Bericht: Audi verschlankt im TT sein Bedienkonzept – Gut bedient

Nein, in der Mittelkonsole des Audi TT thront kein großer Bildschirm mehr, wie man ihn mittlerweile sogar in Kleinwagen haben kann. Stattdessen ist der Bereich zwischen Fahrer und Beifahrer sehr aufgeräumt und beherbergt nur wenige Schalter, sogar die Klimaanlagensteuerung wanderte in die Mann-Anströmer. Und das Navi- und Entertainment-Display? Das sitzt direkt vor dem Fahrer, und dient zugleich als volldigitales Kombiinstrument.
12,3 Zoll misst das Display hinter dem Lenkrad mit angeschrägten Ecken und ist vorrangig für die Darstellung von Drehzahlmesser und Tacho zuständig. Per Tastendruck aber kann der Fahrer die beiden virtuell dargestellten Rundinstrumente verkleinern und zur Seite schieben, um so in der Mitte Platz für eine große Landkarte, für die Radiosender oder die Fahrzeugeinstellungen zu machen - denn alle Systeme werden ebenfalls über diesen Bildschirm angesteuert.
Per Sprache oder Drehrad
Die Bedienung selbst erfolgt entweder per Spracheeingabe oder über den Dreh-Drücksteller hinter dem Schalthebel. Die Sprachsteuerung hat Audi deutlich verbessert und um weitere Befehle ergänzt, die so mehr Freiheiten für die Kommandogabe bieten; egal ob “Peter Müller anrufen”, “Rufe Peter Müller an” oder “Hol’ Peter Müller ans Telefon” - der TT versteht, was gemeint ist.
Und auch den Drehknubbel haben die Ingolstädter optimiert. Statt der ihn bisher vier umgebenden Tasten für die “aktiven Ecken” des Bildschirms gibt es nur noch zwei, die sich - zusammen mit einer Drehwalze - auch auf dem Lenkrad wiederfinden. Darüber befinden sich ein paar Wippschalter für den Schnellzugriff auf einzelne Funktionen wie etwa Navi, Radio oder ähnliches.
Deutlich schlanker
Erleichtert wird die Bedienung allerdings erst durch die verschlankte Menüstruktur. Drückte man bislang auf die Navi-Taste, musste man anschließend “Ziel eingeben” wählen und sich dann für “Neues Ziel”, “Letzte Ziele”, “Speicher” und so weiter entscheiden. Das ist nun passé: Ähnlich der Eingabezeile in einem Webbrowser öffnet sich beim Drücken der Navi-Taste ein Fenster mit einer Eingabezeile, in die sofort hineingeschrieben werden kann - und zwar handschriftlich über das in den Drehschalter integrierte Touchpad. Unter der Eingabezeile befindet sich zudem die Liste der letzten Ziele, die ebenfalls sofort aufgerufen werden können.
Beginnt man nun ein Ziel einzugeben, sucht das System - ähnlich wie Google - bereits während der Eingabe nach passenden Zielen und schlägt diese vor; je nach Ausstattung wird nicht nur in der Navi-Datenbank, sondern parallel im Internet gesucht. Und: Es müssen keine ganzen Worte eingegeben werden, es reichen auch Bruchstücke. So führt zum Beispiel die Eingabe von “M Ode” in Windeseile zum Odeonsplatz in München - den man sich dank Streetview auch schon vorab anschauen kann. Und die Suche nach “Palermo” bringt als ersten Treffer das “Ristorante Palermo” ums Eck und erst auf Platz zwei die sizilianische Stadt, da der sich in München befindliche Audi der Meinung ist, es sei wahrscheinlicher, dass der Fahrer Hunger hat, als das er nach Süditalien will. Apropos Hunger: Es lässt sich auch direkt in diesem Feld nach Stichworten wie “Restaurant” suchen, aber auch “Flughafen” oder “Tankstelle”.
Richtige Richtung
Einen ähnlichen Suchmodus bietet das neue System auch im Telefonbuch. Namen müssen nicht mehr zwingend ausgeschrieben werden, auch hier reichen ein paar Buchstaben von Vor- und Nachname, um einen Kontakt zu identifizieren. Und: Audi forscht natürlich weiter. Schon bald könnte es, bei der Spracheingabe zum Beispiel, reichen, wenn man sagt: “Rufe Peter in Hamburg an”. Gibt es mehrere Peter im Telefonbuch, könnte der Peter mit der Hamburger Vorwahl rausgefiltert werden. Noch allerdings bietet das System bei mehreren Treffern eine Liste an, die Auswahl erfolgt dann wiederum per Nennung der Zeilennummer oder über das Drehrad.
Das übrigens dreht zukünftig in die “richtige” Richtung. Viele Audi-Fahrer waren schon irritiert, dass zum Beispiel zum Zoomen auf der Landkarte in die umgekehrte Logik angewendet werden muss, als dies bei fast allen anderen Herstellern der Fall ist: zum Reinzoomen also nach rechts, zum Rauszoomen nach links. Das rührte daher, dass Audi vor gut zehn Jahren in einer Studie herausfand, dass die Hälfte der Testpersonen links, die andere Hälfte rechts herum drehte, um eine gewünschte Funktion auszuführen. Mittlerweile aber sind Autofahrer eindeutiger konditioniert, und gut 90 Prozent würden anders herum drehen als es die alte Audi-Logik vorsieht - so ist es nur konsequent, dies auch umzustellen. Revolutioniert hat Audi sein Bediensystem nicht, aber immerhin um ein ganzes Stück vereinfacht. Einiges, was wir mittlerweile von Smartphones und Computern gewohnt sind, hält so peu à peu Einzug im Auto - wie etwa die universale Eingabeleiste im Navi. Allerdings, so die Ingenieure, muss man bei der Umsetzung sehr vorsichtig sein. Was auf einem Smartphone-Display gut funktioniert, weil sich der Nutzer nur darauf konzentriert, ist während der Fahrt zu umständlich, und damit zu unsicher.
Deswegen brauchen solche Entwicklungen im Automobil auch immer etwas mehr Zeit. Auch die Anbindung des Handys ist im TT noch nicht vollständig umgesetzt; noch können keine Apps vom Smartphone über das Audi-System bedient werden, doch selbstredend wird Audi hier reagieren. Und dann soll sogar noch eine Tablet-Lösung folgen, damit dann auch der Beifahrer wieder einen Bildschirm zum Spielen hat. Übrigens nicht nur im TT - das Bedienkonzept des neuen Sportlers ist richtungweisend und wird zukünftig in allen Audi-Modellen zum Einsatz kommen.
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