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Daimler Double Six

Daimler Double Six

Die Double Six stehen für die V12-Modelle der Marke Daimler

Die Leistungsausbeute von Sechs- oder Achtzylindermotoren stieg mit dem Fortschritt der technischen Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich. Auch war es keine Seltenheit, dass für die leistungsstarken Modelle einer Baureihe selbst in der Mittelklasse Aggregate mit Bi-Turbos in den Regalen der Hersteller lagen...Weiterlesen

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Wer über eigene Tuningabteilungen oder externe Partner für die Ausstattung spezieller Sportmodelle verfügte, der konnte ohne viel Aufwand Hochleistungsversionen mit acht oder sechs Zylindern auf den Markt bringen. Doch in der Luxusklasse ging es auch für die Hersteller um Prestige. Deswegen wollten viele Produzenten nicht darauf verzichten, ihre Flaggschiffe mit hubraumstarken Zwölfzylindern anzubieten. Klassiker in diesem Segment waren die unter der Bezeichnung Double Six bekannt gewordenen Daimler, die fast 80 Jahre in unterschiedlichen Baureihen das Image der britischen Oberklasse mitprägten.

Jaguar setzt die Daimler-Tradition der Double Six als Schwestermodelle fort

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt waren als Double Six Classic Cars vor allem die Limousinen zu finden, die während der Zeit gebaut wurden, in der Daimler als Marke zum britischen Hersteller Jaguar gehörte. Viele Double Six waren daher Schwestermodelle der Jaguar XJ, die von 1972 bis 1997 in unterschiedlichen Generationen als Flaggschiff im Programm des Unternehmens angeboten wurden. Besonderheit der Daimler im Vergleich zu den Jaguars der Baureihe: Sie bekamen nicht nur eine eigene Kennzeichnung mit dem Daimler-Schriftzug am Heck und dem Initial auf Kühler und Lenkrad. Vielmehr zeichneten sich die Double Six gegenüber den Schwestermodellen zugleich durch eine höherwertige Innenausstattung aus. Damit setzte Jaguar eine Tradition fort, die in die Zeiten zurückreichte, in denen Daimler als eigenständiger Hersteller in der Luxusklasse präsent gewesen war.

Double Six Maschinen für die 20er Jahre Chauffeurslimousinen von Daimler

Obwohl der Name auf den Autopionier Gottlieb Daimler zurückging, verband sich damit in Großbritannien keineswegs der deutsche Fahrzeughersteller. Auf der Insel wurde Daimler eher im Hinblick auf seinen Status als zeitweiliger britischer Hoflieferant betrachtet und war in der öffentlichen Wahrnehmung damit auf Augenhöhe mit Rolls-Royce. Der namensgebende V12-Motor, der ursprünglich in den 1920er Jahren aus zwei V6-Aggregaten kombiniert worden war, trug wesentlich zum Prestige Daimlers bei. Denn auch zur damaligen Zeit signalisierte ein Zwölfzylinder die Zugehörigkeit eines Modells zur Oberklasse. In den frühen Bauzeiten allein schon deshalb, weil zur Unterbringung eines Double-Six-Motors entsprechend dimensionierte Karosserien und tragfähige Chassis benötigt wurden. Denn wenn die Karosseriebauer mit ihrer Arbeit fertig waren, kam eine mit Daimlers V12-Triebwerk ausgestattete Chauffeurslimousine auch in den 30er Jahren schnell auf eine Länge von über 5,60 Meter.

Die frühen Double Six produziert Daimler in verschiedenen Hubraumklassen

Die ersten Daimler mit V12-Ausstattung wurden Mitte der 20er Jahre in der Hubraumklasse von 7,1 Liter gefertigt und konnten eine bemerkenswerte Leistung von etwa 150 PS abrufen. Als Gebrauchte waren die bis etwa 1930 produzierten Double Six von Daimler auf dem Markt für britische Classic Cars so selten zu finden, wie es ihrer Exklusivität und Geschichte als Karosse des britischen Königshauses zukam. Rar waren jedoch auch die mit kleinerem Hubraum konstruierten Daimler der Dreißiger, die in den Klassen von 3,7 bis 6,5 Liter realisiert wurden, bevor Daimler seine Double Six durch kleinere Achtzylindermotoren ablöste.

Ab den 1970er Jahren legt Jaguar die Double Six als Daimler-Limousinen auf

Nachdem Daimler im Jahr 1960 als Marke zu Jaguar gekommen war, begann die Ära der Schwestermodelle, die mit einigen Ausstattungsunterschieden unter beiden Namen auf den Markt kamen. Den Schwerpunkt legte Jaguar dabei auf die V8-Modelle, brachte jedoch Mitte der 60er Jahre auch einen Sechszylinder-Daimler in den Handel. Mit der 1968 eingeführten Generation der Jaguar XJ6 wagte sich der Hersteller dann wieder in die Prestigeklasse der V12-Modelle zurück: Die Briten setzten ab 1972 ein in Eigenregie entwickeltes 5,3 Liter Aggregat für ihre Spitzenmodelle mit der Bezeichnung XJ12 ein. Kurz darauf belebten sie die Double-Six-Tradition wieder und ließen ein XJ-Schwestermodell mit dem Logo und Schriftzug von Daimler vom Band laufen. Die Exklusivität blieb dabei gewahrt: Denn bis Ende der 1970er Jahre wurden nicht einmal 1000 Double Six der ersten XJ-Generation in zwei unterschiedlichen Radständen produziert. In der als 4-Sitzer ausgestatten Luxus-Version trugen die Daimler den Namenszusatz Vanden Plas.

Die Double Six mit Daimler-Logo bleiben bis 1997 die Luxusversion der Jaguar XJ

In der zweiten Bauphase der Double Six gab es die Daimler bis Mitte der 1970er Jahre zunächst weiter in der Kurz- und Langversion, die danach zum Standard bei den Limousinen der XJ12-Baureihe wurde. Neu ins Programm kam 1975 eine Coupé-Variante der Double Six, die jedoch nur drei Jahre gefertigt wurde und daher später als Daimler-Oldtimer extrem rar war. In der von 1979 bis 1992 gebauten dritten Serie erhielten die Double Six zwei Facelifts, jedoch blieb es bei der Ursprungskonstruktion und dem typischen Vieraugengesicht der XJ-Baureihe. Erst 1993 kamen die Flaggschiffe auf Basis der neuen XJ40-Plattform mit einem auf 6,0 Liter Hubraum vergrößerten V12-Motor auf den Markt. Die letzten Double Six und Daimler Vanden Plas liefen von 1994 bis 1997 vom Band.