Mazda CX-60: Garantierter Umweltbonus und Reihensechszylinder

Mazda stellt sich für die Zukunft breit auf und positioniert sich als einer der letzten Hüter altgedienter Fahrfreuden. Wo anderswo Hubraum reduziert wird, bringen die Japaner den Sechszylinder zurück. Auf der anderen Seite wird Plug-in-Hybrid-Kunden der volle Umweltbonus für den CX-60 garantiert.

Wie konträr sich die Autowelt derzeit entwickelt, zeigt das Beispiel Mazda. Die Japaner, nicht unbedingt bekannt als glühende Verfechter der E-Mobilität, haben mit ihrem MX-30 (Stromverbrauch kombiniert: 17,3 kWh/100 km; CO2-Emissionen 0 g/km)² zwar einen reinen Stromer im Programm und wollen nun auch mit dem neuen CX-60 Plug-in Hybrid (Kraftstoffverbrauch kombiniert, gewichtet: 1,5 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert, gewichtet: 33 g/km)² kräftig durchstarten – der zum Jahreswechsel höchstwahrscheinlich wegbrechende Umweltbonus könnte dem Absatz der Stromer allerdings herbe entgegentreten.

Laut Unternehmensangaben wurden mittlerweile 4.500 Kaufverträge für den teilelektrischen CX-60 Hybrid unterschrieben, die nach dem Willen des Unternehmens auch noch bis zum 31.12.2022 zulassungsfähig ausgeliefert werden sollen. Ist das nicht der Fall, übernimmt Mazda unter gewissen Voraussetzungen (im Aktionszeitraum zwischen 1. Juli und 30. September 2022), in Zusammenarbeit mit teilnehmenden Händlern, den staatlichen Anteil der Kaufförderung. Maximal beteiligen sich die Japaner also mit bis zu 7.177,50 Euro am neuen Hybrid-SUV, wobei Mazda den Herstelleranteil so oder so getragen hätten.

Gleiches Auto, andere Motoren, keine Förderung

Ungeachtet dessen treibt man den Ausbau der CX-60 Antriebspalette voran und stellt ab August 2022 einen neu entwickelten, hocheffizienten 3,3-Liter-Reihensechszylinder-Diesel (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,3-4,9 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 137-127 g/km)² zur Vorbestellung bereit. 200 oder 254 PS Leistung sind möglich, wobei der Schwächere Skyactiv-D-Motor stets mit Hinterrad und die Top-Version mit Allradantrieb vorfährt. Preise für das neue 48-Volt-Triebwerk bleiben die Japaner bislang schuldig, kündigen aber gleichwohl an, zu einem späteren Zeitpunkt den bereits früher angekündigten 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Benziner (Vorserie, Homologation ausstehend)² nachzureichen. Der deutschen Pressemitteilung folglich auch für Deutschland.

Zur Gänze auf Verbrenner setzt aber auch Mazda nicht. 2025 will man eine neue skalierbare E-Auto-Plattform vorstellen, schon 2023 folgt die Positionierung des SUV CX-80 7-Sitzer, dann höchstwahrscheinlich ebenfalls mit Plug-in-Antrieb. (Text: tv | Bilder: Hersteller)

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