Einsatz im 8C Competizione und Spider modifiziert. Die V8-Maschine stellte dem Alfa Romeo 8C eine Leistung von bis zu 331 kW (450 PS) bereit. Damit schaffte der Supersportwagen von Alfa Romeo es in 4,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer."