Alfa Romeo 33 Stradale feiert sein exklusives Debüt

Der Alfa Romeo Stadale 33 auf einen Blick
- Auf 33 Stück limitiertes Sondermodell
- Gleiche Basis wie Maserati MC20
- Gebaut mit 620 PS Benziner oder 750 PS E-Antrieb
- Kostenpunkt: Mehr als 1 Million Euro
Um alle Autofans, die beim Anblick des neuen, zweisitzigen Alfa Romeo-Sportlers feuchte Hände bekommen, gleich in die Realität zurückzuholen: Der Stradale 33 (Fahrzeug steht nicht mehr zum Verkauf, Homologation ausstehend)² ist auf exakt 33 Exemplare limitiert. Und ja: Sie sind bereits allesamt verkauft. Schließlich haben die zukünftigen Eigner schon im Vorfeld an der Entwicklung des exklusiven Sportlers mitgewirkt. Die Italiener sprechen von „einer kleinen Gruppe von Enthusiasten, die das Projekt von Anfang an unterstützt haben“. Deren Ideen und Wünsche wurden von der eigens gegründeten Abteilung namens „Bottega“ gesammelt, um anschließend möglichst viele davon zu realisieren – individuell für jeden künftigen Eigner.
Gebaut von Enthusiasten für Enthusiasten
Ein interessanter Ansatz, den Alfa-CEO Jean-Philippe Imparato und sein Team unter das Motto „Der Mut zum Träumen“ stellen. Den bewies die Marke bereits 1967 mit dem zweisitzigen, ultraflachen Flügeltürer 33 Stradale mit hochdrehendem Achtzylinder, der noch heute zu den schönsten Coupés überhaupt gezählt wird. Der 4,64 Meter lange, mit Spiegeln 2,17 Meter breite und nur 1,23 Meter hohe 33 Stradale des 21. Jahrhunderts tritt also ein großes Erbe an. Rein optisch scheint ihm das zu gelingen – mit einem in Teilen durchaus dramatischen Auftritt vom typischen Scudetto-Kühlergrill, der von elliptischen Scheinwerfern eingerahmt wird, bis zum Heck mit scharfer Abrisskante und runden Leuchten wie beim berühmten Vorgänger. Dazwischen liegen das wegen des Mittelmotors weit nach vorne gerückte Cockpit, die Flügeltüren und das großzügig dimensionierte Sonnendach. Besonders stolz ist man bei den Designern auf die Tatsache, dass der 33 Stradale auch bei hohem Tempo keinerlei Auftrieb produziert und so zugunsten der puristischen Form auf verstellbare Spoiler und dergleichen Hilfsmittel verzichtet werden konnte.
Alle Bedienelemente finden sich auf der Mittelkonsole und am Dachhimmel, das Lenkrad bleibt schalter- und knopflos – auch das ein Tribut an die Historie wie die Teleskop-Form des Zentralinstruments in einer modernen 3D-Interpretation. Je nach Geschmack des künftigen Eigners präsentiert sich das Interieur klassisch als „Tributo“ oder sportlich als „Alfa Corse“. Beiden gemeinsam sind die Verwendung von reichlich Aluminium, Karbon, Leder und Alcantara – und natürlich die eher eng geschnittenen Sportsitze.
Stadale 33 fährt wahlweise mit Benziner oder als E-Variante vor
Letztere sind zwingend erforderlich, denn bei der Dynamik lässt sich der 33 Stradale erwartungsgemäß nicht lumpen – egal, für welche beiden Antriebsversionen sich der Besteller entschieden hat. Schließlich soll der neue Supersportler Rennfeeling mit Straßenzulassung bieten. Dafür sorgen auf der passiven Seite etwa doppelte Querlenker, aktive Stoßdämpfer und ein elektronisches Bremssystem mit Kohlefaser-Keramik-Bremsscheiben von Brembo. Den aktiven Part übernimmt wahlweise ein V6-Biturbo mit 456 kW/620 PS, wobei nicht ganz klar ist, ob es sich bei dem 3,0-Liter-Benziner um den "Nettuno"-Motor aus dem MC20 handelt oder doch um eine eigens modifizierte Version des bekannten 2,9-Liter-Aggregats aus Giulia und Stelvio. Die Leistung, so viel scheint sicher, wird per Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe stets an die Hinterräder geschickt. Als Alternative bieten die Italiener auch noch einen neuen E-Antrieb mit einer Systemleistung von 552 kW/750 PS an, der an einen Allradantrieb gekoppelt ist.
Die Fahrleistungen erfüllen hochgesteckte Erwartungen, von null auf 100 km/h geht es laut Hersteller im Verbrenner und im Stromer in unter drei Sekunden. Die Reichweite des E-Stradale gibt Alfa mit rund 450 Kilometern an, die Höchstgeschwindigkeit beträgt bei beiden Antriebsarten 333 km/h.
Produktionsstart ab Ende 2024
Im Dezember 2024 wird mit der Produktion des ersten 33 Stradale begonnen, drei Exemplare können pro Monat händisch zusammengeschraubt werden. Los geht es mit einem Verbrenner, den Mix zwischen den Antriebsarten beziffert Alfa-Chef Imparato aktuell auf etwa 80:20 zugunsten des V6-Motors – wobei sich einige der künftigen Eigner offenbar noch nicht endgültig entschieden haben. Die Käufer kommen aus allen Erdteilen, in Deutschland sollen drei bis vier 33er landen. Bleibt die Frage, was so ein extrem rares Auto kosten wird. Jean-Philippe Imparato erklärte auf Nachfrage, dass Alfa schlicht „den richtigen Preis“ aufrufen werde. Und der, so Marken-Insider, bewegt sich im siebenstelligen Bereich. (Text: tv, rh/sp-x | Bilder: Hersteller)
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