Fiat 500 Elektro: Wer hätte das gedacht…

Der erste Versuch den Fiat 500 im Jahr 2014 zu elektrifizieren scheiterte kläglich. Nicht nur, dass der 500e (Stromverbrauch kombiniert: 18 kWh/100km; CO2-Emissionen: 0 g/km²) im einzigen Verkaufsmarkt USA eher schlecht als recht angenommen wurde. Auch verhagelte der einstige Fiat Boss Sergio Marchionne (†) einen möglichen Erfolg mit seiner markigen Aussage, er würde pro Auto 14.000 US-Dollar Verlust einfahren – also bitte nicht kaufen. Nun haben sich die Zeiten ein wenig geändert und trotz, dass FCA sich durch einen teuren CO2-Ablasshandel mit Tesla geringfügig grün gekauft hat, muss man dennoch auf den Flottenverbrauch achten.
CO2-Zertifikate allein reichen nicht
CO2-Zertifikate allein reichen nicht um die strengen CO2-Vorgaben seitens der EU zu erfüllen und so sind es vor allem kompakte Elektroautos, die helfen, Strafen in dreistelliger Millionenhöhe abzumildern. Denn verhindern lassen sich solche Bußgelder wohl für das laufende Jahr kaum mehr. Und hier kommt der neue Fiat 500 ins Spiel (CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; Stromverbrauch kombiniert: Fahrzeug noch nicht im Handel, Homologation noch ausstehend²). Er ist die dritte Neuauflage des „Cinquecento“ und bekommt als Elektroversion nicht einmal eine eigene Modellbezeichnung. Schlicht „New 500“ sagen die Italiener zu ihrer neuesten Errungenschaft, wobei der 500er beileibe in die Neuzeit übersetzt wurde.
Knutschkugel reloaded
Das Knutschkugeldesign ist zwar grundlegend bestehen geblieben, doch im Detail sind die Veränderungen deutlich. Sechs Zentimeter in der Länge und sechs Zentimeter in der Breite hat der neue 500 hinzugewonnen und auch der Radstand legte um zwei Zentimeter zu. Die Frontpartie ist wesentlich frecher gezeichnet, die alten Rundscheinwerfer wurden im oberen Bereich geteilt und zeigen nun eine Art Augenbraue. Einen Kühlergrill gibt es selbstverständlich keinen mehr und so trägt der Fiat 500 seine Nomenklatur auch selbstbewusst und in großen Lettern dort, wo einst das Konzernlogo prangte. Die Zahl 500 findet sich sogleich im Lenkrad wieder und ersetzt auch dort das alte Fiat Emblem. Es wirkt, als wolle FCA mit der Neuauflage des Kleinwagens ausgetretene Pfade verlassen und gänzlich neue Wege gehen.
Innen wie außen modern
Was man auch deutlich im Innenraum merkt. Die ersten Bilder zeigen ein gänzlich durchgestyltes und vor allem funktionales Cockpit. Endlich ist auch der Fiat 500 im digitalen Zeitalter angekommen und verfügt (zumindest in der Top-Version) über einen zentral platzierten 10,25-Zoll-Bildschirm samt Android Automotive Betriebssystem. Die Android Software soll aber selbstverständlich auch die Integration von iPhones über Apples CarPlay ermöglichen. Wir erkennen weiterhin echte Knöpfe und Direktwahltasten. Ja selbst an einen haptischen Lautstärkenregler hat man gedacht. Dort wo einst das Getriebe seinen Platz hatte befindet sich im neuen Fiat 500 luftige Leere und wie lässig sind bitte die Sondermodelle „Kartell“, „Mai Troppo“ und „Giorgio Armani“?
Zwischen Bvlgari, Giorgio Armani und Sherpas
Zwar sind die drei Varianten zunächst einmalige Designerstücke, die für einen guten Zweck versteigert werden. Wie wir die Italiener kennen, werden aber zahlreiche Fiat 500 Sonderserien folgen. Alle „New 500“ haben allerdings den Antrieb gemein. Dessen Herzstück ist ein 87 kW/118 PS starker Elektromotor, der den kleinen Italiener in rund 9 Sekunden auf Landstraßentempo beschleunigen soll. Innerorts geht es in 3,1 Sekunden von 0 auf 50 km/h. Mit den Fahrmodi „Normal“, „Range“ und „Sherpa“ ändert man das Fahrverhalten des 500 und insbesondere der letzte Fahrmodus ist auf extremes Stromsparen ausgelegt. So wird zum Beispiel die Geschwindigkeit auf 80 km/h limitiert, Klimaanlage und Sitzheizung stehen nicht mehr zur Verfügung.
Viel Reichweite, kurze Ladezeiten
FCA schweigt sich bisher noch aus, ob der elektrische Fiat 500 über einen Front- oder Heckmotor verfügt, wobei insbesondere ein Heckantrieb zurück zu den ursprünglichen Wurzeln in die 1950er Jahre führen würde. Bekannt ist hingegen, dass das 42 kWh große Batteriepack im Fahrzeugboden eine Reichweite von 320 Kilometern ermöglichen soll. Selbstredend nach WLTP-Norm und bei bedachter Fahrweise sowie unter allerhand Idealbedingungen. Geht dem Italiener dann der Saft aus, soll er allerdings an einer Schnellladesäule bis zu 85 kW Strom zapfen können. Das bedeutet: Nach etwas über 30 Minuten stehen wieder über 80 Prozent Ladevolumen zur Verfügung. Keine Info gibt es allerdings, ob sich dieser Wert wirklich von nahezu 0 auf 80 Prozent, oder lediglich von 20 auf 80 Prozent bezieht. Wer nicht so lange warten möchte oder kurz vor der heimischen Garage strandet, der soll immerhin in 5 Minuten bis zu 50 Kilometer Reichweite nachladen können. Sofern natürlich eine adäquate Lademöglichkeit zur Verfügung steht.
Markstart und Preis
Zunächst wird der neue Fiat 500 online zu kaufen sein, die Frühbesteller-Version lautet auf den Namen „La Prima“ („die Erste“) und kostet in Deutschland 37.900 Euro. Im Preis enthalten ist bereits die konzerneigene „Easy Wallbox“, die Ladeleistungen zwischen 3 und 7,4 kW am Hausstrom ermöglichen soll. Ob bereits die Montage enthalten ist, ist uns derzeit nicht bekannt. Auf den Straßen werden wir den „New 500“ ab Oktober 2020 sehen, die Basisversion könnte vor Umweltprämien auf gut 30.000 Euro kommen. (Text: Thomas Vogelhuber | Bilder: Hersteller)
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