VW ID.3 Neo (2026): Facelift startet bei 34.000 Euro

Zu Preisen ab 34.000 Euro ist der geliftete Volkswagen ID.3 ab sofort bestellbar. Der Kompaktstromer trägt dann den Beinamen „Neo“, nähert sich optisch deutlich dem Golf, legt bei der Antriebstechnik nach und will die frühere Kritik am Innenraum endgültig vergessen machen. Das Basismodell kombiniert einen 125 kW/170 PS starken Heckantrieb mit einem 50 kWh großen Akku und soll 417 Kilometer Reichweite bieten.
Die Basisausstattung „Trend“ fällt vergleichsweise überschaubar aus, unter anderem fehlen Leichtmetallfelgen, das Navigationssystem mit Ladeplaner sowie die Heizfunktion für Sitze und Lenkrad. Attraktiver wird der Kompakt-Stromer in der ab 36.200 Euro erhältlichen „Life“-Ausführung. Das Top-Modell läuft unter der Bezeichnung „Style“ und kostet ab 39.000 Euro. Der Vorverkauf läuft nun an, die Markteinführung ist für Juli geplant.
Jetzt lesen: Der ID.3 Neo im Erstkontakt
Nur die Top-Motorisierung schafft die 183 kW Ladeleistung
Außer als Basismodell gibt es den Fünftürer auch mit 140 kW/190 PS und 170 kW/231 PS sowie mit 58 oder 79 kWh Netto-Batteriekapazität. Bei der Ladeleistung müssen sich Käufer der kleineren Batterie mit mäßigen 105 kW zufriedengeben, lediglich der größte Speicher verträgt am DC-Anschluss zeitgemäße 183 kW.
Optisch soll der Neo an klassische VW-Kompaktmodelle anknüpfen, ähnelt nun stärker den konventionellen Golf VIII. Dafür sorgt unter anderem ein stilisierter Kühlergrill, der an die Stelle der zuletzt geschlossenen E-Auto-Front rückt. Diese trägt ein durchgehendes Lichtband, auf Wunsch mit beleuchtetem Logo. Dach und Heck sind künftig nicht mehr schwarz abgesetzt, sondern in Wagenfarbe lackiert. Im Innenraum verspricht VW mehr Wertigkeit und vor allem eine bessere Bedienlogik. Das Cockpit wurde laut Hersteller praktisch neu entwickelt, hinzu kommen ein neues Multifunktionslenkrad, klassische Tasten für Klimafunktionen und wieder ein Drehregler für die Lautstärke.
Für Volkswagen ist der ID.3 Neo mehr als ein normales Facelift. Der Mitte 2020 holprig gestartete Hoffnungsträger der Elektro-Offensive, bei dem VW schon Anfang 2023 nachbessern musste, bekommt damit seine bislang tiefgreifendste Überarbeitung. Dass die Marke nun Wertigkeit, intuitive Bedienung und klassische Bedienelemente so stark betont, zeigt, wo die Schwachstellen der frühen ID.3-Jahre lagen. Trotzdem ist das Modell kommerziell längst wichtiger geworden, als der schwierige Start vermuten ließ: 2025 entschieden sich laut Volkswagen europaweit rund 78.000 Käufer für einen ID.3. Zuletzt lag der Basispreis bei rund 33.330 Euro, der Aufschlag beim Modellwechsel fällt also relativ gering aus. (Text: hh/sp-x | Bilder: Hersteller)
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