Jeep Grand Wagoneer – die Rückkehr einer Ikone

Jeep lässt die Markennamen Wagoneer und Grand Wagoneer nach fast 30-jähriger Pause wiederaufleben. Zunächst präsentieren die Amerikaner eine seriennahe Studie des Full-Size-SUV – dass es gebaut wird, gilt allerdings als sicher.

Groß, größer, Jeep Grand Wagoneer (Fahrzeug wird noch nicht zum Verkauf angeboten, Homologation ausstehend²). Die Tochtermarke von Fiat-Chrysler präsentierte dieser Tage eine seriennahe Studie zum Jeep Wagoneer und dem luxuriöseren Grand Wagoneer. Beide Modelle sollen an die beliebten Full-Size-SUVs erinnern, die zwischen 1963 und 1993 gebaut wurden. Angepeilt ist ein Markstart in den USA für 2021, gebaut werden soll der Wagoneer in Warren, Michigan, wo bereits der aktuelle RAM 1500 (hier im Test) vom Band läuft.

Jeep-Grand-Wagoneer-Front

Jeep Wagoneer mit Hybrid-Option

Mit dem Pick-up soll sich das SUV auch so manche Technikkomponente, etwa die Motoren, teilen. Zwar nennt Jeep offiziell noch keine Motorisierungen, doch spricht vieles dafür, dass zumindest der 5,7-Liter-HEMI-eTorque Mild-Hybrid zum Einsatz kommen könnte. Gleichzeitig ist eine Plug-in-Hybrid-Variante im Gespräch, die auf einen neuentwickelten Reihensechszylinder-Benziner setzt. Nachdem Mitbewerber General Motors bei seinen Full-Size-SUVs Suburban und dem Luxusableger Cadillac Escalade erstmals einen 3,0-Liter-Duramax-Diesel anbietet, RAM ebenfalls eine solche Option im Programm hat, ist auch ein Wagoneer mit Selbstzünder nicht gänzlich ausgeschlossen.

Jeep-Grand-Wagoneer-Interieur

Europa-Debüt unwahrscheinlich

Ob die Diesel-Option den großen Ami dann für europäische Kunden interessant macht, darf allerdings bezweifelt werden. Unterschiedliche Abgasnormen und nicht zuletzt ein gänzlich anderes Käuferverhalten werden eine Markteinführung des Wagoneers für Jeep hierzulande unwirtschaftlich machen. Wer dennoch mit dem Luxus-Geländewagen liebäugelt, kann immerhin über den Weg des Importeurs sein Glück versuchen.

Jeep-Grand-Wagoneer-Rearseats

Luxuriöser Innenraum

Dass Jeep mit dem Wagoneer nicht nur die amerikanische Konkurrenz im Blick hat, zeigt sich spätestens im großzügigen Innenraum. Leder wohin das Auge schaut, ein digitales Instrumentencluster und standesgemäße Bildschirme für Infotainment und Klimatisierung. Daneben findet sich, ähnlich wie im Porsche Taycan, ein weiterer Bildschirm für den Beifahrer. In der zweiten Sitzreihe geht es nicht weniger medial zu, beide Hinterbänkler haben die Option auf zusätzliche Monitore, die Klimaanlage wird auch hier per Touchscreen bedient.

Jeep-Grand-Wagoneer-Rear

Erste Schätzungen zum Preis

Zumindest bei der Studie zum Grand Wagoneer spart Jeep nicht mit entsprechenden Schriftzügen innen und außen, die verwendeten Materialien wirken auf den ersten Bildern durchaus hochwertig. Preislich wird der Jeep Wagoneer von US-Medien derzeit bei rund 45.000 Dollar angesetzt, der Grand Wagoneer könnte hingegen ab 65.000 Dollar starten. Beide Preisangaben sind allerdings Schätzungen und selbstredend abhängig von der gewählten Ausstattung und Motorisierung. (Text: Thomas Vogelhuber | Bilder: Hersteller)

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Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 Chefredakteur des AutoScout24 Magazins und verantwortet die inhaltliche sowie strategische Ausrichtung der Redaktion einschließlich der Weiterentwicklung aller Content-Formate, insbesondere im Bereich Video. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus und beschäftigt sich mit aktuellen Mobilitätstrends, neuen Antriebstechnologien sowie der Entwicklung des Automobilmarktes. Privat gilt seine besondere Leidenschaft klassischen Fahrzeugen - sein Traumwagen bleibt der Audi RS 6 Avant C5 in Goodwood Grün.

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