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Toyota Van

Von Kleintransportern leitet Toyota die Idee seiner Vans ab

Als der erste französische Autohersteller gegen Mitte der 1980er Jahre mit einem Modell an den Markt ging, das hinsichtlich Fahrkomfort und Ausstattung Elemente aus dem Pkw-Bau in die Klasse der Kleinbusse brachte, etablierte sich bald der Begriff der Großraumlimousine. Im englischen Sprachraum hingegen waren Fahrzeuge mit einem großen Innenraum für den Transport von Gütern oder Personen schon immer als Vans bezeichnet worden, und dieser Name setzte sich schließlich international durch. Auf den ersten Blick wirkte die Van-Idee der Franzosen neu. Aber vielleicht war auch einfach nur das Marketing des Herstellers gut genug, um vergessen zu lassen, dass Anbieter wie das japanische Traditionsunternehmen Toyota bereits einige Jahre zuvor mit Vans wie dem TownAce ein ganz ähnliches Konzept umgesetzt hatten. Auch wenn dieses als Ableitung von den Toyota Kleintransportern entstanden war, zeigten diese frühen Großraummodelle bereits die typischen Merkmale der Van-Form: Eine hoch aufbauende Dachkonstruktion, große Fensterflächen und einen für eine flexible Nutzung geschaffenen Innenraum.

Die historischen Vans sind unterschiedlichen Toyota-Baureihen angegliedert

In späteren Baujahren erweiterten die Japaner ihr Van-Programm und gliederten es in ihre unterschiedlichen Pkw-Modellreihen ein. So bot Toyota Ende der 1990er als kleinsten Van einen Fünftürer mit hohem Aufbau an, der auf Basis seiner Kleinwagen Yaris gefertigt wurde. Kurz zuvor war bereits ein aus dem Mittelklassemodell Corolla entstandener Van auf den Markt gekommen. Topmodell in Europa war fast zehn Jahre lang die als Großraumlimousine angelegte Version des Avensis. Im Baujahr 2009 werteten die Japaner ihre Vans auf und gliederten sie in eine eigens benannte Baureihe aus: Die zuvor nur als Zusatz verwendete Bezeichnung Verso wurde zum offiziellen Namen der Toyota Van-Baureihe, die nun Modelle in kompakter Bauform sowie Minivans umfasste. Seine Großraumvans jedoch bot der Konstrukteur in Europa vorerst nicht an. Die Spitzenmodelle wurden in den USA gefertigt und kamen dort unter dem Namen Sienna in den Handel.

In den 1980er Jahren bietet Toyota seine Vans mit Allradantrieb an

Anders als die auf Pkw-Plattformen aufbauenden Modelle der aktuellen Baujahre entstanden die ersten Toyota Vans auf Basis von Kleintransportern. Mit den Kleinbussen europäischer Hersteller waren die mit Sitzen für bis zu acht Passagiere ausgestatteten japanischen Pendants jedoch nicht zu vergleich. Der Grund: Mit einer Länge von kaum 3,40 Metern und einer Breite von 1,65 Metern sowie einem Radstand von gerade einmal 2,20 Metern gehörten die je nach Verkaufsland TownAce, LiteAce, Model F oder einfach Toyota Van genannten Premierenmodelle zu den kompaktesten Vertretern ihrer Klasse. Auch technisch ging Toyota mit den Vans der 1970er Jahre eigene Wege. Ein Motor in Mittelbauweise, Automatikschaltung sowie später eine nach Zonen einstellbare Klimatisierung gehörten in den ersten Baugenerationen schon in den 1980er Jahren zur Ausstattung und setzten damit die Maßstäbe. Ab Mitte der 1980er Jahren zeichneten sich die Vans durch ihr mehrteiliges Panoramaglasdach sowie einen optional erhältlichen Allradantrieb aus. Damit gehörte Toyota zu den wenigen Anbietern in Europa, die einen Van mit Allradtechnik im Programm hatten.

Der Van Previa tritt bis 2006 als Toyota-Großraumlimousine an

Im Stil einer klassischen Großraumlimousine nach amerikanischem und französischem Vorbild gestaltet nahmen die Japaner mit dem Jahr 1990 als Nachfolger des Model F oder LiteAce eine Neuentwicklung in ihr Van-Programm auf, die unter dem Namen Previa über zehn Jahre lang den Auftritt der Modelle dieser Bauart bei Toyota bestimmte. Das Designkonzept war neu, ebenfalls die Dimensionen, die mit einer Länge von gut 4,75 Metern und einer Breite von 1,80 Metern jetzt klassentypisch ausfielen. Auf das beim Vorgänger erprobte Raumkonzept jedoch wollten die Japaner zumindest was die Kapazität anlangte nicht verzichten. Daher konnte auch der Toyota Previa weiterhin in einer Konfiguration als 7-Sitzer oder sogar als 8-Sitzer geordert werden. Da die letzte Option mit dem Übergang zu den Verso-Vans später wegfiel, verschaffte sich der Previa als Gebrauchtwagen eine starke Stellung. Während der Previa in anderen Ländern nach dem Jahr 2006 weiter im Programm blieb, ersetzte Toyota den Van in Europa zu dieser Zeit durch die kleineren Verso-Versionen, die bereits seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre in unterschiedlichen Baureihen realisiert wurden.

Von 1996 bis 2001 läuft der kompakte Van Toyota Picnic als 7-Sitzer vom Band

Unterhalb des Previa angesiedelt, in der Gestaltung aber ähnlich angelegt, ergänzte im Jahr 1996 das Modell Picnic das Van-Programm von Toyota. Mit einer Länge von knapp 4,53 Metern und einer Breite etwas unterhalb von 1,70 Metern legte der Picnic einen deutlichen Abstand zwischen sich und die Großraumlimousine Previa. Das machte sich auch beim Platzangebot des Vans bemerkbar: Anders als die mit bis zu acht Sitzen konfigurierbaren Previa fanden in dem bis zum Jahr 2001 gefertigten Picnic nur maximal sieben Personen Platz. Und auch bei der Motorisierung hielt sich der Van zurück. Toyota bot seinen Kompakt-Van während der kurzen Bauzeit in Europa nur in zwei Motorisierungen als 2,0 Liter Benziner sowie als Diesel mit einem 2,2 Liter Aggregat und einem Leistungsvermögen von bis zu 66 kW (90 PS) an.

Die ersten Verso-Vans kommen im Jahr 1997 auf den Markt

Den Startschuss für die ersten Modelle mit der Bezeichnung Verso gab der Hersteller im Jahr 1997 mit der Präsentation der Van-Varianten der Mittelklasse-Baureihe Corolla. Mit der Umstellung der Van-Bezeichnung änderte Toyota zugleich das Raumkonzept der Familienvans: Der Corolla Verso konnte entweder als 4-Sitzer mit zwei hinteren Einzelplätzen oder mit dritter Sitzreihe im Fond als 6-Sitzer bestellt werden. Da die Kunden in der Van-Klasse eher die klassische Ausstattung als 5-Sitzer oder 7-Sitzer gewohnt waren, stellte der Konstrukteur das Konzept der mittleren Verso-Vans um und nahm die zweite Generation ab dem Jahr 2001 mit der klassischen Sitzanordnung ins Programm. Flankiert wurde der Kompakt-Van vom Minivan Yaris Verso als Einstiegsmodell sowie vom Avensis Verso als Spitzenmodell.

Im Jahr 2009 etabliert Toyota die Verso als eigene Van-Baureihe

Waren die Vans bei Toyota je nach Größe bisher den unterschiedlichen Modellreihen zugeordnet, so änderten die Japaner mit dem Generationswechsel bei den Vans im Jahr 2009 das Konzept. Der Verso wurde zur eigenständigen Baureihe erhoben und zunächst im Format einer Großraumlimousine als 7-Sitzer auf den Märkten eingeführt. Im Jahr 2011 ergänzte der Hersteller das Programm um einen Minivan, der unter der Bezeichnung Verso-S in den Handel kam.