Rolls-Royce Motor Cars feiert höchsten Jahresabsatz seit Gründung

Nach einem Rekordjahr 2018 konnte Rolls-Royce auch 2019 neue Rekordabsätze verbuchen. Erstmals in der über 100-jährigen Firmengeschichte konnten mehr als 5.000 Fahrzeuge verkauft werden. Vorangetrieben wurde das Plus maßgeblich durch den Rolls-Royce Cullinan, aber auch der Phantom bleibt beliebt.

Ohne Überschwang darf man behaupten, dass das Jahr 2019 für Rolls-Royce Motor Cars das beste seit Anbeginn der Firmengeschichte vor rund 116 Jahren war. Deutlich gegen den Trend der großen Volumenhersteller und auch der eigenen Muttergesellschaft BMW, haben die Engländer im Vergleich zu 2018 den Absatz um satte 25 Prozent steigern können. Damit setzte Rolls-Royce erstmals mehr als 5.000 Fahrzeuge ab, wobei es konkret 5.152 Luxuseinheiten waren.

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Cullinan treibt Absätze an, Ghost kommt 2020 neu

Angaben zum genauen Umsatz macht Rolls-Royce indes nicht. Firmenchef Torsten Müller-Ötvös gab allerdings gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bekannt, dass das Geschäft sehr profitabel sei. Müller-Ötvös ist es auch, der die hohen Absatzerfolge des neuen und ersten Rolls-Royce-SUV Cullinan (CO2-Emissionen: kombiniert 377-355 g/km; Kraftstoffverbrauch: kombiniert 16,6-15,6 l/100 km²) lobte. Dieser sei maßgeblich für den großen Erfolg der Engländer im letzten Jahr verantwortlich, wobei sich sein Absatz im laufenden Jahr 2020 voraussichtlich „stabilisieren“ wird. Wichtigstes Modell für Rolls-Royce bleibt weiterhin der Phantom (CO2-Emissionen: kombiniert 361-341 g/km; Kraftstoffverbrauch: kombiniert 15,9-15,0 l/100 km²), der zuletzt im Jahr 2017 runderneuert wurde. Nach gut elf Produktionsjahren verabschiedete sich Ende 2019 zudem der Ghost (CO2-Emissionen: kombiniert 378-360 g/km; Kraftstoffverbrauch: kombiniert 16,8-15,8 l/100 km²) von der Weltbühne, um Mitte 2020 in neuer Gestalt wieder den „Einstieg“ in die automobile Luxuswelt bei Rolls-Royce zu markieren.

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Absatzwachstum weltweit

Nicht nur in absoluten Zahlen ausgedrückt, sondern auch nach Regionen aufgeteilt war das vergangene Jahr für Rolls-Royce bemerkenswert. In mehr als 50 Staaten weltweit wird die Luxusmarke mittlerweile durch 135 Handelsbetriebe vertreten, wobei insbesondere Nordamerika, China und Europa in dieser Reihenfolge die Taktgeber sind. Doch auch in Japan, Katar, Australien, Singapur und Russland konnte die Luxusmarke höhere Absätze erzielen. Noch im Jahr 2020 wird man zudem den Bau des neuen Flagship-Store in der Londoner Berkeley Street abgeschlossen haben.

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Die elektrische Zukunft kann noch etwas warten

Die nahe Zukunft bei Rolls-Royce wird von Kontinuität geprägt sein. Eine Elektrifizierung der Fahrzeugmodelle ist geplant – wann und in welchem Umfang sie kommt ist aber bislang nicht bekannt. Da hier maßgeblich Technik von BMW zum Einsatz kommen wird, könnten auch noch ein paar Jahre vergehen, bis Batteriekapazität und Ladetechnik die Bedürfnisse der Kundschaft wirklich zu 100 Prozent decken. Wer kann sich heute schon einen Rolls-Royce Kunden vorstellen, der aus dem Kofferraum ein verschmutztes Ladekabel zieht? Dabei ist die Annahme des Selbstfahrers nicht unbegründet, entscheiden sich doch immer mehr zahlungskräftige junge Kunden für einen handgearbeiteten Rolls-Royce. Das durchschnittliche Alter der Käufer sank zuletzt in Richtung unter 45 Jahre. (Text: Thomas Vogelhuber | Bilder: Rolls-Royce)

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Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 Chefredakteur des AutoScout24 Magazins und verantwortet die inhaltliche sowie strategische Ausrichtung der Redaktion einschließlich der Weiterentwicklung aller Content-Formate, insbesondere im Bereich Video. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus und beschäftigt sich mit aktuellen Mobilitätstrends, neuen Antriebstechnologien sowie der Entwicklung des Automobilmarktes. Privat gilt seine besondere Leidenschaft klassischen Fahrzeugen - sein Traumwagen bleibt der Audi RS 6 Avant C5 in Goodwood Grün.

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