EU-Neuwagenmarkt - Minus 69 Prozent bei E-Autos in Deutschland

Der Sommer beschert der europäischen Autobranche einen weiteren Dämpfer. Angetrieben durch Rückgänge in den vier größten Einzelmärkten brachen die Neuzulassungen in der EU im zweistelligen Prozentbereich ein. Vor allem E-Autos liefen schlecht.

Europas Neuwagenmarkt hat im August einen weiteren Einbruch erlebt. Getrieben von Rückgängen in den vier großen Einzelmärkten sank die Zahl der Neuzulassungen in der EU um 18 Prozent auf 643.637 Fahrzeuge, wie der Branchenverband ACEA mitteilt. Am stärksten im Minus war mit 28 Prozent der deutsche Markt, aber auch in Frankreich (minus 21 Prozent), Italien (minus 13 Prozent) und Spanien (minus 7 Prozent) wurden deutlich weniger Fahrzeuge registriert als im Vorjahresmonat. Die Bilanz nach acht Monaten fällt trotzdem noch leicht positiv aus. Insgesamt wurden 7,18 Millionen Pkw neu zugelassen, immerhin 1,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Nur in den Niederlanden und Belgien steigt der E-Auto-Absatz

Noch stärker als der Gesamtmarkt schrumpfte im August dagegen die Zahl der E-Autos: 92.627 Neuzulassungen entsprechen einem heftigen Rückgang um 44 Prozent. Verantwortlich war vor allem der deutsche Markt mit seinem Minus von 69 Prozent. Aber auch in Italien, Frankreich und Spanien sanken die Zahlen um zweistellige Werte. Ein Wachstum entgegen dem Pkw-Gesamttrend gab es in den Niederlanden (plus 11 Prozent) und Belgien (plus 9 Prozent). Auf das Gesamtjahr gesehen bleiben die E-Auto-Zulassungen in den meisten Ländern im Plus; die schwache Nachfrage in Deutschland sorgt in der Bilanz aber für ein Minus von 8,3 Prozent auf 902.011 Fahrzeuge. (Text: tv, hh/sp-x | Bilder: Hersteller)

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