VW Golf 8 GTI Clubsport – das Original bleibt am coolsten

Der neue VW Golf 8 GTI Clubsport soll nicht nur lässiger aussehen als der „normale“ GTI, er soll vor allem auf der Nordschleife spürbar schneller sein. Dafür spendiert man ihm unter anderem ein eigenes Fahrprofil und 55 PS mehr.

Volkswagen diversifiziert seine Produkte bis in die kleinste Nische. Kein Wunder also, dass viele mittlerweile den Überblick verloren haben. Sportliche Skodas hier, familientaugliche Seats dort und dazwischen Cupra als Performance-Alleskönner. Mal kommen die neuen Modelle teilelektrifiziert als Plug-in-Hybrid, dann nur als Benziner und am Horizont sogar als reine Stromer. Beinahe wohltuend ist es da, wenn ein alter Bekannter zurück auf die Bühne fährt. Die Rede ist vom Golf GTI Clubsport (Fahrzeug noch nicht verfügbar, Homologation ausstehend²). Ja, so alt ist die Serie noch nicht, gibt es den rassigsten aller GTIs erst seit 2016.

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300 PS und eigenes „Nürburgring-Fahrprofil“

Doch schnell hat sich eine große Fangemeinde gebildet, nicht zuletzt, weil Volkswagen den ersten Clubsport vor vier Jahren in 7:49:21 Minuten über die Nürburgring-Nordschleife pfefferte. Damals Rundenrekord, heute warten wir auf einen neuen Wert. Denn Rekordhalter ist, je nachdem wie genau man es nimmt, der Renault Mégane R.S. Trophy-R mit einer Zeit von 7:40:100 Minuten (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 8,0 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 190 g/km²). Für den Fall der Fälle hat Volkswagen diesmal übrigens vorgesorgt. Und zwar für jedermann. Denn serienmäßig fährt der neue 300 PS starke GTI Clubsport mit einem Fahrprofil „Nürburgring“ vor.

Golf-GTI-Clubsport-Interieur

Präziseres Handling dank umfangreicher Vernetzung

Soll heißen: Der bisher schärfste Golf 8 soll sich auf dem Rundkurs in der Eifel wie zuhause fühlen. Allerhand Elektronik hat nicht nur Einfluss auf den überarbeiteten Vierzylinder 2.0 TSI EA888evo4 und das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, sondern verändert nunmehr auch das Zusammenspiel zwischen dem Adaptivfahrwerk DCC und der serienmäßigen XDS-Differenzialsperre an der Vorderachse. Volkswagen selbst gibt zu Protokoll, dass der Golf 8 GTI Clubsport durch die zusätzliche Vernetzung nochmals neutraler und präziser geworden sein soll. Übersetzt dürfte das bedeuten, dass Schnellfahren zwar für beinahe jeden ohne Beherrschbarkeitsprobleme möglich sein dürfte, der emotionale Part aber weiterhin auf der Stecke bleibt. In etwas unter sechs Sekunden sollen aus dem Stand 100 Stundekilometer erreicht sein, die Höchstgeschwindigkeit dürfte Tempo 250 betragen.

Golf-GTI-Clubsport-Detail

Cooler Auftritt, selbstbewusste Bepreisung

Äußerlich gibt sich der GTI Clubsport durch eine eigenstände Frontpartie mit riesigen Lufteinlässen samt Wabengitter zu erkennen, 18-Zöller sind Serie. Hinten zieren dagegen zwei ovale Endrohre der Sportabgasanlage und ein zweigeteilter Dachkantenspoiler das Fahrzeugheck. Letzterer soll dabei nicht nur kosmetischer Natur sein, sondern wirklich den Abtrieb erhöhen. Damit man als Fahrer im Innenraum keinen Abflug macht, spendiert Volkswagen ArtVelours-Sportsitze mit ordentlich Seitenhalt und ein Sportlenkrad mit Lochleder-Applikationen. Preise nennt Volkswagen noch keine, gemunkelt wird aber über einen Startpreis etwas über 40.000 Euro. Der Marktstart ist für das Frühjahr 2021 angepeilt. (Text: Thomas Vogelhuber | Bilder: Hersteller)

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Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 Chefredakteur des AutoScout24 Magazins und verantwortet die inhaltliche sowie strategische Ausrichtung der Redaktion einschließlich der Weiterentwicklung aller Content-Formate, insbesondere im Bereich Video. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus und beschäftigt sich mit aktuellen Mobilitätstrends, neuen Antriebstechnologien sowie der Entwicklung des Automobilmarktes. Privat fährt er eine Mercedes-Benz S-Klasse S 450 4Matic W221.

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