Gebrauchtwagentest: Mercedes-Benz B-Klasse – Alles richtig gemacht

Die zweite Generation ist nicht nur ein wohlkomponierter Kompaktvan mit Mercedes-typischen Eigenschaften und Qualitäten, sie ist laut TÜV zudem ein Mängelzwerg. Aus zweiter Hand kann man die rundum empfehlenswerte B-Klasse bereits für vierstellige Beträge bekommen. Gutes Platzangebot
Modern, gefällig und aufgeräumt präsentiert sich die B-Klasse – außen wie innen. Vor allem aber bietet der Fünftürer bei 4,36 Meter Länge ein gediegenes Platzangebot. Vorne wie hinten können Gäste bequem sitzen, während alternativ der Kofferraum dank der umklappbaren Rückbank auf bis zu 1.545 Liter wachsen kann.
Viele verschiedene Motorisierungen
Dem Gebrauchtwagenkäufer bietet die B-Klasse ein breites Spektrum von Diesel- und Benzinmotoren sowie zwei alternative Antriebe. Die Ottomotoren leisten 102, 122, 156, 184 oder 211 PS, bei den Dieseln sind 90, 109, 136, 170 und 177 PS möglich. Während sich die Verbrauchswerte der Benziner zwischen etwas über 5 bis knapp unter 7 Liter bewegen, begnügen sich die Diesel mit 3,6 bis maximal 5,0 Liter. Auf dem Gebrauchtmarkt teilen sich die Motoren jeweils zur Hälfte in Benziner und Diesel auf, selten findet sich eine Erdgasversion oder eine batterieelektrische B-Klasse. Getriebetechnisch gibt es neben dem standardmäßigen Sechsstufen-Handschaltern noch das geschmeidige Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, welches mit starken Varianten sogar zwangsverbandelt ist. Selten werden auf dem Gebrauchtmarkt außerdem Versionen mit dem Allradantrieb 4Matic angeboten.
Obwohl ein Kompaktwagen, vermittelt die B-Klasse fast limousinenartigen und markentypischen Fahrkomfort. Aber auch den flotten Kurvenstrich meistert das gutmütig ausgelegte Fahrzeug recht gelassen und fährt zudem handlicher und ausgewogener als die erste B-Klasse.
Der Musterschüler
In Hinblick auf die Sicherheitsausstattung ist die B-Klasse ein Musterschüler. Serienmäßig gibt es ABS, ASR, ESP, sieben Airbags, einen Müdigkeitswarner und sogar einen Kollisionsverhinderer. Souveräne fünf Sterne hat der Van beim EuroNCAP-Crashtest eingefahren. Auch beim Komfort ist die B-Klasse ein echter Mercedes: Serienmäßig bieten alle Modelle zum Beispiel eine Klimaanlage, rundum elektrische Fensterheber, ein Multifunktionslenkrad, ein Multimedia-Audio-System mit Sieben-Zoll-Display oder eine Zentralverriegelung samt Funkschlüssel. Die Optionslisten sind dennoch sehr lang. Neben diversen Ausstattungspaketen gibt es noch zahlreiche Einzeloptionen. Wer konkrete Wünsche hat, muss entsprechend gezielt nach diesen auf dem Gebrauchtmarkt suchen.
Nur eine Mini-Mängelliste
Seit ihrem Marktstart im Jahr 2011 konnte die B-Klasse einen bislang souveränen Qualitätseindruck beim TÜV hinterlassen. In allen relevanten Bereichen hat sich der Van keinerlei Blöße gegeben und weist eine Mängelquote auf, die deutlich unter dem Durchschnitt in der Kompaktklasse liegt. Angesichts der bislang ausgebliebenen Mängelschwerpunkte wurde die B-Klasse sogar als Sieger im TÜV-Report 2016 gekürt. Entsprechend werden auch für Dauerläufer mit über 300.000 Kilometer auf der Uhr durchaus stattliche Preise abgerufen. In einem Dauertest zog die Autobild zwar eine etwas durchwachsene Bilanz, doch unterm Strich wurden lediglich Bagatellen bemängelt.
Als Neuwagen ist die B-Klasse mit mindestens 26.000 Euro ein teurer Kompakter. Entsprechend attraktiv erscheint der kleine Mercedes-Van als Gebrauchter, denn einige Exemplare werden bereits für vierstellige Summen angeboten. Allerdings handelt es sich bei den besonders günstigen Offerten oft um Taxirückläufer. Insofern sollte man besser fünfstellig investieren und eventuell sogar nach Exemplaren ab Modelljahr 2015 suchen, die von den Verbesserungen der Modellpflege profitieren. Wirklich falsch machen kann man angesichts der vielen Qualitäten bei der B-Klasse eigentlich nichts.
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