Chevrolet Tahoe und Suburban: Think Big!

Chevrolet präsentiert die Neuauflage von Tahoe und Suburban. Beide SUVs werden größer, bekommen neue Technik und wahlweise einen Diesel. Die alten V8-Motoren bleiben allerdings erhalten. Kommen die Dickschiffe auch nach Österreich?

Groß, größer, amerikanische Sport Utility Vehicle! Wer meint BMW X7, Audi Q8 oder Mercedes GLS seien schon ausladende Autos, der hat sich bisher nicht mit Chevrolet Tahoe und Chevrolet Suburban beschäftigt. Die beiden amerikanischen Urgesteine im SUV-Bereich wurden just in neuem Gewand vorgestellt, folgen optisch dem ebenfalls frisch überarbeiteten Pick-up Silverado und werden in ihrer aktuellsten Generation noch länger und technisch aufwändiger. (Homologation noch ausstehend*)

Chevrolet-Suburban-2021-Front

Länge und Radstand wachsen

Zunächst der Chevrolet Tahoe: Er misst in der Länge nun zusätzliche 17 Zentimeter auf insgesamt 5,35 Meter und bekommt gleichermaßen einen deutlich längeren Radstand spendiert. Dieser wächst um 12,5 Zentimeter auf 3,07 Meter. Sie wollen einen Vergleichswert? Der neue Mercedes-Benz GLS misst in der Länge 5,21 Meter und ist damit das Größte, was Daimler in diesem Bereich zu bieten hat. Bei Chevrolet kommt da allerdings noch der Suburban. Er bringt es in seiner zwölften Generation auf 5,73 Meter – ein Plus von gut drei Zentimetern. Daneben hat sich auch der Radstand um 10,4 Zentimeter geweitet.

Chevrolet-Suburban-2021-Interieur

Tahoe und Suburban jetzt ohne Starrachse

Mit dem Modellumstieg ändern sich allerdings nicht nur die Abmessungen, endlich fliegt auch die Starrachse (wir schreiben bald das Jahr 2020!) raus und wird ersetzt durch eine Mehrlenker-Hinterachse samt Einzelradaufhängung. Sie soll vor allem für mehr Fahrkomfort in den hinteren Sitzreihen sorgen und kann um Chevrolets Magnetic Ride beziehungsweise ein adaptives Luftfahrwerk erweitert werden. Serienmäßig stehen beide Dickschiffe auf 18-Zoll-Rädern, optional gibt es Felgen im 20-Zoll-Format. Rein äußerlich erkennt man in beiden Fahrzeugen klar ihre Abstammung, ab Werk Arlington spendieren die Amerikaner nun LED-Technik und im Falle des Suburban ab den Ausstattungslinien Premier und High Country eine vierflutige Abgasanlage.

Chevrolet-Tahoe-2021-Side

V8-Motoren und ein Diesel

Diese bringt uns zugleich zum Motorenabteil der beiden Schwergewichte. Man könnte auch schreiben: Im Westen nichts Neues, da insbesondere der Basis-Achtzylinder mit 5,7 Liter Hubraum und auch der nächstgrößere 6,2-Liter-V8 aus der derzeitigen Modellgeneration übernommen werden. Sie leisten 360 und 425 PS, kommen ohne Turbolader, Teilelektrifizierung oder sonstige neumodische Technik aus. Zum Spritsparen hilft allerdings eine serienmäßige Zylinderabschaltung und das 10-Gang-Automatikgetriebe, das nun immer an Bord ist. Neu für 2020: Chevrolet Tahoe und Suburban bekommen die Option auf einen 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Duramax-Diesel. Richtig gelesen: Die Amis setzen auf einen Selbstzünder, der mit 281 PS und 623 Nm an den Start geht.

Chevrolet-Suburban-2021-Trunk

Großzügiger Innenraum

Mit Blick in den Innenraum zunächst die wichsten Daten zum Gepäckabteil. Der Tahoe fasst bei umgelegten Rücksitzreihen maximal 3.480 Liter, der Suburban bringt es derweil auf gigantische 4.100 Liter. Sind die hinteren Sitzbereiche aufgestellt, so haben nun auch die rückwärtigen Passagiere insgesamt mehr Platz. Bereits serienmäßig liefert Chevrolet bei den SUV-Zwillingen ein Infotainmentsystem mit einem 10 Zoll großen Touchscreen, welches, nach Angaben der Amerikaner, das größte in diesem Segment ist. Bis zu fünf Displays kann man insgesamt in Tahoe und Suburban montieren lassen, wobei hier auch das digitale Kombiinstrument mit eingerechnet ist. Regulär fahren beide Modelle noch mit analogen Instrumenten vor.

Chevrolet-Suburban-2021-Rear

Marktstart und Aussicht

Zum Verkauf bereit stehen Chevrolet Tahoe und Chevrolet Suburban voraussichtlich ab Mitte 2020, wobei sich dieses Datum rein auf den US-Markt bezieht. Ein offizieller Verkauf beider Modelle in Deutschland und Österreich scheint unwahrscheinlich. Und auch ob der, auf dem Suburban aufbauende, Cadillac Escalade (https://www.autoscout24.at/informieren/testberichte/cadillac/escalade/the-bigger-the-better-der-cadillac-escalade-im-fahrbericht/) noch einmal nach Europa kommt ist ungewiss. (Text: Thomas Vogelhuber | Bilder: Hersteller)

*Die beschriebenen Modelle sind mit Stand Dezember 2019 in Deutschland nicht erhältlich².

Artikel teilen

vogelhuber.avif

Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 Chefredakteur des AutoScout24 Magazins und verantwortet die inhaltliche sowie strategische Ausrichtung der Redaktion einschließlich der Weiterentwicklung aller Content-Formate, insbesondere im Bereich Video. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus und beschäftigt sich mit aktuellen Mobilitätstrends, neuen Antriebstechnologien sowie der Entwicklung des Automobilmarktes. Privat gilt seine besondere Leidenschaft klassischen Fahrzeugen - sein Traumwagen bleibt der Audi RS 6 Avant C5 in Goodwood Grün.

Jetzt Chevrolet Modelle auf AutoScout24.de finden.

Alle Artikel

Alle ansehen
hyundai-ioniq-6-n-driving-experience-road-101

Hyundai Ioniq 6 N (2026): Neue Konkurrenz für BMW und Polestar

Zu Preisen ab 75.900 Euro ist ab sofort der Hyundai Ioniq 6 N bestellbar. Mit dem sportlich positionierten Topmodell der Limousinen-Baureihe erweitert die koreanische Marke ihr N-Portfolio um ein zweites vollelektrisches Hochleistungsfahrzeug nach dem Ioniq 5 N.

Mehr lesen
Hyundai Ioniq 6 N (2026): Neue Konkurrenz für BMW und Polestar
bmw-i3-neue-klasse-2026-titelbild-tv

BMW i3 Neue Klasse (2026): Der neue Maßstab in der Mittelklasse

Mit dem i3 bringt BMW die Neue Klasse erstmals als Limousine auf die Straße. Bis zu 900 Kilometer Reichweite und ein klares Design sollen zeigen, dass auch der elektrische 3er ein echter BMW bleibt. Wir konnten den i3 50 xDrive bereits live erleben.

Mehr lesen
BMW i3 Neue Klasse (2026): Der neue Maßstab in der Mittelklasse
A260486 large

Audi-Pläne: A2 e-tron debütiert im Herbst

Audi bringt den A2 zurück. Die elektrische Neuauflage des hocheffizienten Kleinwagens aus den 2000er-Jahren soll im Herbst ihr Debüt geben. Technische Basis des E-Tron-Modells könnte der in den kommenden Monaten deutlich geliftete VW ID.3 sein, was Preise im Bereich von 36.000 Euro vermuten lässt.

Mehr lesen
Audi-Pläne: A2 e-tron debütiert im Herbst