Polestar 3 (2026) im Test: Feinschliff für den Premium-SUV

Mit dem Modelljahr 2026 erhält der vollelektrische Premium-SUV Polestar 3 einige technologische Verbesserungen. Allen voran die Umstellung auf die 800-Volt-Batterietechnologie, die kürzere Ladezeiten ermöglicht. Dazu kommen stärkere Motoren und eine höhere Rechenleistung des Zentralcomputers.

Polestar 3 (2026) auf einen Blick


Was uns gefällt

Die konsequente technologische Weiterentwicklung.

Was wir vermissen

Eine umfangreichere Serienausstattung.

Ideal, wenn …

man sich mit seinem Premium-SUV vom Mainstream abheben möchte.

Die Alternativen

Audi Q6 e-tron, BMW iX, Porsche Macan und Cayenne Electric, Volvo EX90


Stärken

  • Dynamischer Antrieb
  • Sportlich komfortables Fahrwerk
  • Langstreckentaugliche Reichweite

Schwächen

  • Hoher Preis
  • Vergleichsweise kleiner Frunk
  • AC-Ladeleistung maximal 11 kW

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Technologische Weiterentwicklung mit Sinn

Außen hat sich wenig geändert beim neuen Polestar 3. Mit der neuen Lackierung „Krypton“ bringt ein dezenter Grünton etwas mehr Farbe in das Angebot. Der 4,9 Meter lange Performance-SUV wirkt durch sein gestrecktes Erscheinungsbild trotz seiner Dimensionen ein wenig wie ein sportlicher Crossover. Markante Flügel an Front und Heck unterstreichen den dynamischen Auftritt. Die Änderungen haben größtenteils unter der Haube stattgefunden – allen voran die Umstellung auf die 800-Volt-Batterietechnologie.

Vom neuen Polestar 3 stehen drei Modelle zur Auswahl: Die Version „Rear Motor“ mit Hinterradantrieb leistet 245 kW (333 PS) und verfügt über die kleinere Batterie mit 92 kWh. In einem ersten Test dürfen wir die Version „Dual Motor“ mit Allradantrieb fahren. Die Systemleistung beträgt 400 kW (544 PS) und es kommt die größere Batterie mit einer Bruttokapazität von 106 kWh zum Einsatz. Beim sportlichen Top-Modell „Performance“ steigt zusätzlich die Leistung auf 500 kW (680 PS). Alle drei Modelle verfügen über eine WLTP-Reichweite von rund 600 Kilometern.

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Beim Fahrverhalten steht die Performance im Vordergrund

Der aktuelle Polestar 3 verfügt an der Hinterachse über einen neu entwickelten Elektromotor, der allen drei Versionen eine Leistungssteigerung beschert hat. Die Systemleistung von knapp 550 PS und ein Drehmoment von 740 Nm beschleunigen den getesteten Polestar 3 „Dual Motor“ in äußerst sportlichen 4,7 Sekunden von Tempo null auf 100 km/h. Dementsprechend agil lässt sich der 2,5-Tonner bewegen. Die Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h ist vor allem für deutsche Autobahnen relevant.

Das optionale Luftfahrwerk spricht sehr feinfühlig an und ist in drei Stufen verstellbar. Bereits die komfortabelste Stufe ist sportlich straff ausgelegt und erlaubt hohe Kurvengeschwindigkeiten bei kaum Seitenneigung – ideal für die meisten Anwendungsfälle. Darüber hinaus lässt sich auch die Lenkkraft in drei Stufen an die jeweiligen Vorlieben des Fahrers anpassen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Stufen sind im Test klar spürbar.

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Premium-Innenraum mit neuen Details

Der Innenraum wirkt durchwegs hochwertig. Sowohl die Materialauswahl als auch die Verarbeitung werden dem Premium-Anspruch gerecht. Die serienmäßig mit veganem Kunstleder bezogenen, straff gepolsterten Sitze bieten guten Komfort und sind jetzt auch als gesteppte Variante in einer neuen Farbe verfügbar. Wer eine Sitzbelüftung und Massagefunktion möchte, muss zu den optionalen Nappa-Ledersitzen greifen.

Eine kleine, aber optisch auffällige Änderung im Innenraum betrifft das Lenkrad. Polestar ist hier auf einen mehrfach geäußerten Kundenwunsch eingegangen, die Tasten mit Symbolen zu versehen, die die Funktion erklären. Weiters gibt es beim Modell „Dual Motor“ eine Prise mehr Schwedengold. Die Sicherheitsgurte und der zentrale Drehknopf haben einen Streifen in dieser Farbe erhalten. Beim Infotainment hat sich die technische Basis geändert. Hier kommt ein leistungsstärkerer Prozessor zum Einsatz, der eine Verachtfachung der Rechenleistung ermöglicht.

Der neue KI-basierte Sprachassistent „Google Gemini“ funktioniert im Polestar 3 bereits sehr gut. So können wir im Test ein natürliches Gespräch mit dem System führen und erhalten auf die Frage nach möglichen Aktivitäten an unserem Standort mehrere Vorschläge. Zu einem ausgewählten Museum erhalten wir Auskunft über Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Auf Wunsch wird die Adresse direkt in die Routenplanung des Navis einbezogen.

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Platzangebot in jeder Hinsicht großzügig

Das Platzangebot ist im gesamten Fahrzeug großzügig. Das gilt gleichermaßen für die vorderen Sitze wie für das Fond. Auch hinten sitzt es sich richtig gut, der Radstand von 2,99 Metern ermöglicht jede Menge Beinfreiheit. Bis 180 Zentimeter Körpergröße liegen die Oberschenkel satt auf, ein starkes Abwinkeln der Beine ist nicht erforderlich. Zudem ist die Kopffreiheit mehr als ausreichend und das große Panoramadach bietet freien Blick auf den Himmel.

Mit 597 Litern Kofferraumvolumen bewegt sich der Polestar 3 im oberen Bereich seines Segments. Als praktisches Detail erweist sich die zweiteilige Ausführung des Laderaumbodens. Der vordere Teil kann aufgestellt und in nahezu senkrechter Stellung fixiert werden. An praktischen Haken lässt sich dann zum Beispiel eine Tasche aufhängen oder im offenliegenden 90-Liter-Fach unter dem Boden verstauen. Bei umgeklappten Rücksitzen erweitert sich der Stauraum auf 1.411 Liter. Der vergleichsweise kleine Frunk unter der vorderen Haube fasst 24 Liter.

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Kürzere Ladezeiten dank 800-Volt-Technologie

Die Testfahrt auf hügeligen Landstraßen bei einer Außentemperatur von 32 Grad Celsius ergibt einen Verbrauch von 20 kWh pro 100 Kilometern. Ein guter Wert für ein leistungsstarkes Allradfahrzeug dieser Größe. Damit ist im Landstraßenbetrieb mit dem 106-kWh-Akku eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern durchaus realistisch. Kürzere Ladezeiten tragen zusätzlich zur Langstreckentauglichkeit bei.

Der neue Polestar 3 hat dank seiner 800-Volt-Batteriearchitektur bei der maximalen Ladeleistung deutlich zugelegt und kann jetzt mit bis zu 350 kW laden. Zudem überwacht eine neue Batteriesoftware laufend den Akkuzustand und passt die Ladegeschwindigkeit dynamisch an. Im Idealfall dauert damit der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent nur noch 22 Minuten, also um acht Minuten weniger als bisher. Schade, dass das Upgrade beim Wechselstromladen haltgemacht hat. Hier stehen weiterhin „nur“ 11 kW Ladeleistung zur Verfügung.

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Erstes Fazit

Mit dem neuen Polestar 3 hat der schwedisch-chinesische Autohersteller ein bereits sehr gutes Auto konsequent weiterentwickelt. Dank der Umstellung auf die 800-Volt-Technologie und den zahlreichen Detailverbesserungen wird die Neuauflage dem Performance- und Premium-Anspruch der Marke noch besser gerecht. Das spiegelt sich jedoch auch in den Preisen wider, die sich auf Augenhöhe mit den deutschen Premium-Anbietern bewegen.

Los geht es in Österreich bei 79.900 Euro für das Modell Polestar 3 „Rear Motor“. Die Variante „Dual Motor“ mit Allradantrieb und der größeren Batterie beginnt bei 86.900 Euro. Mit dem Prime-Paket, aktiver Luftfederung, Ledersitzen und den 22-Zoll-Rädern liegt das Testfahrzeug bereits jenseits der 100.000-Euro-Marke. Das Top-Modell „Performance“ mit umfangreicherer Serienausstattung startet bei 103.400 Euro. Der neue Polestar 3 ist bereits bestellbar, die ersten Fahrzeuge werden im Spätherbst an die Kunden ausgeliefert. (Text: Armin Hoyer | Bilder: Polestar)

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Armin Hoyer

Armin Hoyer ist seit 2025 als freier Redakteur für das AutoScout24 Magazin in Österreich tätig. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Motorjournalist und Kommunikationsexperte im Automobil- und Zweiradbereich erstellt der Wahltiroler Content für die Mobilitätsbranche. Für AutoScout24 berichtet er schwerpunktmäßig über seine Erfahrungen mit gebrauchten und neu erschienenen Elektroautos sowie Motorrädern und informiert zudem über die Highlights der wichtigsten Messen des Jahres.

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