Opel Grandland – ohne X, aber mit Vizor-Front

Der neue Opel Grandland wird auf den aktuellen Look der Marke frisiert. Dafür geht das X im Namen und Vizor-Markengesicht sowie das Pure Panel ziehen ein. Antriebstechnisch bleibt alles beim Alten, denn hier baute der Rüsselsheimer Bestseller schon immer auf französische Technik.

Er ist einer der Bestseller im Programm der Rüsselsheimer und war 2017 das zweite Modell nach dem Crossland X, der auf einer PSA-Plattform aufbaute. Nun ist auch der große SUV bereit für seinen zweiten Lebensabschnitt, für den er sich einer umfassenden Kur unterziehen durfte.

Das Opel Vizor, also das neue Markengesicht, das maskenartig Scheinwerfer und Kühlergrill miteinander vereint, wurde nun auch auf den Grandland übertragen. Nach dem Mokka und dem Crossland ist er nun das dritte Serienmodell mit dem neuen Look. Den Opel Manta GSe ElektroMOD und den jüngst geteaserten Opel Astra wollen wir noch nicht dazu zählen.

Opel-Grandland-2022-Interieur

Vizor-Front fügt sich nicht so harmonisch ein wie beim Mokka

Man merkt dem Opel Grandland allerdings an, dass die neue Frontpartie nicht von vornerein ins Design des Fahrzeugs gedacht wurde. Gerade an den Übergängen zu den Kotflügeln sieht man, dass die ursprüngliche Scheinwerfer-Form eine andere war. Gerade beim Mokka sieht und beim neuen Astra wird die Vizor-Front deutlich knackiger aussehen.

Technisch muss sich der Grandland allerdings nicht verstecken. Auch er wird optional mit IntelliLux Pixel-LED-Scheinwerfern angeboten, die mit 84 einzeln steuerbaren Elementen pro Seite blendfreie Fernlicht-Ausleuchtung in jeder Situation ermöglichen soll. Auch bei der Fahrerassistenz macht er einen Schritt nach vorne und verfügt nun über Frontkollisionswarner und eine verbesserte Version des adaptiven Abstandstempomaten, der nun auch bis zum völligen Stillstand funktioniert.

Opel-Grandland-2022-Dynamic

Erstaunlich viel Veränderung im Innenraum des Opel Grandland

Im Interieur fällt die Veränderung für eine Modellpflege ebenfalls überraschend tiefgreifend aus. Das komplette Armaturenbrett wurde neugestaltet und das Opel Pure Panel fand Einzug. Mit der durchgehenden Displayfläche hinter dem Lenkrad bis weit in die Cockpit-Mitte möchten die Rüsselsheimer die Bedienung erleichtern. Weniger Ablenkung und mehr Konzentration beim Fahren soll das Ergebnis der Maßnahmen sein, die schon beim Mokka guten Anklang gefunden haben.

Antriebsseitig hält man sich in Rüsselsheim noch bedeckt, allerdings spricht Vorstandschef Michael Lohscheller von „wirtschaftlichen Benzin- und Dieselmotoren, sowie leistungsstarken Plug-in-Hybriden“ (Fahrzeug steht noch nicht zum Verkauf, Homologation ausstehend)². Damit dürfte klar sein, dass die gerade kürzlich auf EU6d-gehievten Motoren unverändert im Programm bleiben.

Den Einstieg markiert entsprechend ein 96 kW/130 PS starker Dreizylinder-Turbo, darüber rangiert der 1.6-Liter-Vierzylinder mit 132 kW/180 PS. Ihn wird es weiterhin als Frontantrieb-Hybrid mit 165 kW/225 System-PS oder als Allrad-Hybrid mit 225 kW/306 System-PS geben. Die Selbstzünder-Fans werden mit dem einzig verbliebenen Diesel Vorlieb nehmen müssen. Der 1.5-Liter-Vierzylinder mit 96 kW/130 PS ist schon seit letztem Jahr der letzte Ölmotor für den Opel Grandland. Preise gibt es erst im Spätherbst, wenn die gelifteten Grandlands bei den Händlern vorfahren. (Text: fm | Bilder: Hersteller)

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