AutoScout24 Umfrage: Wenn Beifahrer:innen nerven

Wien, 11. August 2026 – Wer auf dem Beifahrersitz Platz nimmt, soll eigentlich nur mitfahren. In der Praxis wird die gemeinsame Fahrt jedoch schnell zur Belastungsprobe für die Person am Steuer. Denn zwischen gut gemeinten Hinweisen, plötzlichem Luftschnappen, dem Griff zur Klimaanlage und dem imaginären Bremspedal liegt oft nur eine rote Ampel. Wie eine im Auftrag von AutoScout24 durchgeführte Umfrage unter 500 österreichischen Autofahrer:innen zeigt, sorgen vor allem grundlose Warnrufe und ständige Kommentare zum Fahrstil für Ärger.
Die nervigen Beifahrer:innen sind meistens die anderen
Interessant ist dabei, dass sich die meisten Österreicher:innen am Beifahrersitz durchaus positiv sehen. 42 Prozent stufen sich als „gemütliche Mitfahrer:innen“ ein, die die Fahrt beobachten, aber keinen Stress ver-breiten. Weitere 35 Prozent sehen sich als „vorsichtige Beobachter:innen“, also aufmerksam, aber grundsätzlich zurückhaltend. 13 Prozent ordnen sich den „Mitbrems-Beifahrer:innen“ zu, 9 Prozent halten sich für „tiefenentspannt“. Als „dauer-alarmiert“ bezeichnet sich hingegen kaum jemand: Nur 1 Prozent outet sich als permanenter Unruhepol am Beifahrersitz.
Warnrufe und Fahrstil-Kommentare nerven am meisten
Auf der Fahrer:innenseite gibt es jedoch trotz positiver Selbsteinschätzung durchaus Ärgernisse zu bekla-gen. Wobei nicht die bloße Anwesenheit anderer Personen das Problem ist, sondern das Gefühl, ständig bewertet, korrigiert oder kontrolliert zu werden. Ganz oben im Ärgernis-Ranking stehen plötzliche Warn-rufe ohne wirklichen Grund, die von der Hälfte der Befragten genannt werden. Fast gleichauf folgt das ständige Kommentieren des Fahrstils. Mit deutlichem Abstand auf Platz drei liegen ungefragte Hinweise zu Verkehrsregeln, die ein Drittel als störend empfindet. Ebenfalls unbeliebt sind Mitbremsen oder sichtbare Nervosität bei Manövern, 27 Prozent fühlen sich dadurch gestört. Auf Platz fünf folgt das häufige Bedienen von Radio, Musik oder Klimaanlage durch Beifah-rer:innen mit 22 Prozent. Auch ablenkendes Reden in kritischen Situationen (21 Prozent), unkontrollierte Essens- oder Snackaktionen wie Krümeln und Kleckern (19 Prozent), übermäßige Handynutzung mit lauten Tönen (19 Prozent) sowie ungefragtes Eingreifen in die Navigation (18 Prozent) sorgen für Unmut.
Frauen stören sich häufiger an Kommentaren, Männer an Technik-Eingriffen
Ein Blick auf die Geschlechter zeigt unterschiedliche Nervpunkte. Frauen fühlen sich besonders gestört von ständigem Kommentieren des Fahrstils (59 Prozent vs. Männer 39 Prozent) und plötzlichen Warnrufen ohne Grund (54 Prozent vs. Männer 47 Prozent). Männer reagieren hingegen stärker auf Eingriffe in die Bordtechnik. So stören sich 27 Prozent der Männer daran, wenn Beifahrer:innen häufig Radio, Musik oder Klimaanlage bedienen. Bei Frauen sind es 17 Prozent.
Jüngere bleiben gelassener – außer beim Navi
Auch nach Alter zeigen sich Unterschiede. 18- bis 29-Jährige sind bei vielen klassischen Beifahrer:innen-Ärgernissen entspannter als ältere Gruppen. So stören sich nur 40 Prozent der Jüngeren an ständigen Kommentaren zum Fahrstil, bei den 50- bis 69-Jährigen sind es 58 Prozent. Auch das häufige Bedienen von Radio, Musik oder Klimaanlage bringt Jüngere deutlich seltener aus der Ruhe. Nur 10 Prozent nennen es als Ärgernis, verglichen mit 28 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 22 Prozent der 50- bis 69-Jährigen.
Weniger tolerant zeigen sich die Jungen allerdings beim Navi, 27 Prozent der 18- bis 29-Jährigen ärgern sich über falsches Bedienen der Navigation. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 11 Prozent, bei den 50- bis 69-Jährigen 8 Prozent. Beim Fahrstil bleiben die Jungen öfter locker – beim Navi hört sich der Spaß schnel-ler auf.
Über die Trendumfrage:
- Für die Trendstudie hat Integral Markt- und Meinungsforschung im Jänner 2026 für AutoScout24 500 österreichi-sche Autobesitzer:innen von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe befragt.
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Pressekontakt
Maria Hirzinger
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