Porsche 911 Dakar beendet Erprobung

Der 953 machte den Anfang
Einen waschechten Offroad-Elfer gab es bei Porsche schon einmal. Für die Rallye Paris-Dakar 1984 bauten die Stuttgarter unter der Projektbezeichnung 953 ihren ersten Allrad-Sportwagen. Dieser gewann sogleich, pilotiert durch René Metge und Dominique Lemoyne, die härteste Rallye der Welt und lieferte die technische Grundlage für den Supersportwagen 959, der ab 1986 zu den Kunden rollte.
Im gleichen Jahr trat dieser, stark modifiziert, erneut bei der Rallye Paris-Dakar an und war ebenfalls so gut, dass nicht nur die beiden Teamfahrzeuge Platz eins und zwei belegten, sondern auch das Tank- und Begleitfahrzeug, gefahren durch Porsche Renningenieur Roland Kussmaul, noch auf den sechsten Platz der Automobilwertung fuhr.
Jetzt lesen: Porsche 959 im Fahrbericht
Porsche pflegt eine lange Allrad-Tradition
Der Rest ist Geschichte. Mit dem 964 Carrera 4 schaffte es das Allradsystem ab 1988 in die normale 911-Großserie, spätestens ab 2003 zementierten die Stuttgarter ihre Allradaffinität dann mit dem ersten Porsche Cayenne E1 und später auch mit dem Macan. Doch einen Elfer fürs Grobe blieb man der Fangemeinde schuldig – bis heute. Zwar zeigte man bereits 2012 unter der Bezeichnung „Vision Safari“ ein höhergelegtes Projektfahrzeug auf Basis des 911 (991), doch erst ab 2023 wird der Offroad-Elfer, möglicherweise unter dem Heritage-Label, als streng limitierter Dakar auf die Pisten dieser Welt rollen. Zumindest dann, wenn er nicht direkt bei so manchem Sammler in der Garage verschwindet.
Porsche gab nun bekannt, dass die Testfahrten weitestgehend abgeschlossen seien, der Porsche 911 Dakar mehr als 500.000 Testkilometer zurückgelegt hat, wovon allein 10.000 Kilometer nur Offroad-Strecken waren. Porsche Werksfahrer Romain Dumas zeigt sich maßgeblich an der Erprobung des hochbeinigen Sportwagens beteiligt, aber auch Rallye-Legende Walter Röhrl ließ es sich nicht nehmen, das Fahrverhalten auf Eis und Schnee zu testen.
Walter Röhrl zeigt sich im Vorfeld begeistert
Der altgediente Porsche-Markenbotschafter zeigte sich vorab begeistert: „Das Auto macht wahnsinnig viel Spaß. Es funktioniert alles präzise und ohne Aufregung. Kein Porsche-Kunde wird für möglich halten, was man mit diesem Auto alles anstellen kann, bevor er es selbst gefahren ist.“
Wenngleich Porsche bislang wenig über die Technik verrät, sickerten in den letzten Wochen, nicht zuletzt durch Erlkönig-Fotografen, so manche Details durch. So wurde ein und derselbe Dakar-Elfer während Erprobungsfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife mit zwei unterschiedlichen Fahrwerkshöhen gesichtet. Es ist daher anzunehmen, dass Porsche für den 911 Dakar auf ein verstellbares Luftfahrwerk setzt. Einstellbar könnte die Höhe durch einen extra Fahrmodi am Mode-Schalter des Lenkrads sein – sozusagen der erste Porsche 911 mit Offroad-Modus.
Erporbung auf 6.007 Metern Höhe
Porsche selbst wiederum jagte Chef-Tester Romain Dumas erst kürzlich mit einem stark modifizierten 911 Carrera 4S auf den mit 6.007 Meter höchsten Vulkan der Welt, den Ojos Del Salado in Chile. Wenngleich Fahrwerk, Antriebsstrang, Karosserie und selbst die Lenkung nicht mehr dem Serienzustand entsprechen – der 450 PS starke 3,0-Liter-Biturbo-Boxermotor wurde angeblich nicht verändert (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 11,1-10,2 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 253-231 g/km)².
Das könnte ebenfalls Rückschlüsse auf den 911 Dakar und dessen Motorisierung zulassen. Der 3,0-Liter-Serienboxer gilt demnach als ausreichend robust und stellte spätestens mit der Rekordfahrt unter Beweis, dass er auch unter klimatischen Extrembedingungen zum Einsatz kommen kann – also perfekt für ein Wald-, Wiesen-, Eis-, und Schneefahrzeug wie den Dakar. Spätestens am 16. November 2022 wissen wir dann mehr. Dann wollen die Stuttgarter ihren Porsche 911 Dakar im Rahmen der Los Angeles Auto Show offiziell enthüllen. (Text: tv | Bilder: Hersteller)
Aktuelle Angebote

Porsche 911**GT3 RS** mit **Weissach-Paket**
€ 499 9001- 08/2025
- 420 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Porsche 911GT2 RS 145 of 500 EXP € 698.980,-
€ 773 980- 10/2010
- 6 978 km
- Benzin
- 11,9 l/100 km (komb.)

Porsche 911Carrera Coupe S PDK Sport Chrono
€ 161 990- 03/2023
- 12 800 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Porsche 911Turbo (996)
€ 64 911- 04/2001
- 120 800 km
- Benzin
- 13,9 l/100 km (komb.)

Porsche 911Targa 4S |Sport Chrono Paket|Sportabgasanlage
€ 143 834- 04/2018
- 76 200 km
- Benzin
- 8,0 l/100 km (komb.)

Porsche 911Targa 4S I (992)
€ 169 911- 05/2021
- 74 699 km
- Benzin
- 10,8 l/100 km (komb.)

Porsche 911Carrera 4S
€ 209 900- 06/2026
- 10 km
- Benzin
- 10,6 l/100 km (komb.)

Porsche 911Turbo Coupé I (992)
€ 259 911- 05/2021
- 27 000 km
- Benzin
- 12,1 l/100 km (komb.)

Porsche 911Carrera T
€ 189 911- 03/2026
- 99 km
- Benzin
- 10,5 l/100 km (komb.)

Porsche 911GT3 PDK ''KERAMIK*CARBON*LIFT*KREIDE''
€ 239 950- 01/2023
- 8 285 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Porsche 911Carrera 4 GTS
€ 259 911- 06/2026
- 12 km
- Benzin
- 10,4 l/100 km (komb.)

Porsche 911Carrera T Cabriolet
€ 194 911- 03/2026
- 15 km
- Benzin
- 10,7 l/100 km (komb.)

Porsche 911Turbo Vollrestauriert
€ 119 980- 02/1976
- 64 000 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Porsche 911Targa 4 GTS
€ 253 900- 05/2026
- 2 458 km
- Benzin
- 10,6 l/100 km (komb.)

Porsche 911GT 3 Coupe PDK *Vollschalensitze*Kamera*Navi*20Zol
€ 234 960- 09/2021
- 37 044 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Reduziert
Porsche 911911 Carrera 4
€ 97 900- 05/2015
- 51 173 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Porsche 911Carrera 991.2 //Approved //Ö-Ausl. //Martini
€ 109 991- 02/2017
- 49 000 km
- Benzin
- 7,4 l/100 km (komb.)

Porsche 911Carrera 4 GTS*PASM-SPORTFAHWERK*ABGASANL.*PTV*
€ 243 9111- 03/2026
- 1 777 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Porsche 911Carrera Coupe //APPROVED//360°//PORSCHE PSE //
€ 135 9991- 07/2020
- 46 000 km
- Benzin
- 12,7 l/100 km (komb.)
Alle Artikel
Alle ansehen
Renault Megane E-Tech (2026): Neues Gesicht, LFP-Akku und endlich 500-Kilometer Reichweite
Renault überarbeitet den Megane E-Tech umfassend. Und das Facelift hat es in sich: Statt bloßer Kosmetik-Korrektur krempeln die Entwickler vor allem die Batterie-Technologie radikal um, spendieren deutlich mehr Reichweite und bringen künstliche Intelligenz ins Cockpit.

Audi A3 Modellpflege (2026): Großes Digital-Upgrade mit Riesen-Display und weniger Tasten
Audi wertet den A3 technisch und digital auf. Die größte Änderung betrifft das Interieur. Ein riesiges Curved-Display zieht ein, viele echte Knöpfe fliegen raus und die Assistenzsysteme lernen das autonome Bremsen an roten Ampeln. Die A3-Modelle stehen im September ab 31.850 Euro beim Händler.

Porsche 911 GT3 Earls Court 51 Edition: Dieser Elfer trägt Grün, Holz und Cord
Porsche legt zum 75-jährigen Jubiläum in Großbritannien ein besonders exklusives Sondermodell auf. Basis der Earls Court 51 Edition ist der 911 GT3 mit Touring-Paket, 4,0-Liter-Boxer und 510 PS. Lackierung und Ausstattung greifen die Geschichte des Porsche 356 auf. Gebaut werden nur 51 Exemplare.
