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Autos nach Kraftstoff

Autos heißen nicht ohne Grund Kraftfahrzeuge, denn zum Fahren benötigen sie Kraftstoff, den sie immer mit an Bord haben müssen, um nicht liegen zu bleiben. In welcher Form der Kraftstoff heute vorliegt und wie er in Bewegungsenergie umgesetzt, dafür gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten. Unabhängig davon haben Fahrzeuge jedoch immer Eines gemeinsam: Das Bindeglied zwischen Kraftstoff und Bewegung ist der Motor "– egal ob Ottomotor, Dieselmotor, Erdgasmotor, Hybridantrieb oder Elektromotor:

Ottomotor

Der Benzinmotor wurde im Wesentlichen von Nicolaus August Otto erfunden und basiert auf einer Verbrennungsmaschine, die auf dem Viertaktprinzip basiert. Heutige Ottomotoren laufen mit Benzinprodukten wie Normal (ROZ 91), Super (ROZ 95), Super Plus (ROZ 98) "– im Jahr 2010 kam schließlich der umstrittene Treibstoff Super E10 (ROZ 95) zum Angebot hinzu. Im Gegensatz zu früher sind heute alle Benzinsorten schwefelfrei, auch gibt es heute kein verbleites Benzin mehr wie etwa das damals für Sportwagen gängige Super verbleit.

Dieselmotor

Der Dieselmotor wurde von Rudolf Diesel im Jahr 1892 erfunden und basiert genau genommen auf der konservativsten Treibstoffvariante, da sich in der grundlegenden Zusammensetzung im Gegensatz zum Benzin bis heute nicht viel geändert hat. Im Unterschied zum Ottomotor liegt das volle Drehmoment beim Dieselmotor bereits bei niedrigeren Drehzahlen an, was unter anderem auf den etwas höheren Wirkungsgrad zurückzuführen ist. Weitere Vorteile des Dieselmotors sind der geringere Verbrauch, die nur mäßige Brennbarkeit und die Schmiereigenschaften des Dieselkraftstoffs, weshalb Dieselmotoren in der Regel langlebiger sind. Zu den Nachteilen gehört der höhere Schadstoffausstoß, die stärkere Geräuschentwicklung und aus Verbrauchersicht die deutlich höhere Kfz-Steuer.

Erdgasmotor

Bei Gasmotoren fällt in der Regel das Stichwort Erdgas, obwohl meist eigentlich von Autogas die Rede ist. Tatsächlich existieren also zwei gasbetriebene Varianten auf dem Markt: Autogas, auch Flüssiggas oder LPG (Liquefied Petroleum Gas) genannt, ist ein Gemisch aus Propan und Butan. In Deutschland sind aktuell mehr als fünf Millionen Autogasfahrzeuge auf den Straßen unterwegs "– würde man hypothetisch gesehen alle Fahrzeuge umrüsten, könnte das spezifische Ozonbildungspotential um rund 80 Prozent gesenkt werden. Erdgas muss im Gegensatz zu Autogas zuerst auf etwa 200 bar verdichtet beziehungsweise komprimiert (CNG = Compressed Natural Gas) werden, bevor es als Kraftstoff verwendet werden kann. Ebenso wie Autogas verbrennt es sehr sauber und wird daher auch bis Ende 2018 steuerlich begünstigt.

Elektromotor und Hybridantrieb

Elektroantriebe sind mehr und mehr auf dem Vormarsch. Trotz zum Teil beträchtlicher Fahrleistungen schonen Sie die Umwelt, verursachen kaum Lärm und sind obendrein sehr günstig im Unterhalt. Auf dem Markt erhältliche Elektroautos basieren in der Regel auf einem der drei folgenden Energiekonzepte: Die Antriebsenergie wird entweder in Form von Akkumulatoren, die regelmäßig aufgeladen werden müssen, mitgeführt oder sie wird aus flüssigen oder gasförmigen Stoffen erst im Fahrzeug mittels Brennstoffzellen erzeugt. Auf Rang drei rangieren Solarfahrzeuge, die den Strom direkt aus Sonnenlicht dank Solarzellen auf der Wagenoberfläche gewinnen. Hybridfahrzeuge kombinieren letztlich einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor und sind wegen der noch immer relativ geringen Reichweite reiner Elektroautos im Moment deutlich weiter verbreitet als Elektroautos.

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