Der neue Skoda Fabia: Ein echter Volkswagen?

Mit dem neuen Skoda Fabia greifen die Tschechen deutlich nach dem Golf. Denn mit stark gewachsenen Dimensionen und oberklassigen Features bietet sich der nicht-mehr-so-kleine Fabia als perfekte Alternative für den Alltag an. Wir haben alle Details.

Traditionell spielen die Fahrzeuge aus Mlada Boleslav gerne auf der Pragmatismus-Geige. Clevere Detaillösungen, wenig Design-Schnörkel und viel Alltagsnutzen. Der neue Skoda Fabia fokussiert diese Ausrichtung schärfer denn je.

Nach über 4,5 Millionen produzierten Einheiten in den vergangenen Generationen hat Skoda nun die vierte Iteration des einstigen Einstiegsmodells präsentiert. Der Bruder von VW Polo, Audi A1 und Seat Ibiza baut nun endlich auch auf einer modernen Konzern-Plattform auf. Unter dem Namen MQB-A0 verbirgt sich die modernste Technik, die Volkswagen zu bieten hat.

Vor allem aber entfaltet sich der vierte Skoda Fabia auf der neuen Basis zu ungekannter Größe. Denn mit 4,10 Meter Länge klopft er mehr als deutlich an der Kompaktklasse an. Sein Radstand liegt mit 2,56 Meter sogar über dem des ersten Skoda Octavia.

Skoda-Fabia-2021-Front-Side

Ist der neue Fabia die clevere Alternative zum Golf?

Im Platzangebot bietet er tatsächlich deutlich mehr, als es sonst bei den Kleinen üblich ist. Die 48 Millimeter Breitenzuwachs kommen praktisch komplett dem Freiraum im Interieur zugute, auch der Kofferraum liegt mit 380 Litern Ladevolumen exakt auf Augenhöhe mit dem großen Golf-Bruder aus Wolfsburg.

Selbst bei der Technologie und den Motoren scheint der Skoda Fabia (Fahrzeug steht noch nicht zum Verkauf, Homologation ausstehend²) der Kleinwagenklasse entwachsen. Mit bis zu 110 kW/150 PS wird der kleine Tscheche 225 km/h schnell. Das sind Werte, die früher selbst ein GTI nicht bieten konnte. Allerdings wird es oberhalb des genannten 1,5-Liter-Vierzylinders keine weitere RS-Leistungsstufe mehr geben. Auch die Diesel sind bereits in der alten Generation ersatzlos entfallen.

So bleibt das Motorenportfolio auf den 1,0-Liter-Dreizylinder in der Evo-Generation und den 1,5-Liter-Vierzylinder beschränkt. Leistungsmäßig startet der Skoda Fabia mit 48 kW/65 PS, darüber kommen 59 kW/80PS, 70 kW/95PS und 81 kW/110 PS. Letzteren kann man wie auch das Top-Modell mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ausstatten.

skoda-fabia-2021-8

Keine Hybridisierung für den Kleinen, auch kein 48V-Mildhybrid

Alle Skoda Fabia sollen dabei gemein haben, dass sie besonders sparsam mit dem Kraftstoff umzugehen wissen. Denn trotz fehlender Hybridisierung soll vor allem die gute alte Aerodynamik für niedrige Verbräuche sorgen. Mit einem cw-Wert von 0,28 setzt der Fabia eine Benchmark bei den Kompakten. Möglich macht dies ein verkleideter Unterboden, ein spezieller Dachspoiler sowie strömungsgünstig geformte Spiegel und Lufteinlässe.

Innen ist der Skoda Fabia dann weniger strömungsgünstig, dafür ganz schön High-Tech. Mit der neuen Plattform bekommt er Zugriff auf die aktuelle Infotainment-Generation des Konzerns. Entsprechend kann man neben dem 9,2-Zoll-Navibildschirm auch ein 10,25-Zoll-Digitalintrument ordern. Auch Lenkradheizung und Zwei-Zonen-Klimaautomatik finden sich erstmals im kleinen Tschechen.

Skoda-Fabia-2021-Rear

Der Innenraum ist auf Wunsch edler als bisher ausgestattet

Aufwändige Bezüge mit Kontrastnähten lassen sich nun sogar für das Armaturenbrett ordern. Auch die Assistenzsysteme greifen nach den oberen Klassen. Der Travel Assist kombiniert den Radartempomaten mit dem Spurhalteassistenten. Beides fährt dann bis zu 210 km/h teilweise automatisiert.

Dazu kommen ein Reiseassistent, der Seitenassistent, der Parkassistent und der Rangierassistent. Verkehrsschilder erkennt der Skoda Fabia ebenso zuverlässig wie Fußgänger oder Radfahrer. Der neue Kleine ist also wirklich ein Großer geworden. Die Preise enthält uns Skoda noch vor, sie werden wie heute üblich erst zum Bestellstart veröffentlicht. (Text: fm | Bilder: Hersteller)

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