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Ariel Atom

Ariel Atom

Mit dem Atom entwickelt Ariel einen Roadster im Rennwagenstil

Für viele Fans von Roadstern sind die Modelle britischer Produzenten der Inbegriff dieser aus den Anfängen des Autobaus stammenden Fahrzeugklasse. Tatsächlich orientierten sich die englischen Konstrukteure lange Zeit an den Bautraditionen, durch die sich die kleinen offenen Zweisitzer schon in den 1920er Jahren auszeichneten...Weiterlesen

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Dazu zählte etwa die leichte Bauweise mit dem Verzicht auf sonst übliche Karosserieteile, auf den Witterungsschutz oder auf Komfortelemente in der Innenausstattung. Dabei war das Puristische eines typischen Roadsters kein Selbstzweck. Es gab den Konstrukteuren vielmehr die Möglichkeit, mit dem Einsatz relativ hubraumschwacher Motoren dennoch maximale Fahrleistungen zu erzielen, die jene weitaus PS-stärkerer Sportwagen oft sogar noch übertraf. Doch wer sich heute auf dem Markt für Gebrauchtwagen gezielt nach Roadstern britischer Entwickler umsieht, der findet dort auch ultramoderne Modelle, die das puristische Konzept mit der Technologie des 21. Jahrhunderts kombinieren. Ein Beispiel dafür lieferte der englische Fahrzeughersteller Ariel, der mit dem Atom eine eigenwillige Roadster-Variante entwickelte: In Konstruktion und Design erinnerte der Atom eher an einen Rennwagen der Formel 1.

Der Sportwagen Atom setzt die Tradition der historischen Marke Ariel fort

Mit dem Atom setzte das Ende der 1990er Jahre wiedergegründete Unternehmen Ariel die Tradition eines der ältesten britischen Fahrzeughersteller fort, dessen Ursprünge fast bis in das Jahr 1900 zurückreichten. Denn bevor der Markenname ab den 1970er Jahren vorübergehend verschwand, gehörte Ariel zu den prominentesten Anbietern sportlich orientierter Motorräder. Zwar lief die Produktion der ebenfalls zum Programm gehörenden Pkw der Ariel Motor Company zur Mitte der 1920er Jahre aus. Doch blieb der Name Ariel mit Motorrädern verbunden, mit denen die Briten noch in den 60er Jahren Erfolge im Geländemotorsport feierten. Insbesondere in Großbritannien und den USA schuf sich Ariel dadurch ein sportliches Image. Und genau daran wollte das wiedererstandene Unternehmen mit dem Atom anknüpfen, für den sich die Firmengründer vor allem gute Absatzchancen auf dem für exotische Modelle offenen US-Markt ausrechneten.

Im Jahr 2002 startet Ariel die Produktion des Atom in Großbritannien

Unterstützung dafür kam bald von einem amerikanischen Partner. Nach dem Produktionsstart des Atom bei Ariel im Jahr 2002 wurde der Zweisitzer auch in den USA gefertigt. Die anfangs mit Motoren von General Motors ausgestatteten amerikanischen Atom-Versionen tauchten allerdings als Neu- oder Gebrauchtwagen in Europa nur sehr selten auf. In der Regel bediente Ariel seine Kundschaft dort mit Fahrzeugen, die im eigenen Werk in Großbritannien gebaut wurden. Dort wurden die verschiedenen Generationen des Atom Straßenrenners in Kleinserien an der Seite der Buggy-Version Nomad montiert, der als Fahrzeug für den Offroad-Einsatz das Programm von Ariel ergänzte.

Ariel konstruiert den Atom als ultraleichten Zweisitzer ohne übliche Karosserie

Einige technische Elemente und die Motorisierung des Atom wurden vom Hersteller im Laufe der Entwicklungsgeschichte des Modells immer wieder modifiziert. An der Grundkonstruktion änderte sich jedoch wenig: Jede Atom-Generation zeichnete sich durch eine sichtbare und unverkleidete Rohrrahmenkonstruktion aus, die vorne im Stil von professionellen Renngeräten etwa der Formel 1 spitz zulief. Das einzige Karosserieteil war eine pfeilartige ausgeformte schmale Glasfaserverkleidung an der Front. Dämpfer, Radaufhängungen und Spurstangen lagen offen. Ebenfalls aus dem Rennwagenbau entlehnt war die tunnelförmige Lüftungshutze für den im Heck untergebrachten Motor, die sich direkt hinter den Sitzen anschloss und zur Aufnahme des Überrollbügels diente. Die Fahrgastzelle aus wetterfestem Kunststoff fertigte Ariel in Form einer Schale, die in einem Stück zwischen dem Rohrrahmen eingesetzt und mit dem Chassis verschraubt werden konnte. Auf diese Weise entstand ein ultraleichter Zweisitzer, der sich je nach Ausstattung als Rennwagen auf der Strecke oder als Sportwagen auf der Straße einsetzen ließ.

Für die Straßenzulassung des Atom liefert Ariel die nötige Zusatzausstattung

Die fast komplett ohne Karosserie auskommende Konstruktion und der freiliegende Rohrrahmen passten optisch zwar eher auf die Rennstrecke, doch ließ sich das Profil des Fahrzeugs mit der nötigen Zusatzausstattung auch an die Anforderungen anpassen, die die Behörden von einem Sportwagen für die Straße verlangten. So lieferte Ariel auf Wunsch die für die Teilnahme am öffentlichen Verkehr vorgeschriebene Beleuchtung, Seitenspiegel und Abgasreinigungstechnik. Wer also einen neuen Atom bestellen oder als Gebrauchtwagen kaufen wollte, der musste sich die jeweils angebotenen Versionen schon genauer ansehen, um gegebenenfalls eine spätere Nachrüstung für den Einsatz im Straßenverkehr zu vermeiden. Unterschiede galt es aber auch bei der Motorisierung zu beachten, die je nach Baujahr variieren konnte.

Ariel stattet die Atom je nach Baujahr mit unterschiedlichen Motoren aus

Zum Marktstart des Atom 1 im Jahr 2002 setzte Ariel für seine Leichtsportwagen von Rover zugelieferte Aggregate ein, die in den Hubraumklassen von 1,6 und 1,8 Litern angeboten wurden. Damit ließen sich Leistungswerte von bis zu 93 kW (126 PS) abrufen. In den folgenden Jahren setzten die Briten bei der Ausstattung der Atom 2 und Atom 3 auf Motoren des japanischen Herstellers Honda, die mit einem manuellen Sechsganggetriebe kombiniert wurden. Im Programm standen VTEC-Maschinen mit 2,0 Liter Hubraum und bis zu 183 kW (248 PS). Für die Leistungsträger der Atom-Baureihe setzte Ariel Motoren mit Kompressortechnik von Honda ein, die für bis zu 221 kW (300 PS) ausgelegt waren. Auf einigen Märkten kamen diese Varianten daher auch unter dem Namen Atom 300 zu den Kunden. In der noch einmal überarbeiteten Version Atom 3.5R schraubten die Entwickler die Leistung der Kompressionsmaschinen auf bis zu 261 kW (355 PS) hoch.

Den Atom gibt es von Ariel in einer V8-Version und als US-Modell mit Turbomotoren

Als bis dahin stärkstes Modell der Reihe präsentierte Ariel zu Beginn des Jahres 2008 einen Sportwagen mit V8-Ausstattung, der unter den Namen Atom 500 vermarktet wurde. Zum Einsatz kam hier ein 3,0 Liter Motor, der dem Atom eine Leistung von bis zu 373 kW (507 PS) zur Verfügung stellen konnte. In Europa als Neu- oder Gebrauchtwagen kaum zu finden waren die beim US-Partner realisierten Turbomodelle, die etwa im Jahr 2014 als Atom 3S mit einer Leistung von maximal 272 kW (370 PS) aufwarten konnten. Da die konsequent auf Leichtbauweise getrimmten Zweisitzer je nach Baujahr nur um die 600 Kilogramm Gewicht auf die Waage brachten, verwunderte es angesichts solcher PS-Werte nicht, dass die Atom mit Zeiten von unter drei Sekunden von Null auf 100 km/h zu den spurtschnellsten Sportwagen ihrer Zeit gehörten.