Aston Martin DBX: Im Kampf um die SUV-Krone

Geht es um luxuriöse Zweieinhalbtonner im Gewand eines Sport Utility Vehicle, dann fallen einem neuerdings Modelle von Bentley oder Rolls-Royce ein. Soll es hochbeinig nicht nur teuer, sondern auch noch schnell zugehen, dann steht der Geländespross von Lamborghini ganz weit oben auf der Wunschliste der zahlungskräftigen Kundschaft. Und irgendwo hier, zwischen bedingungslosem Luxus und gewichtsbedingter Restdynamik will nun auch der Aston Martin DBX (Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 14,3; CO2-Emission kombiniert g/km: 269²) mitmischen.
Aston Martin DBX setzt auf einen AMG-V8
Dabei dürfte das SUV Erstlingswerk der Engländer nicht zufällig in der chinesischen Hauptstadt Peking vorgestellt worden sein, malt man sich doch gerade im Reich der Mitte große Absatzzuwächse aus. In Deutschland wird der neue Aston Martin DBX voraussichtlich ab Mitte 2020 auf die Straßen rollen und soll dann mindestens 193.500 Euro kosten. Inkludiert ist bei jenem Preis bereits ein drei Jahre gültiger Wartungsvertrag, der die Unterhaltskosten für den 550 PS starken Geländewagen in Grenzen halten soll. Die Kraft generiert dabei ein vier Liter großer Twin-Tubo-Achtzylinder von Mercedes-AMG. Das Triebwerk stellt überdies 700 Newtonmeter bereit und soll den mindestens 2.245 Kilo schweren Wagen innerhalb von 4,5 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen. Ende ist bei einer Höchstgeschwindigkeit von 291 km/h. Für eine Kraftstoffreduktion soll eine Zylinderabschaltfunktion sorgen.
Luftfahrwerk und Geländehöhe
Die Kraftübertragung an den serienmäßigen Allradantrieb erfolgt derweil über eine 9-Gang-Wandlerautomatik. Ein aktives Zentraldifferenzial sowie ein elektronisches Sperrdifferenzial an der Hinterachse verteilen die Kraftmomente bedarfsgerecht zwischen Vorder- und Hinterachse beziehungsweise zwischen den hinteren Rädern. Um die Gratwanderung zwischen Luxus und Sport gewährleisten zu können, setzt der Aston Martin DBX auf eine Dreikammer-Luftfederung nebst adaptiver Dämpferregelung. Damit soll der 5-Sitzer nicht nur flugs um die Kurve gehen und auf der Autobahn sanft abrollen, sondern auch abseits befestigter Wege genügend Spielraum zwischen Unterboden und Gelände bereitstellen. Dazu ist es möglich, die Karosserie um 50 Millimeter abzusenken beziehungsweise um 45 Millimeter anzuheben.
Innenraum mit viel Liebe zum Detail
In wie weit je ein Aston Martin DBX einen Offroad-Park sehen wird, bleibt indes abzuwarten. Sicher ist hingegen, dass das Interieur des DBX auf viel Gegenliebe treffen wird. Wie von den Engländern gewohnt wird viel handgearbeitetes Leder und Alcantara präsentiert, durch „Aston Martin Q“ individualisierbar bis zur letzten Ziernaht. Die Bedieneinheiten sind aus den aktuellen Aston Martin Modellen bekannt und werden weiterhin von Mercedes-Benz zugeliefert. Ein 12,3 Zoll Display dient dabei als Kombiinstrument, wohingegen ein 10,25 Zoll Bildschirm in der Mittelkonsole untergebracht ist. Und natürlich sollen sich mit dem Aston Martin DBX nicht nur Emotionen, sondern im Zweifel auch wirklich Gepäckstücke transportieren lassen. Dazu dient der 632 Liter große Kofferraum, der sich durch die umklappbaren Rücksitze im Verhältnis 40:20:40 noch erweitern lässt.
Die Sache mit dem Entenbürzel
Natürlich soll auch das Außendesign des maßgeblich aus Aluminium gefertigten Aston Martin DBX nicht unerwähnt bleiben. Das erste SUV in der 106-jährigen Geschichte der Engländer ist klar als Eigenprodukt zu erkennen, wirkt insgesamt sehr dynamisch und fügt sich durchaus in die aktuelle Formensprache des Sportwagenbauers ein. Porsche hätte allerdings gerne wieder den am DBX merkwürdig wirkenden „Entenbürzel“ im Heckbereich zurück, der es primär als markantes Designmerkmal des Carrera RS zur Berühmtheit gebracht hat. (Text: Thomas Vogelhuber | Bilder: Hersteller)
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