Audi RS 4 Avant 2020: Frisches Design, bewährte Technik

Nach dem frisch renovierten und nun mit einem Diesel versehenen Audi S4 wird jetzt auch das Topmodell RS 4 Avant überarbeitet. Mit neuer Frontpartie und aktualisiertem Bediensystem startet der Sportkombi in das Modelljahr 2020. Unter der Haube ändert sich nichts, es bleibt beim 450 PS Biturbo-V6.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der neue Audi RS 4 Avant kaum von seinem unmittelbaren Vorgänger. Die nach wie vor aggressiv gestaltete Frontmaske soll nun mit dem zusätzlichen angedeuteten Lufteinlass oberhalb des Singleframe noch sportlicher wirken. Für die RS-Modelle typisch sind die Grillstruktur im Wabenmuster, die seitlichen Lufteinlässe und die um 30 Millimeter ausgestellten Kotflügel. Kenner des Modells dürften auch die neu geformten LED-Scheinwerfer als Facelift-Merkmal erspähen. Optional stehen Matrix-LED-Scheinwerfer zur Auswahl. Die vielfältigen Außenlackierungen lassen sich bei Bedarf mit Optikpaketen Schwarz glänzend, Carbon oder Aluminium Matt kombinieren.

Audi-RS4-Front

Interieur: MMI touch und natürlicher Sprachassistent

Etwas Neues hält auch im Interieur Einzug: Mit der Einführung des 10,1 Zoll großen MMI touch-Displays wird auch der RS 4 Avant mit Audis neuestem Bedienkonzept ausgestattet. Der berührungsempfindliche Bildschirm ersetzt damit den bisherigen Dreh-Drück-Steller im Mitteltunnel. Er kann neben der Steuerung der üblichen Infotainment-Funktionen auch wertvolle Informationen über Reifendruck, verschiedene Temperaturen der Antriebseinheit und g-Kräfte vermitteln (RS-Monitor). Zusätzlich zu diesem Plus an Bedienungskomfort gibt es im gelifteten RS 4 selbstverständlich auch eine „natürliche Sprachsteuerung“, die deutlich mehr verstehen soll als die bisherige. Im übrigen hält der in schwarz gehaltene Innenraum optional verschiedenfarbige Lichtleiter (Ambiente-Lichtpaket) sowie bei Wahl der RS-Designpakete rote oder graue Akzente bereit.

Audi-RS4-Interior

Technik: Der altbewährte 450 PS-Biturbo

In technischer Hinsicht leistet sich der RS 4 keine Überraschungen, den Kunden bleibt vor allem ein Dieselmotor erspart. Stattdessen setzt man bei Audi Sport in Neckarsulm weiterhin auf den 2,9 Liter großen Sechszylinder-Biturbo mit 450 PS und 600 Newtonmetern Drehmoment zwischen. Letzteres liegt zwischen 1.900 und 5.000 Umdrehungen pro Minute an. Üblicherweise wird der RS 4 Avant bei 250 Stundenkilometern abgeregelt, an der langen Leine des RS-Dynamikpakets läuft der Kombi 280 km/h. Den Sprint aus dem Stand auf 100 erledigt man mittels heckbetontem Allradantrieb quattro und der bewährten Achtstufen-tiptronic in 4,1 Sekunden.

Audi-RS4-Rear

Quertreiber mit RS-Modus

Für die Querdynamik zeichnet ein serienmäßiges konventionelles Sportfahrwerk verantwortlich, das den RS 4 um sieben Millimeter näher an die Straße bringt als den S4 TDI. Damit ist der RS 4 insgesamt 30 Millimeter tiefer als das A4-Basismodell. Optional steht das RS-Sportfahrwerk plus samt Dynamic Ride Control (DRC) zur Verfügung, das sich über das serienmäßige Fahrdynamiksystem Audi drive select steuern lässt. Selbstredend verfügt der neue RS 4 Avant auch über die in sämtlichen neuen RS-Modellen verbaute RS-Taste am Lenkrad, mit denen sich vorkonfigurierte Fahrmodi auf einen Tastendruck abrufen lassen.

Sein Debüt feiert der Audi RS 4 Avant am kommenden Wochenende beim DTM-Finale auf dem Hockenheimring (04. bis 06. Oktober 2019). Der Verkaufsstart erfolgt zunächst in Deutschland zu Preisen ab 81.400 Euro noch in diesem Monat, die ersten Auslieferungen sollen im Dezember 2019 erfolgen. (Autor: Maximilian Planker | Bilder: Hersteller)

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Maximilian Fisseler

Maximilian Fisseler arbeitet als freier Redakteur für das AutoScout24 Magazin. Als italophiler Allesfahrer pflegt er eine romantisch-verklärte Sicht auf das Automobil. Benzin und Motoröl sind ihm deutlich näher als die Suche nach der nächsten Ladesäule. Sein Traumwagen trägt, ganz unitalienisch, ein Porsche-Wappen: der 911 Turbo der Baureihe 964. Im Alltag bewegt er eine E-Klasse der Baureihe 212.

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