Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé: Die Performance-Sänfte

Die Rekordrunde auf der Nürburgring-Nordschleife hat der schnelle Viertürer aus Affalterbach seit letztem Jahr bereits inne. Möglich war das vor allem durch die umfassend überarbeitete Fahrwerksgeometrie mit völlig geänderter Elastokinematik. Neue Fahrschemellager, angepasste Kopflager ausgesteifte Zugstreben und Schubstreben sorgen an der Hinterachse für mehr Präzision. An der Vorderachse war der Griff in die Trickkiste noch größer. Hier kommen seit letztem Jahr asymmetrische Zugstrebenlager zum Einsatz, die je nach Belastungsrichtung unterschiedlich nachgiebig sind. So sind sie etwa längs deutlich nachgiebiger und damit komfortabler, lassen in Querrichtung aber keine Rückmeldung und Lenkpräzision verlieren.
Der Aufwand und Feinschliff im Rahmen der Serienfertigung wird nun für die Sechszylindermodelle GT 43 4Matic+ und GT 53 4Matic+ (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 10,0-9,2 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 226-209 g/km²) noch einmal erhöht, denn die beiden Einstiegs-Viertürer kommen in den Genuss eines völlig überarbeiteten Dämpfungssystems, das direkt aus dem Motorsport stammt.
Das neue Dämpfersystem der Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé sorgt für mehr Komfort
Herzstück des neu abgestimmten AMG Ride Control+ Fahrwerks mit Mehrkammerluftfederung sind die stufenlosen Verstelldämpfer zum Einsatz mit externen Druckbegrenzungsventilen. Diese sogenannte Piggyback-Lösung wird in den Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé mit dem feinen Reihensechszylinder sogar für Zug- und Druckstufe getrennt angewendet.
Sowohl das Einfedern, als auch das Ausfedern des Rades kann nun getrennt geregelt werden und die Dämpfung perfekt auf die jeweiligen Bedürfnisse des Fahrers und die Fahrsituation angepasst werden. Zudem bietet die Lösung mit den externen Regelventilen den Entwicklern die Möglichkeit eine noch größere Spreizung der Dämpfkraftkennlinien zu realisieren. Damit sind sowohl GT 43, als auch GT 53 nicht nur komfortabler, sondern bei Bedarf auch noch sportlicher unterwegs. Denn auch wenn die meisten der großen Viertürer aus Affalterbach eher gemütlich bewegt werden: Sie könnten, wenn sie müssten.
Die Lifestyle-Änderungen betreffen nur die Modelle GT 43 und GT 53.
Technisch bleibt bei beiden Sechszylindern ansonsten alles beim Alten. Mit 270 kW/367 PS und 500 Nm, sowie 320 kW/435 PS und 520 Nm sorgen sie allerdings schon als Basismodelle für ausreichend Vortrieb. Zudem hilft der 48V-E-Booster mit 22 PS und 250 Nm am Start jeweils kräftig nach. Weitere Änderungen beziehen sich rein auf Kosmetik. Offensichtlichste Änderung ist das nun optional gleiche Erscheinungsbild von Sechs- und Achtzylindermodellen. Mit dem V8-Styling-Paket tragen nun alle Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé den Panamericana-Kühlergrill an der Front, egal welcher Motor unter der Haube schlägt.
Zum Marktstart des Lifestyle-Updates hat Mercedes-AMG zudem ein Editions-Modell geschnürt, das sämtliche Änderungen inszeniert. In rubellirot-Metallic steht es auf 21-Zoll-Schmiederädern mit Aero-Applikationen. Die Exterieurdetails glänzen in Hochglanzchrom und innen buhlt das neue AMG Performance Lenkrad in zweifarbigem grau und schwarz um Aufmerksamkeit. Das Holz des Editionsmodells ist Esche grau, dazu gibt es eine passende Exklusivlederausstattung in Nappa nevagrau.
Zu den Preisen sowohl für die Edition, als auch für die anderen Sechszylinder-Modelle hat sich Mercedes-AMG noch nicht geäußert. (Text: fm | Bilder: Hersteller)
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