Alfa Romeo Giulia und Stelvio Quadrifoglio: Update für die starken Italiener

Ein doppelt aufgeladener und 510 PS starker 2,9 Liter-V6-Motor, der sein Wurzeln bei Ferrari hat. Vier Endrohre, die bei Bedarf lautstark davon künden. Eine Achtgang-Automatik, die selbst Kritiker überzeugt. An der technischen Basis der hinterradgetriebenen Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio und ihrem Allrad-Bruder Stelvio Quadrifoglio gab es keinen Änderungsbedarf (Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio und Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio, Kraftstoffverbrauch kombiniert: 9,2-9,8 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 214-227 g/km²).
Dennoch folgen die leistungsstärksten Modelle nun der Modellauffrischung, die ihre zivilen Versionen für das Jahr 2020 schon einige Monate früher spendiert bekommen haben. Die Änderungen fallen zielgerichtet aus, aber so, dass vor allem Fans und Kenner von Alfa Romeo sie bemerken dürften.
Automatisiertes Fahren hilft im Stau
Auch in die Quadrifoglio-Modelle zieht jetzt der Stauassistent ein. Er kombiniert die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit einer Anhaltefunktion und dem Spurhalteassistenten. Im Pendlerverkehr kann der Fahrer also mal kurz die Hände vom neu gestalteten Lenkrad nehmen und für einige Sekunden der Software die Steuerung überlassen.
Wichtiger ist das jetzt serienmäßige 8,8-Zoll-Display für das Infotainmentsystem. Mit einem Onlinezugang können zum Beispiel Echtzeitverkehrsdaten auf dem Weg zum Track Day abgerufen werden. Außerdem lassen sich auf dem Monitor fahrzeugrelevante Daten wie z.B. die Drehmomentabgabe, der Ladedruck oder die gefahrene Höchstgeschwindigkeit ablesen.
Mehr Farbe an den Gurten
Zudem finden verbesserte Materialien in der Mittelkonsole und der geänderte Wählhebel des Automatikgetriebes ihren Weg in die Quadrifoglio-Modelle, deren Innenraum jetzt auch mit Sicherheitsgurten in Rot oder Grün gewählt werden kann. Etwas später soll es außerdem perforiertes Leder geben, wenn man die serienmäßigen Sportsitze den teuren Options-Schalen von Sparco vorzieht.
Deren Rückenlehnen bestehen aus Karbon. Das gleiche Material überzieht auch die Abdeckung der ebenfalls optionalen Akrapovic-Abgasanlage.
„Verde Montreal“ – die neue Lieblingsfarbe der Kunden?
Im Gegensatz zur Giulia- und Stelvio-Hausmannskost gibt es für die Quadrifoglio-Ausführungen auch äußerliche Änderungen für 2020. Damit sind nicht nur die neuen Lackierungen in „Ocra GT Junior“ und „Verde Montreal“ gemeint. Wer sich mit den hochprozentigen Italienern auskennt, der entdeckt neue LED-Rückleuchten mit abgedunkelten Gläsern, während an der Front weiterhin Bi-Xenon-Lichtmittel eingebaut werden. Der V-förmige Rahmen im Kühlergrill glänzt fortan in Schwarz, ebenso die Gehäuse der Außenspiegel. Für den Stelvio Quadrifoglio liefert Alfa Romeo zudem aufpreispflichtige 21-Zoll-Räder.
Was die überarbeiteten Modelle in Österreich kosten, verrät der Hersteller noch nicht. Bisher geht der Ritt mit der normalen Giulia bei 39.800 Euro los, das Ticket für den Stelvio Quadrifoglio ist dagegen mindestens 118.700 Euro teuer. (Text: Bernd Conrad | Bilder: Hersteller)
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