Hat die IG Metall bei VW das 20.000-Euro-Elektroauto verhindert?

Volkswagen steckt in einer tiefen Krise. Management-Fehlentscheidungen, Qualitätsprobleme bei Software und Fahrzeugen sowie verpasste Investitionen haben den Konzern ins Straucheln gebracht. Während die Wolfsburger den Anschluss im wichtigen chinesischen Markt bereits längst verloren haben, fehlt es in Europa an bezahlbaren Elektroautos. In seiner aktuellen Situation wirkt der Konzern in etwa so schwerfällig wie ein Hochseefrachter im tobenden Sturm.
Eine Äußerung, die Fragen aufwirft
Um den Gegenkurs einzuleiten, plante die Konzernspitze offenbar eine Partnerschaft mit Renault: Gemeinsam sollte ein bezahlbarer Elektro-Kleinstwagen auf Basis des geplanten E-Twingo entwickelt werden, der noch 2026 hätte auf den Markt kommen können. Doch wie zunächst motor1 Deutschland berichtet hat, scheiterten diese Pläne offenbar am Widerstand der IG Metall und der VW-Betriebsratsvorsitzenden Daniela Cavallo. In der September-Ausgabe 2024 der VW-Betriebsratszeitung "Mitbestimmen!" fand Cavallo deutliche Worte: „Für ein Herzstück unserer Elektro-Strategie, den künftigen VW-Kleinstwagen (VW ID.1, anm. d. Redaktion), wollte man sich dem Wettbewerb an den Hals werfen und ihn bei Dacia bauen lassen.“
Der Gebrauch des Wortes „wollte“ lässt vermuten, dass die Entscheidung bereits gefallen ist und VW sich letztlich gegen eine Kooperation mit den Franzosen entschieden hat. Somit wird der Konzern keinen Anteil am Renault Twingo E-Tech haben, der als preisgünstiges Elektroauto ab etwa 20.000 Euro das Renault-Angebot unterhalb von R5 und R4 abrunden wird. Die Kooperation wäre für Volkswagen (und insbesondere seine Kunden) in jedem Fall ein wichtiger Schritt in Richtung bezahlbare E-Mobilität gewesen, gerade da das Segment derzeit mit dem Dacia Spring und dem Leapmotor T03 nur zwei Konkurrenten zählt. Während der Dacia Spring komplett in China produziert wird, wird der Leapmotor T03 in Polen endmontiert, seine Teile stammen aber ebenfalls aus dem Reich der Mitte.
Renault fertigt den neuen E-Twingo in Slowenien
Ein wesentlicher Grund für den Widerstand von IG Metall und Betriebsratschefin Cavallo dürfte in der Produktionsstätte liegen: Das angedachte Fahrzeug wäre nicht in Deutschland gefertigt worden, sondern bei der slowenischen Renault-Tochter Revoz in Novo Mesto. Laut weiteren Informationen von motor1 sollen die niedrigen Kosten des neuen Renault Twingo durch eine verkürzte Produktionszeit und einen gesteigerten Durchsatz ermöglicht werden.
Am Ende stellt sich die Frage, wie stark sich die IG Metall und Daniela Cavallo tatsächlich gegen diese Pläne gestellt haben. Ein Blick in die IG-Metall-Zeitung lässt zumindest Zweifel aufkommen, ob sich die VW-Betriebsratschefin im Detail mit der Materie befasst hatte: Das slowenische Renault-Werk gehörte nämlich nie zu Dacia und hat bisher auch keinen Dacia gefertigt. Vielmehr ist es Teil der zuvor erwähnten Tochtergesellschaft Revoz, die als Auftragsfertiger unter anderem den Smart Forfour gebaut haben.
VW ID.2 wird ebenfalls nicht in Deutschland gebaut
Ein weiterer interessanter Punkt: Volkswagen arbeitet seit einiger Zeit am ID.2, einem Elektrokleinwagen, der Ende 2026 ab rund 25.000 Euro auf den Markt kommen soll - unabhängig von den Plänen mit Renault. Doch auch dieser wird aufgrund der hohen Lohnkosten nicht in Deutschland produziert, sondern im ehemaligen Polo-Werk im spanischen Pamplona. Der VW Polo wird inzwischen (noch günstiger) im südafrikanischen Werk gebaut. (Text: tv | Bilder: Hersteller | Quelle: motor1 Deutschland)
Aktuelle Angebote

Mercedes-Benz G 450G-Klasse G 450d STRONGER THAN THE 1980s 1 of 460
€ 299 9801- 09/2025
- 130 km
- Elektro/Diesel
- 9,9 l/100 km (komb.)
Neu
Ferrari SF90 Stradale1 of 1 Novitec EXP € 416.650,-
€ 554 9801- 07/2026
- 78 km
- Elektro/Benzin
- 6,1 l/100 km (komb.)

Hyundai i20Life - nur für Händler oder Bastler (kein Pickerl)
€ 2 950- 05/2013
- 137 661 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
SEAT LeonST Style 1,6 TDI CR DSG
€ 3 800- 12/2014
- 322 000 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Volkswagen Polo1.0 TSI Edition R-Line, ACC, NAVI, LED,
€ 8 490- 08/2019
- 101 000 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Skoda OctaviaElegance 1.6 TDI DPF *Nur an Gewerbetreibende*
€ 2 400- 01/2013
- 272 900 km
- Diesel
- 4,5 l/100 km (komb.)

Fiat 500Lounge
€ 3 700- 04/2010
- 147 900 km
- Benzin
- 5,1 l/100 km (komb.)

Hyundai i30TEMPOMAT KLIMA-AUTOMATIK PDC
€ 4 490- 10/2013
- 112 062 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Skoda Rapid/SpacebackRapid 1,2**NUR 80.000KM**NEUES -PICKERL6/2027*...
€ 5 999- 02/2013
- 80 000 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
Audi A4Avant 2.0 TDI design ultra Aut XENON NAVI
€ 12 290- 03/2017
- 174 933 km
- Diesel
- - (l/100 km)

BMW 525525 d xDrive | NAVI | XENON | AHK |
€ 7 890- 04/2013
- 268 455 km
- Diesel
- 5,4 l/100 km (komb.)

Bentley ContinentalGT Coupe V8 Hybrid *TRAUM*EXKLUSIVKONFIG*Garantie*
€ 339 990- 01/2026
- 2 000 km
- Elektro/Benzin
- - (l/100 km)

Audi A62.0 TFSI quattro Aut LED NAVI SITZHZG TEMP
€ 13 090- 03/2018
- 204 703 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Peugeot 5008GT Line
€ 14 990- 09/2020
- 163 000 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Ferrari 296Speciale *Carbon*Rosso Magma*TwoTone*Lift*Prompt*
€ 699 9001- 07/2026
- 50 km
- Elektro/Benzin
- 1,0 l/100 km (komb.)

Mercedes-Benz CLA 250CLA 250 e Aut.|AMG-LINE|KEYLESS|PANO|WIDESCREEN
€ 29 990- 09/2022
- 56 600 km
- Elektro/Benzin
- - (l/100 km)
Neu
Peugeot e-200850kWh GT
€ 16 490- 03/2021
- 56 860 km
- Elektro
- - (kWh/100 km)
Neu
Audi A11.2 TFSI intro
€ 7 900- 11/2014
- 145 960 km
- Benzin
- 5,0 l/100 km (komb.)
Neu
Kia Sportage1.6 GDI PARKHILFE KLIMA-AUTOMATIK
€ 2 790- 03/2011
- 282 852 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Alle Artikel
Alle ansehen
Audi Q9 (2026): Das XXL-Flaggschiff greift BMW X7 und Mercedes GLS an
Audi erweitert sein SUV-Portfolio nach oben. Der neue Audi Q9 ist 5,31 Meter lang, bietet serienmäßig sieben Sitze und startet als V6-Diesel mit 299 PS. Optional gibt es sechs elektrisch verstellbare Einzelsitze, automatische Türen und ein 4D-Soundsystem. Die Preise starten bei 108.400 Euro.

Elektromobilität braucht Vertrauen: Interview mit Merbag-CEO Martin Heger
Der Kauf eines Elektroautos wirft für viele Menschen noch immer neue Fragen auf – insbesondere dann, wenn es sich um ein gebrauchtes Fahrzeug handelt. Wie gut ist die Batterie tatsächlich? Welche Reichweite kann ich im Alltag erwarten? Und worauf sollte ich beim Kauf achten?

Mercedes-AMG G 63 Cabriolet: Oben ohne und gar nicht bescheiden
Die offene G-Klasse kommt zurück. Der erste Teaser zeigt das Mercedes-AMG G 63 Cabriolet mit vier Türen, Stoffverdeck, Reserverad und seitlichen Endrohren. Damit wird klar: Die Neuauflage wird kein kurzer Zweitürer, sondern ein vollwertiger offener Luxus-Geländewagen zum ultra-exklusiven Preis.
