Tesla präsentiert Model 3 Performance und senkt Preise

Mit dem 510 PS starken Model 3 Performance hat Tesla nicht mehr nur die Elektro-Konkurrenz im Blick. Leistungs- und Fahrwerte zielen auch auf etablierte Verbrenner-Größen ab. Gleichzeitig läuft das Geschäft für die Amerikaner derzeit schleppend - das normale Model 3 wird im Preis reduziert.

Das Tesla Model 3 Performance auf einen Blick*

  • Performance-Variante kehrt zurück
  • Jetzt 380 kW/510 PS und 741 Nm
  • Neues Adaptivfahrwerk
  • Verbesserte Hard- und Software
  • Ab sofort bestellbar
  • Grundpreis ab 56.990 Euro

*(Stromverbrauch kombiniert (WLTP): 16,7 kWh; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO2-Klasse: A)²

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Mehr Entwicklungsarbeit für bessere Fahrdynamik

Tesla hat tief in die Technikkiste gegriffen, um aus dem neuen Model 3 Performance, sechs Jahre nachdem die erste Sport-Variante vorgestellt wurde, ein deutlich gereifteres Produkt zu schaffen. So ist die Performance-Variante nicht einfach nur stärker, sondern unterscheidet sich in der Hard- und Software deutlich von den bisherigen 3er-Modellen der Amerikaner.

Die allradgetriebene Performance-Variante setzt auf die Leistung von zwei Elektromotoren, wobei die hintere E-Maschine eine komplette Neuentwicklung ist. Unterm Strich leistet das Tesla Model 3 Performance 380 kW/510 PS und verfügt über ein maximales Systemdrehmoment von bis zu 741 Nm. Die Fahrleistungen sind dementsprechend beeindruckend: Von null auf 100 km/h geht es in 3,1 Sekunden (M3 Competition xDrive*: 3,5 s) und die Höchstgeschwindigkeit wird mit bis zu 262 km/h angegeben. Das neuentwickelte und 15 Millimeter tiefer liegende Adaptivfahrwerk sowie der überarbeitete Track-Modus der Generation V3 sollen ihren Teil dazu beitragen, dass die Performance-Variante nicht nur geradeaus schnell ist.

*(BMW M3 Competition M xDrive, Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP): 10,1 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 230-229 g/km; CO2-Klasse: G)²

Jetzt lesen: Fahrbericht Tesla Model 3 Highland

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Etwas mehr Anmut im Innenraum

Die adaptiven Dämpfer sind dabei im Model 3 eine Premiere. Sie ermöglichen eine hohe Spreizung zwischen Komfort und Sport und sollen die Alltagstauglichkeit der Tesla-Limousine bewahren. Verzögert wird mittels einer Hochleistungs-Bremse, die sich hinter 20-Zoll-Aero-Felgen verbirgt. Wie ernst es den Tesla-Ingenieuren war, zeigt sich auch bei der Reifenwahl: Serienmäßig kommen Pirelli P Zero 4 zum Einsatz. Auch die Außenhaut des sportlichsten Model 3 wurde angepasst. Tesla verspricht 5 % weniger Luftwiderstand, 36 % weniger Auftrieb und 55 % bessere Balance zwischen Vorder- und Hinterachse im Vergleich zum vorherigen Model 3 Performance.

Innen wird versucht mit deutlich konturierten und klimatisierten Sportsitzen und Karbonfaser-Einlagen dem eher nüchternen Charakter des Model 3 entgegenzuwirken. Apropos Karbon: Tesla verbaut auf dem Kofferraumdeckel des Wagens einen Karbon-Spoiler, am unteren Teil des Hecks findet sich ein spezieller Diffusor.

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Marktstart Model 3 Performance und reduzierte Preise beim normalen Model 3 und Model S

Der Hersteller gibt an, dass die Auslieferungen des Tesla Model 3 Performance bereits im Mai beginnen. Der Grundpreis in Deutschland beträgt 56.990 Euro. Damit ist der Stromer deutlich günstiger als die Premium-E-Konkurrenz aus Deutschland, muss sich in Sachen Leistung aber auch nicht vor doppelt so teuren Verbrennern, wie einem BMW M3 Competition xDrive, verstecken.

Am Ende darf natürlich auch ein weiterer Hinweis nicht fehlen: Tesla reduziert die Preise der normalen Model 3 Varianten. Den Einstieg in die Tesla-Welt markiert weiterhin das heckgetriebene Model 3, dessen Preis um 2.000 Euro auf nun rund 41.000 Euro gefallen ist. Einen identischen Nachlass gibt es auch für die Allradversion, die nun bei 50.000 Euro startet. Für die große Limousine Modell S weist der Konfigurator ab sofort 93.000 Euro als Basispreis aus, was ebenfalls einem Nachlass von 2.000 Euro entspricht. (Text: tv, mh/sp-x | Bilder: Hersteller)

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Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 Chefredakteur des AutoScout24 Magazins und verantwortet die inhaltliche sowie strategische Ausrichtung der Redaktion einschließlich der Weiterentwicklung aller Content-Formate, insbesondere im Bereich Video. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus und beschäftigt sich mit aktuellen Mobilitätstrends, neuen Antriebstechnologien sowie der Entwicklung des Automobilmarktes. Privat gilt seine besondere Leidenschaft klassischen Fahrzeugen - sein Traumwagen bleibt der Audi RS 6 Avant C5 in Goodwood Grün.

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