Vorstellung: Renault Clio R.S. – Lust-Clio

Auf dem wohl schönsten Stand des Pariser Autosalons hat Renault die neue Clio-Generation in großer Anzahl weiträumig und facettenreich inszeniert.

Neben dem erfrischend gezeichneten Fünftürer sind gleich noch die Kombiversion Grandtour und der besonders flotte R.S. zu bewundern. Letzterer hat neben ordentlich viel Dampf unter der Haube auch noch einen feinen Optik-Trimm. Unter Sportwagen-Freunden galt der alte R.S. als Geheimtipp, denn sein bisher 201 PS starker Zwei-Liter-Saugbenziner galt als besonders authentisches Kraftpaket unter den mittlerweile meist aufgeladenen und deshalb synthetisch wirkenden Downsizing-Aggregaten. Doch dem Trend der Zylinderverkleinerung kann sich auch Renault nicht mehr entziehen und hat nun ein 1,6 Liter Hubraum reduzierten Vierzylinder mit Turboaufladung verpflanzt, der es auf glatt 200 PS bringt.

Zumindest auf dem Papier verschafft dieser Motor dem gut 100 Kilogramm leichteren R.S. gleich mehrere Vorteile: So stieg das für ein dynamischen Fahreindruck so wichtige Drehmoment von 215 auf 240 Newtonmeter und steht diese Kraft bei bereits 1.750 U/min zur Verfügung. Noch viel wichtiger aber: Der Spritkonsum soll im Vergleich zum Vorgänger um zwei auf knapp über sechs Liter gesunken sein. Allerdings bezogen auf den Normverbrauch, praktisch könnte der Turboaufschlag diese Prüfstand-Verbrauchsminderung leicht auffressen.

Starkes Technik-Paket

Immerhin hat es Renault nicht beim reinen Downsizing belassen und ein umfassendes Technikpaket zusammengestellt, welches zusätzlich für attraktive Performance bei wenig Durst sorgen soll. Dazu gehören eine Benzindirekteinspritzung, eine Schubenergie-Rückgewinnung, eine variable Ventilsteuerung und eine diamantartige Beschichtung der Nocken.

Eine technisch ebenfalls attraktive Neuheit beim R.S. ist das sechsstufige Doppelkupplungsgetriebe EDC. Im Schaltmodus Race sollen Gangwechsel nur 150 Millisekunden dauern und sich dank des cleveren Zusammenspiels zweier Kupplungen nahezu frei von Zugkraftunterbrechungen vollziehen. Alternativ bietet der Stark-Clio noch die Fahrmodi Sport und Normal. Wer nicht auf die automatische Schaltlogik vertrauen will, kann auch per Wippschalter hinterm Sportlenkrad den Gangwechsel manuell einleiten.

Tiefer oder noch tiefer

Neben dem Antrieb wurde auch das Fahrwerk für den sportlichen Fahreinsatz hin optimiert. Serienmäßig kommt der R.S. mit einem Sportfahrwerk, optional kann man eine um weitere fünf Millimeter dem Asphalt näher gebrachte Cup-Variante ordern, die zudem noch mehr Steifigkeit bieten soll. Ebenfalls serienmäßig wurden die Bremsen angepasst: So messen die vorderen Scheiben immerhin 320 Millimeter im Durchmesser.

Auch optisch kann der R.S. seine Sonderstellung eindrucksvoll demonstrieren. Dem normalen Clio haben die Franzosen ja bereits eine erfrischende Grunddynamik mit auf den Weg gegeben. Zudem sorgen beim R.S. noch eine spezielle Kühlermaske im Formel-1- Look, eine diffusorartige Heckschürze mit klangvollem Doppelauspuffendrohr, Seitenschweller und breitere LED-Tagfahrleuchten für eine kraftvolle Ausstrahlung. Schicke Aluräder mit 17 oder 18 Zoll Durchmesser und ein auffälliges Metallic-Gelb runden den Trimm ab.

Sportlich bis nobel

Auch innen herrscht ein gediegen-sportlicher Flair. Eigene Instrumente, Aluminiumpedale und Schalensitze (optional mit Leder) stimmen die Insassen auf eine ambitionierte Kurvengaudi ein. Und natürlich bietet der Clio auch Annehmlichkeiten wie ein Multimedia-Navi-Alleskönner mit USB- und Bluetooth-Schnittstellen oder das schlüssellose Zugangs- und Start-System Hands Free.

Über Preise hat sich Renault noch nicht geäußert, doch wird sich der neue R.S. wie üblich am Preisniveau des Vorgängers orientieren, der mit rund 30.000 Euro angesichts der hervorragenden Fahrleistungen als Schnäppchen unter den Kleinwagen-Krawallos galt. (mh)

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