Vorstellung: Audi S1/ S1 Sportback – Wilde Kerle

Mittlerweile schicken sich sogar Kleinwagen an, mit ähnlich enthemmenden PS-Vulkanen den Porsche-Fahrern dieser Welt das Leben schwer zu machen. Der jüngste Zwerg-Flitzer ist Audis S1 mit 231 PS und 370 Newtonmetern. Optisch kann sich der neue Power-Audi der immerhin schon vier Jahre alten Baureihe klar von seinen normalen Brüdern abheben. Die Xenon-Plus-Scheinwerfer sind ebenso neu wie die Grafik der LED-Rückleuchten. Modifikationen an Front- und Heckschürze, Seitenschweller, ein opulenteres Auspuffendrohr und ein größerer Heckflügel sind die klassischen Zutaten seiner Muskel-Aura.
Fahrwerk deutlich sportlicher abgestimmt
Serienmäßige 17-Zoll-Räder (optional 18-Zoll), 310er-Scheiben vorne und rote Bremssättel mit S1-Logo unterstreichen den sportlichen Anspruch und dürften zudem der Performance zuträglich sein. Audi spricht in diesem Zusammenhang von einem sportlich-straffen Setup, welches auch von verfeinerten Fahrwerkskomponenten profitiert. Die elektromechanische Lenkung wurde modifiziert und soll dank neuer Schwenklager spontaner einlenken. Eine Vierlenker-Achse ersetzt zudem die sonstige Verbundlenkerachse hinten.
Angesichts der üppigen Kraft waren diese Maßnahmen auch nötig. Der auf 231 PS eingestellte 2.0 TFSI kann den S1 in 5,8 respektive 5,9 Sekunden (Sportback) aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen und maximal 250 km/h schnell machen. Zum Vergleich: Der Golf R32 brauchte 6,4 Sekunden und erreichte maximal 247 km/h. Im Kleinwagen-Segment ist der Audi damit der Dynamik-König, selbst ein Mini JCW GP hat da klar das Nachsehen. Angesichts seiner unerhörten Fahrleistungen scheint der Normverbrauch von 7,0 beziehungsweise 7,1 Litern für den S1 recht bescheiden.
Allrad und Sperrdifferenzial
Der Performance zuträglich ist auch der serienmäßige Allradantrieb, der hier zwar den traditionellen Namen Quattro trägt, es sich im Kern jedoch um eine technisch einfachere Variante aus dem VW-Konzern handelt, bei der eine Lamellenkupplung die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse regelt. Um ein noch feinfühligeres Herausbeschleunigen aus Kurven zu ermöglichen, gibt es zudem an der Vorderachse ein elektronisches Sperrdifferenzial, wie es zum Beispiel unter dem Kürzel XDS serienmäßig auch beim VW Golf GTI zum Einsatz kommt.
Das besondere Performance-Niveau des S1 vermittelt auch der Innenraum. Sowohl Zweitürer als auch Sportback präsentieren sich in vornehmlich dunklen Töne. So sind unter anderem die Manschetten der Luftausströmer in Schwarz ausgeführt. Die Instrumente haben S-typische dunkelgraue Skalen, die Pedalkappen bestehen aus gebürstetem Edelstahl. Alternativ zu den serienmäßigen Sportsitzen sind S-Sportsitze mit integrierten Kopfstützen bestellbar.
Ab 29.950 Euro
Der S1-Spaß ist freilich nicht ganz billig. Ab dem zweiten Quartal 2014 kommen beide Karosserieversionen in den Handel, für mindestens 29.950 Euro mit einer schon umfangreicheren Serienausstattung. Der S1 bietet aber selbst noch für diesen Preis viele aufpreispflichtige Optionen. So kosten allein die zwei weiteren Einstiegtüren 850 Euro. Einige tausend Euro lassen sich auch in Luxus-Lösungen investieren. Ein Komfortschlüssel, die MMI-Navigation mit herausfahrbarem Farbdisplay, ein Bose-Sound-System oder der WLAN-Hotspot der Option Audi Connect sind nur einige der begehrenswerten Preistreiber. Im Vergleich zum exklusiven und fast 50.000 Euro teuren Audi A1 Quattro ist der S1 allerdings ein Schnäppchen. (mh)
Aktuelle Angebote

Audi S12.0 TFSI quattro
€ 29 000- 04/2018
- 65 000 km
- Benzin
- 7,2 l/100 km (komb.)

Audi S12,0TFSI quattro
€ 20 850- 11/2015
- 95 019 km
- Benzin
- 7,0 l/100 km (komb.)

Audi S1SB 2,0 TFSI quattro Limitiert nur 333 Stück
€ 89 990- 05/2017
- 3 000 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Alle Artikel
Alle ansehen
Smart Concept #2: Rückbesinnung auf das Original
Zuletzt hat Smart immer größere SUV-Modelle auf die Straße gebracht. Nun besinnt sich die Marke auf ihre Ursprünge. Das Serienmodell des Smart #2 soll im Oktober 2026 auf dem Pariser Autosalon vorgestellt werden.

VW ID.3 Neo (2026): Facelift startet bei 34.000 Euro
Der VW ID.3 Neo wird beim Modellwechsel kaum teurer. Das Basismodell des Wolfsburger Kompaktstromers ist aber nicht die beste Wahl.

Rolls-Royce Project Nightingale
Mit dem Projekt „Nightingale“ kündigt Rolls-Royce eine auf 100 Exemplare limitierte Cabrio-Version des elektrischen Spectre an, die modernen Antrieb mit verschwenderischen Formen der 1920er-Jahre verbindet.