Bericht: 19. Opel-Treffen Oschersleben – Ich! Ich! Ich!

Er verweist mich dennoch freundlich auf sein Schmuckstück und schon erfahre ich, wie er seit über fünf Jahren an dem betagten Vectra schraubt und macht und bereits ein Vielfaches des Kaufpreises in das eigentlich noch unfertige Langfristprojekt gesteckt hat. Dabei gehört sein mit Unterstützung von Freunden aufgebauter böser Biedermann nicht einmal zu den ganz großen Hinguckern, die hier massenhaft auf dem weitläufigen Gelände um Interesse buhlen. Es herrscht eitel Sonnenschein am letzten Mai-Wochenende in der Magdeburger Börde und entsprechend haben es wieder einmal über 60.000 Menschen und viele tausend Opel aus der sehr reichhaltigen und langen Geschichte eines tief in der deutschen Gesellschaft verankerten Autoherstellers bis hierher geschafft. Es ist Opel-Treffen - zum 19. Mal in Oscherslebeben. Ein echtes Großereignis deutscher Autokultur, welches die nach Party und Action gierenden Festival-Jünger mit bierseliger und ausgelassener Laune begehen. Und alle paar Meter trifft der Besucher auf hochglanzpolierte Schmuckstücke und einen meist auskunftsfreudigen Besitzer, der mit Stolz und Neugier jeden Moment der Aufmerksamkeit registriert und bereitwillig erzählt, um welche Rarität es sich denn hier handelt. Das ausgedehnte Areal um die Rennstrecke Oschersleben wird so für ein paar Tage zum Boulevard der Eitelkeiten, auf dem „das Auto“ weniger als Transportmittel denn als gehegter und gepflegter Lebensinhalt zelebriert wird.
Opel ist kult
Dabei stand Opel doch vor Jahren noch als Symbol für den Niedergang, als die Lehman-Pleite am Ende der Nullerjahre den Mutterkonzern GM in die Knie zwang. Verblüffend war in dieser Zeit die große öffentliche Anteilnahme am Schicksal des deutschen Traditionsherstellers, die zeigte: Opel ist nicht irgendeine Marke, sondern ein tief im kollektiven Bewusstsein verankerter Mythos, der nicht sterben darf und der gerade dieser Tage sich auf einem guten Weg der Besserung zu befinden scheint. Da schmerzt es fast, wenn man am Freitagabend den eher dumpfen Rambazamba um die Miss-Opel-Wahl auf der Mattig-Party miterleben muss. Stampfende Technotöne und frivole Halbnackte – kann man machen, hat allerdings auch ein Geschmäckle. Andererseits: Das Opel-Treffen bietet zwar beschaulichere Ecken, doch ist wohl keiner der Besucher hier auf der Suche nach komplentativer Entspannung.
Letztlich geht es um meist lautstark inszenierte Pferdestärken. Unter anderem auch Opel selbst lässt einige seiner aktuellen PS-Kracher auf der Rennstrecke von der Leine und zeigt mit seinen volksnahen OPC-Rennern auf dem Fan-Event klar Flagge. Doch bleiben die Rüsselsheimer zumeist eine weitgehend unaufdringliche und wohl auch gern gesehene Randerscheinung. Der Konzern stellt sich hier nicht wie VW beim GTI-Treffen am Wörthersee mit viel Geld und Protzgehabe ins Zentrum des Geschehens. Auf dem Opel-Treffen gibt die echte, unverfälschte und eben hautnahe Szene den Ton an. Gewiss, auch dieses professionell gemanagte Großevent ist durchkommerzialisiert, aber dafür bekommen die Gäste trotz der niedrigen Eintrittspreise auch einiges geboten. Echte Rennen werden gefahren, sinnbefreit Reifen vernichtet und der Preis für den schönsten Umbau vergeben. Diesen bekommt am Ende nur ein Auto, obwohl ihn ganz viele verdient hätten. Ein Preis und ein Wochenende können ohnehin nicht dafür reichen, diese zahlreichen Preziosen zu sichten, zu erleben und angemessen zu würdigen. Insofern: Es gibt ein nächstes Jahr.
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