Cadillac Lyriq: Ein Lebenszeichen aus den USA

Mit dem Edel-SUV Lyriq tritt Cadillac gegen Tesla Model X, Audi E-Tron und Co. an. Der Crossover basiert auf der neuen E-Auto-Plattform des General-Motors-Konzerns und speichert den Fahrstrom in Akkus aus der neuen „Ultium“-Familie, die eine Kapazität von bis zu 200 kWh ermöglichen soll. Zunächst muss der Cadillac aber mit der Hälfte auskommen, was eine Reichweite von 480 Kilometern nach US-Norm ermöglichen soll (Seriennahe Studie, Homologation ausstehend²).
Konkurrenz erkannt, Marktstart unklar
Der Antrieb erfolgt über die Hinterräder, optional ist ein elektrischer Allradantrieb zu haben. Leistungsdaten nennt der Hersteller nicht, die Top-Variante dürfte aber wie die meisten Wettbewerber – zu denen neben Audi und Tesla auch der Jaguar I-Pace und der Mercedes EQC zählen - im 400-PS-Bereich liegen. Der Preis dürfte ebenfalls auf einem vergleichbaren Niveau bei rund 80.000 Euro liegen. Offiziell handelt es sich beim dem nun vorgestellten Modell um ein Showcar, wenn auch um ein recht seriennahes. Das fertige Auto dürfte aber noch rund zwei Jahre auf sich warten lassen. Ob und wann das in den USA und China gebaute E-SUV nach Deutschland kommt, ist ungewiss.
General Motors startet Elektroauto-Offensive
Der Cadillac Lyriq markiert den Start der Elektroauto-Offensive, die sich der General-Motors-Konzern bis 2025 rund 18 Milliarden Euro kosten lässt. Neben dem Edel-SUV sind eine Elektro-Variante des Hummer-Geländewagens und eine überarbeitete Variante des kleinen Crossovers Bolt angekündigt. Auch der Cadillac Escalade wird in naher Zukunft eine teilweise Elektrifizierung erfahren, nachdem beim neuen Modell sogar erstmals ein Duramax-Diesel zum Einsatz kam. Der Escalade ist mit Bezug auf die Neuvorstellung des Lyriq auch ein guter Stichpunkt: Denn das zu sehende Curved-Display für die Instrumenten- und Infotainmentanzeige findet sich bereits in ähnlicher Weise im SUV-Flaggschiff der Amerikaner. (Text: hh/sp-x, tv | Bilder: Hersteller)
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