Morgan Plus Four CX-T – Offroad-Roadster

Der kleine Autohersteller Morgan ist immer mal wieder für Überraschungen gut. Neuester Coup der Briten ist der Plus Four CX-T (Fahrzeug steht noch nicht zum Verkauf, Homologation ausstehend²), bei dem es sich im Kern um ein klassisches Modell der Sportwagenschmiede handelt, das jedoch für den Einsatz abseits befestigter Straßen optimiert wurde. Von dem Wüstenbezwinger will Morgan acht Exemplare zum Stückpreis von umgerechnet rund 238.000 Euro bauen.
Schlechtwegequalitäten dank Kooperation mit Offroad-Spezialisten
Basis für das eigenwillige und auf ein sehr spezielles Kundenprofil zugeschnittene Modell ist der 2020 eingeführte Plus Four, der auf der neuen CX-Plattform aufsetzt. Für den Umbau zum geländegängigen CX-T ist Morgan eine Kooperation mit Rally Raid UK eingegangen, einem Hersteller von Dakar-Rennwagen.
Gemeinsam mit Morgan haben die Offroad-Spezialisten ein Fahrwerkspaket entwickelt, das auf höhere Robustheit, Stabilität und Traktion ausgelegt wurde und außerdem mehr Bodenfreiheit und längere Federwege bietet. Einige der verwendeten Teile, etwa das Gewindefahrwerk, kommen normalerweise in Off-Road-Wettbewerbsfahrzeugen zum Einsatz. Selbst felsiger Untergrund soll für den CX-T kein Hindernis sein, denn untenrum wurde ein fünfteiliger Unterbodenschutz montiert.
Weiterhin mit Hinterradantrieb, Motor von BMW
Der Antrieb, ein Zweiliter-Turbobenziner von BMW, wurde um die elektronische Hinterachsdifferenzialsperre aus dem X-Drive-Baukasten erweitert. So kann der Fahrer des Morgan zwischen den drei Fahrmodi „Road“, „All-Terrain“ und „Extrem“ und damit zwischen vollständiger Öffnung sowie 45- oder 100-prozentiger Sperrung des Differenzials wählen.
Der Innenraum zeichnet sich unter anderem durch eine spezielle Schienen-Halterung für Handys oder Kameras aus, zusätzlich sind Kartenleuchte und Notebookhalter sowie eine Kühltasche an Bord. Das speziell für den CX-T gefertigte Hardtop wurde für die Montage eines Überrollkäfigs konstruiert. Das Exoskelett des CX-T erlaubt den Transport von Fahrrädern oder einem Surfbrett.
Die abnehmbaren Seitenscheiben lassen sich auf dem Dach montieren. Ein Gepäckträger im Heck beherbergt zwei robuste und wasserdichte Gepäckkoffer, eine Aluminium-Werkzeugbox, zwei 11-Liter-Behälter sowie zwei Ersatzräder. Die acht Exemplare des Wüstenrenners sollen noch dieses Jahr gebaut und verkauft werden. (Text: mh/sp-x, tv | Bilder: Hersteller)
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