Study: Renault Initiale Paris – Hauptstadt-Typ

Immerhin schon 11 Jahre ist die vierte Generation des Renault Espace auf dem Markt, die trotz dreier Modellpflegemaßnahmen und einer einst futuristisch anmutenden Aura einen doch etwas betagten Eindruck hinterlässt.

Jetzt präsentiert sich auf der IAA 2013 der für 2015 avisierte Nachfolger in Form der Studie Paris Initiale, die mit neuer Formensprache und neuem Luxus beeindrucken will. Mit 4,85 Meter ist der Initiale in etwa so lang wie der aktuelle Espace. Doch während sich das Serienmodell optisch ganz klar als Van zu erkennen gibt, will der Initiale mehr sein. So weckt der Ininitiale mit coupéhaftem Dachverlauf und dem durchgehend wirkenden seitlichen Fensterband Erinnerungen an den legendären Zweitürer-Van Avantime. Und wohl auch etwas mehr in seine Richtung, nämlich in die der Oberklasse, hat Renault den Initiale getrimmt. Das kommt nicht von ungefähr, denn Initiale ist eine Art Luxus-Ausstattung, die Renault künftig für viele Baureihen anbieten will.

Zitatenreich

Im Blechkleid der Espace-Studie finden sich ansonsten einige Details, die bereits von anderen Modellen der Marke her bekannt sind, wie zum Beispiel die mit dem neuen Clio eingeführte Taillierung oberhalb des Schwellers. Der Kühlergrill mit seinen wuchtigen Chromspangen und dem in die Motorhaube hineinreichenden Rhombus erinnert hingegen an das Gesicht des frisch gelifteten Koleos. Und wie dieser, so bietet auch der Initiale einige SUV-Elemente, wie zum Beispiel ein recht hoher Stand, eine Robust-Beplankung unten herum, oder der angedeutete Unterfahrschutz im unteren Bereich der Front- und Heckschürze.

Ansonsten sind es noch einige futuristisch anmutende Feinheiten, die das Design des Initiale prägen. Während die vorderen Leuchten ein markantes C-förmiges LED-Tagfahrlicht einrahmen, schimmert es aus den hinteren, dreidimensional wirkenden Lichtern in fluoreszierender Weise in der Außenfarbe des Fahrzeugs. Und statt klassischer Außenspiegel befinden sich auf den Schultern der Vordertüren kleine Kameras, um dem Fahrer Auskunft über den rückwärtigen Verkehr zu geben. Darüber hinaus gibt es noch diverse Paris-Zitate, wie zum Beispiel vielfach eingearbeitete Rautenmuster, die an den Eifelturm erinnern sollen, oder eine Alustruktur im Plexiglasdach, die den Stadtplan der französischen Hauptstadt abbildet.

Keine B-Säulen, aber 32 Lautsprecher

Und wie es sich für eine Raumwunder-Studie gehört, wurden die Fondtüren an den C-Säulen angeschlagen und gleich noch auf B-Säulen verzichtet, was einen besonders freien und dank ausklappbarer Trittbretten zudem bequemen Zugang zum futuristischen Innenraum ermöglicht. Das mit sterilen und edlen Materialien ausgekleidete Interieur ist geprägt von vier freischwebenden Einzelsitzen, deren Halterungen unten aus der Mittelkonsole kommen.

Die Mittelkonsole selbst ist mit einer multifunktionalen Multimedia-Infotainment-Installation gesegnet. Der Fond des Initiale-Vans bietet zudem eine durchgehende Rückbank, die allerdings aus einer Vielzahl von umklappbaren Elementen besteht. Ansonsten wirkt alles sehr aufgeräumt und luxuriös, 32 im Innenraum verteilte Lautsprecher des Bose-Soundsystems unterstreichen den Premium-Anspruch des Vans.

Einfach ein Diesel

Bei aller futuristischen Pracht: Der Espace-Ausblick hat sogar einen Motor bekommen, und dann noch einen ganz gewöhnlichen. Statt Pulsantrieb oder einer zumindest zeitgemäßen Elektrifizierung soll unter der kurzen Fronthaube lediglich ein 130 PS starker 1,6-Liter-Turbodiesel stecken, der mit stolzen 400 Newtonmeter für immerhin prächtigen Vortrieb bei niedrigen Normverbrauchswerten sorgen dürfte. Gekoppelt ist der Selbstzünder an das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe EDC. Mit dem Antrieb gibt sich der abgehobenen Paris Initiale also erstaunlich bodenständig. (mh)

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