VW Multivan T7: Der erste MQB-Bulli

Der neue VW Multivan T7 löst sich von seiner Nutzfahrzeug-Vergangenheit und wird endgültig zu Großraumlimousine. Die Markteinführung erfolgt in der zweiten Jahreshälfte, erstmals wird es neben Dieseln und Benzinern auch einen Plug-in-Hybrid geben. Der T6.1 bleibt vorerst im Programm.

Der neue Bus nimmt vor allem bei der Frontgestaltung Anleihen beim Golf 8, mit dem er sich künftig auch die technische Plattform – den Modularen Querbaukasten (MQB) - teilt. Bei Silhouette und Proportionen bleibt er aber weitestgehend der Bulli-Tradition treu. Mit 4,97 Metern in der Länge legt er gegenüber dem Vorgänger sogar um knapp sieben Zentimeter zu. Da der Pkw-Unterbau nicht unendlich skalierbar ist, ist die alternativ angebotene Langversion mit 5,17 aber deutliche 13 Zentimeter kürzer als zuletzt.

Der Radstand wächst in beiden Varianten um 12 Zentimeter auf 3,12 Meter, was nicht nur dem Innenraum zugutekommt, sondern ebenfalls für ein ruhigeres Fahrverhalten sorgen dürfte. Das Laderaumvolumen liegt je nach Bestuhlung und Karosserielänge zwischen 469 und 4.053 Litern, nutzt man das Ladepotential des Bullis voll aus.

Jetzt lesen: Testbericht Multivan T6.1

VW-T7-Interieur

Die Motoren

Das Motorenprogramm besteht zunächst aus zwei Benzinern, einem Diesel und einem Plug-in Hybriden (Fahrzeug steht noch nicht zum Verkauf, Homologation ausstehend²). Letzterer stellt eine Systemleistung von 160 kW/218 PS bereit und ist aus den Hybrid-Modellen von Passat und Golf bekannt. Basis-Antrieb ist dagegen ein 1,5-Liter-Benziner mit 100 kW/136 PS, alternativ ist ein 2,0-Liter-Ottomotor mit 150 kW/204 PS zu haben. Der einzige Diesel im Angebot, ein 2,0-Liter-Vierzylinder mit 110 kW/150 PS, wird erst 2022 nachgereicht.

VW-T7-Rearseats

VW T6.1 bleibt weiter im Programm

Noch später soll eine rein elektrische Variante des Multivans folgen, angelehnt an die Studie ID.Buzz von 2017. Die Konkurrenz ist hier mittlerweile weiter, gibt es unter anderem die Mercedes V-Klasse bereits ohne Verbrenner.

Wer nun zurecht über fehlende Informationen einer Camping- und/oder Allradvariante klagt, dem sei auf den Weg gegeben, dass Volkswagen den T6.1 noch einige Jahre parallel weiterbauen wird. Sowohl der California als auch die 4Motion-Modelle und natürlich die reinen Nutzfahrzeuge bauen bis auf Weiteres nicht auf dem MQB-Baukasten auf. Frühestens ab 2024 hat Volkswagen hier eine Ablösung in Aussicht gestellt. Die karge Caravelle wird sich die Basis dann mit einem ähnlichen Ford-Modell teilen.

VW-T7-Side-Rear

Marktstart und Preise

Die Preise für den neuen Multivan sind noch nicht bekannt. Sie dürften angesichts der neuen Basis und der besseren Ausstattung aber in Richtung der 40.000 Euro-Grenze steigen. Der aktuelle Multivan startet bei rund 35.000 Euro. Nach oben sind bekanntlich auch bei einem VW Bus kaum Grenzen gesetzt und so dürfte das Top-Modell des neuen Bulli deutlich in Richtung 70.000 Euro tendieren. Marktstart für den T7 Multivan ist diesen Herbst. (Text: tv, hh/sp-x | Bilder: Hersteller)

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