Auto ummelden in Österreich: Umzug, Namensänderung und Autokauf

Nach einem Umzug, einer Namensänderung oder dem Kauf eines Gebrauchtwagens kann eine Änderung der Zulassung nötig sein. Hier erfährst du, wann du dein Kennzeichen behalten kannst, welche Unterlagen du brauchst und welche Kosten anfallen.
Zwischen Umzugskartons und Behördenterminen gerät die Zulassung des Autos leicht in Vergessenheit. Ob du dich darum kümmern musst, hängt davon ab, wohin du ziehst: Bleibt dieselbe Zulassungsbehörde zuständig, kann dir ein zusätzlicher Termin erspart bleiben. Bei einem Wechsel in einen anderen Zuständigkeitsbereich ist dagegen eine neue Zulassung erforderlich.
Auch nach einer Namensänderung oder einem Gebrauchtwagenkauf stellt sich die Frage, was mit den Fahrzeugpapieren und Kennzeichen passiert. Die folgenden Abschnitte erklären die einzelnen Fälle und helfen dir, die nötigen Schritte vorzubereiten.
Das Wichtigste in Kürze
• Bleibt bei einem Umzug das Kürzel auf dem Kennzeichen gleich, musst du nichts melden. Dein Zulassungsschein bleibt gültig.
• Ändert sich nur das Kürzel, die Behörde aber nicht, meldest du das binnen einer Woche und bekommst neue Kennzeichentafeln.
• Ziehst du in den Bereich einer anderen Behörde, wird das Auto neu zugelassen. Für einen Pkw kostet das 270 Euro.
• Beim Gebrauchtwagenkauf meldet der Verkäufer ab und du meldest das Auto mit deinen eigenen Kennzeichen an.
Was bei einem Umzug zählt
Bei einem Umzug ist entscheidend, welche Zulassungsbehörde für deine neue Adresse zuständig ist. Erkennbar ist das am Kennzeichen: Es beginnt mit dem Kürzel des Bezirks oder der Stadt, in dem dein Auto zugelassen ist, etwa „W“ für Wien oder „IL“ für Innsbruck-Land.
Grundsätzlich musst du als Zulassungsbesitzer, also als die Person, auf die das Auto zugelassen ist, jede Änderung der Eintragungen in deinem Zulassungsschein binnen einer Woche melden. Bei einem Umzug innerhalb des Bereichs mit demselben Kürzel nimmt dir die Behörde diesen Schritt ab. Sobald du deinen neuen Hauptwohnsitz anmeldest, wird die Adresse auch für die Zulassung im Hintergrund aktualisiert.
Auto ummelden nach einem Umzug: die drei Fälle
Was du nach einem Umzug tun musst, hängt davon ab, ob sich das Kürzel auf dem Kennzeichen ändert und ob dieselbe Behörde zuständig bleibt.
| Was zu tun ist | Frist | Kosten | |
|---|---|---|---|
| Gleiches Kürzel | keine Meldung, die Adresse wird automatisch aktualisiert, der Zulassungsschein bleibt gültig | keine | keine |
| Anderes Kürzel, gleiche Behörde | Meldung bei einer Zulassungsstelle, neue Kennzeichentafeln und neue Begutachtungsplakette | binnen einer Woche | Tafeln und Plakette |
| Andere Behörde | Abmeldung und neue Zulassung mit neuen Kennzeichen | gleichzeitig mit der Verlegung des Hauptwohnsitzes | wie bei einer Anmeldung, für einen Pkw 270 Euro |
Ein Beispiel für den zweiten Fall ist ein Umzug von Wiener Neustadt nach St. Pölten: Das Kürzel wechselt von „WN“ zu „P“, zuständig bleibt aber dieselbe Behörde. Ziehst du dagegen von Baden nach Wien, wechselt auch die Behörde, und dein Auto wird neu zugelassen.
Für die Meldung oder die neue Zulassung gehst du zu einer Zulassungsstelle, die meist bei einer Versicherung eingerichtet ist. Nicht jede Zulassungsstelle kann dein Auto anmelden. Wähle eine Stelle, die Anmeldungen für deinen neuen Wohnbezirk bearbeiten darf. Welche Unterlagen du für eine neue Zulassung brauchst und wie sich die 270 Euro zusammensetzen, liest du im Ratgeber Auto anmelden in Österreich.
Versäumst du eine vorgeschriebene Meldung, kann das eine Verwaltungsstrafe nach sich ziehen. Erledige die Änderung deshalb am besten gleich nach dem Umzug. Hast du selbst keine Zeit, kann dich jemand mit einer schriftlichen Vollmacht bei der Zulassungsstelle vertreten.
Namensänderung: Wann du sie melden musst
Eine reine Namensänderung, etwa nach einer Hochzeit, musst du bei der Zulassung nicht melden, solange die zuständige Behörde und das Kürzel auf dem Kennzeichen gleich bleiben. Dein Zulassungsschein bleibt dann mit dem bisherigen Namen gültig.
Eine Besonderheit gilt für den Zulassungsschein im Scheckkartenformat. Weil die Daten auf der Karte gedruckt sind, lassen sie sich nicht nachtragen. Muss eine Änderung eingetragen werden, brauchst du deshalb eine neue Karte, die 31,10 Euro kostet. Alternativ kannst du auf einen Zulassungsschein aus Papier umsteigen.
Kannst du deinen Zulassungsschein oder einen Teil davon nicht vorlegen, etwa weil er verloren gegangen ist, gibst du bei der Zulassungsstelle eine Erklärung über den Grund ab.
Gebrauchtwagen gekauft: So läuft der Wechsel der Zulassung
Kaufst du einen Gebrauchtwagen, wird die bestehende Zulassung nicht auf dich übertragen. In Österreich bleiben die Kennzeichen beim bisherigen Zulassungsbesitzer. Der Verkäufer meldet das Auto deshalb ab, und du meldest es mit deinen eigenen Kennzeichen auf dich an.
Für deine Anmeldung brauchst du unter anderem einen Lichtbildausweis, den Typenschein und eine Versicherungsbestätigung. Den genauen Ablauf erklärt der Ratgeber Auto anmelden in Österreich. Wie der Verkäufer vorgeht und warum er das Auto möglichst rasch abmelden sollte, liest du im Ratgeber Auto abmelden in Österreich.
Neues Kennzeichen: Denk auch an die digitale Vignette
Bekommt dein Auto nach einem Umzug neue Kennzeichen, betrifft das auch eine digitale Vignette. Sie ist an das Kennzeichen gebunden, deshalb musst du die ASFINAG informieren. Sie registriert die Vignette auf das neue Kennzeichen um und verlangt dafür eine Bearbeitungsgebühr von 18 Euro.
Mehr zu Vignette und Streckenmaut liest du im Ratgeber Vignette und Maut in Österreich.
Häufige Fragen
Quellen und Stand
oesterreich.gv.at: Zulassungsbescheinigung, Namens- und Adressänderung (Stand 09.03.2026)
Geprüft am 13.10.2026.
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