Erster Test Skoda Octavia Combi: So sparsam ist der neue Mild-Hybrid

Der neue Skoda Octavia Combi auf einen Blick*
- Facelift der 4. Generation des Bestsellers
- LED-Licht und 10-Zoll-Bildschirme Serie
- Sprachassistentin Laura mit KI
- Vier Benziner und zwei Diesel-Varianten
- Im Test der neue 1.5 TSI mHEV mit 115 PS*
- Grundpreis (mHEV) ab 34.030 Euro
*(Skoda Octavia Combi Modellprogramm, Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP): 5,9-4,4 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 134-115 g/km; CO2-Klasse: D-C)²
Skoda Octavia – ein Abräumer und Aufräumer
Skoda lässt seinen neuen Octavia eine Oktave höher spielen. Der Bestseller der VW-Tochter robbt sich innerhalb der Mittelklasse weiter nach oben. Vor allem in einem Segment ist Musik drin: Als Combi mit C spielt der Octavia in 14 europäischen Ländern die erste Geige und ist dort der meistverkaufte Kombinationskraftwagen. Ein echter Abräumer und Aufräumer also. Mit einer Länge von 4,70 Metern bietet er Platz für fünf – und wenn es sein muss, wird aus dem Octavia sogar ein veritabler Transporter. 640 bis 1.700 Liter Kofferraumvolumen – das schätzt die Familie ebenso wie der Außendienstler. Das erfolgreichste Auto der Tschechen gibt es schon seit 1959 (gebaut bis 1971). Es war die Nummer acht in der Firmenhistorie, daher auch der Name Octavia. So richtig durchgestartet sind Limousine und Combi jedoch erst nach der Übernahme durch Volkswagen. Als Basis diente seither die Golf-Plattform. Auf Anhieb wurden von der ersten Generation (1996–2004) 1,45 Millionen verkauft, davon zwei Drittel als Limousinen. Heute ist das Verhältnis umgekehrt: Von zehn Octavias sind sieben Combis.
Was ist jetzt neu? Vordergründig handelt es sich um ein optisches Facelift der aktuellen vierten Octavia-Generation: Neue Frontscheinwerfer (LED, optional auch Matrix-Licht), ein überarbeiteter Kühlergrill und andere Rückleuchten mit animierten Blinkern. Das war es rein äußerlich auch schon. Türen öffnen, reinsetzen – Überraschung, Überraschung. Das Cockpit hat einen Sprung in die digitale Zukunft gemacht. Hinter dem Lenkrad ersetzt ein 10-Zoll-Bildschirm nun immerzu die analogen Instrumente. Ein weiterer 10-Zöller dient schon in der 34.430 Euro teuren Basis-Variante als Infotainment-Bildschirm. Erstmalig kann man sogar einen 13-Zoll-Screen gegen Aufpreis ordern.
Dieser Combi bezahlt selbst an der Tankstelle
Was nützt das schönste Display, wenn man sich beim Bedienen die Fingerkuppen wund tippt? Auch hier hat Skoda nachgebessert mit einer neuen Menüstruktur. Wir haben uns relativ schnell zurechtgefunden. Sehr praktisch sind die fünf frei belegbaren Shortcuts. Lobenswert, dass die Klimaanlagen-Bedienung mit einem eigenen Panel regelbar ist. Die Sprachassistentin Laura ist auch mit an Bord, später im Jahr wird sie noch gesprächiger – dank künstlicher Intelligenz mit ChatGPT. Das kennt man bereits aus Modellen der VW-Muttergesellschaft. Intelligente Lösungen bietet Skoda auch mit den neuen Features "Pay to Fuel" und "Pay to Park" an. Bei ersterem bezahlt man seinen Treibstoff an ausgewählten Tankstellen tatsächlich nur über das Infotainment-System. Pay to Park zeigt verfügbare Parkplätze an, lotst den Fahrer dorthin – und auch hier bezahlt das Auto.
Mit dem Facelift bekommt das Interieur des Octavias auch einen neuen Look. Je nach Ausstattungslinie (Essence, Selection und Sportline) lässt sich der Tscheche sogar mit cognacfarbenen Lederimitat bestellen. Wert gelegt hat man, wie mittlerweile so üblich, auch auf Nachhaltigkeit. Alles kalter Kaffee? Tatsächlich, denn die Sitzbezüge wurden aus Kaffeesatz hergestellt. Nicht gefallen hat uns in diesem Zuge das recycelte und wild gesprenkelte Plastikdekor. Es wirkt kalt und sieht aus wie der Linoleum-Boden in einem ärztlichen Wartezimmer. Muss man aber so nicht bestellen. Kurze Sitzprobe hinten: Das weiterhin üppige Platzangebot zeigt, warum der Octavia so beliebt ist – in dieser Kategorie zählt er mindestens zur oberen Mittelklasse und macht auch Kalibern wie dem Audi A6 Avant deutlich Konkurrenz.
Bye bye, Dreizylinder: So gut ist der neue Basis-Benziner mit mHEV-Unterstützung
Das Herz des Octavias schlägt nach wie vor im Motorraum – und hier ist eigentlich die größte Veränderung gegenüber dem Vorfacelift passiert: Der bisherige 110 PS starke Dreizylinder-Basisbenziner (mit und ohne Elektrifizierung) wurde ausgemustert und durch den im Octavia bereits bekannten 1,5-Liter-Vierzylinder ersetzt. Up- statt Downsizing sozusagen. Das wird in Zukunft vor allem das Messverfahren zur Abgasnorm Euro 7 unter gewissen Lastzuständen honorieren. Während vor dem Facelift der Vierzylinder-Turbo mindestens 150 PS leistete, stehen nun auch 115-PS-Varianten mit und ohne 48V-Startergenerator bereit. Letzterer unterstützt den Benziner beim Spritsparen, hilft aber auch das Turboloch, etwa beim Anfahren, zu verkleinern.
Im ersten Test, überwiegend auf Landstraßen und Autobahnen, entpuppte sich der Mild-Hybrid-Benziner als wahrer Sparmeister. Der Bordcomputer zeigte nur 4,8 Liter Verbrauch je 100 Kilometer bei einer durchaus guten Leistungsentfaltung. Gefühlt etwas spritziger war der Handschalter ohne Mild-Hybrid-Unterstützung, den wir ebenfalls einige Kilometer bewegen durften. Das ist aber mehr ein Gefühl – denn die Leistungsdaten unterscheiden sich nicht. Wer derweil ruhig mit dem Gaspedal umgeht, der wird mit Ruhe im Fahrgastraum belohnt. Mit Lenkung und Fahrwerk waren wir ebenfalls überwiegend einverstanden bis sehr zufrieden. Wie meistens bei Skoda oder VW. Es gibt halt doch noch Dinge, auf die Verlass ist.
Erstes Fazit
Der Skoda Octavi Combi bleibt auch nach dem Facelift ein solides Familien- und Außendienstfahrzeug mit Platz für Kind und Kegel. Daneben katapultiert das neue digitale Cockpit sowie Features wie "Pay to Fuel" den Tschechen spürbar in die Neuzeit. Wer viel unterwegs ist und Geld für Kraftstoff einsparen will, greift weiterhin zu den Dieseln, oder wählt den in der Anschaffung etwas günstigeren Mild-Hybrid-Benziner, den es jetzt auch in einer 115 PS starken Basis-Variante mit vier Zylindern gibt. "Günstig" bedeutet jedoch, dass Skoda den Octavia, im Vergleich zum Vorfacelift, um gut 10 Prozent verteuert hat. (Text: Rudolf Bögel | Bilder: Hersteller)
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