Mazda CX-5 (2026) im Test: Mehr Platz, weniger Leistung

Der Mazda CX-5 (2026) auf einen Blick
Was uns gefällt
Die großzügigen Platzverhältnisse.
Was wir vermissen
Einen etwas kraftvolleren Antrieb.
Ideal, wenn ...
… man viel Platz für Kind und Kegel braucht.
Die Alternativen
Hyundai Tucson, Kia Sportage, Toyota RAV4, VW Tiguan
Stärken
- Viel Raum für Passagiere und Ladung
- Laufruhiger Motor
- Ausgewogenes Fahrwerk
Schwächen
- Geringe Motorleistung
- Hartplastik an sichtbaren Stellen
- Klimasteuerung nur über Display
Gewachsen für mehr Raum
Mit seiner charakteristischen Silhouette bleibt der Mazda CX-5 auch in der Neuauflage seiner bekannten Formensprache treu. Durch die leicht angepassten Proportionen mit höherer Front und steilerem Heck wirkt sein Erscheinungsbild insgesamt kraftvoller und erwachsener. Die Lichtsignatur ist vorne wie hinten noch markanter gezeichnet. Insgesamt ist der 4,69 Meter lange Kompakt-SUV in allen Dimensionen gewachsen und bietet daher noch mehr Platz für Passagiere und Ladung.
Der neue Mazda CX-5 wird zum Marktstart nur mit einer Motorisierung angeboten. Der 2,5-Liter-Benziner leistet 104 kW (141 PS) und wird von einem 24-Volt-Mildhybrid-System unterstützt. Die stärkeren Benziner und Diesel des Vorgängers sind nicht mehr im Programm. Wahlweise stehen Frontantrieb oder wie im Falle des Testfahrzeugs Allrad zur Auswahl. Die Anzahl der Ausstattungslinien wurde auf vier reduziert – wir waren mit der „Centre-Line“ unterwegs, die eine Stufe über der Basisausstattung liegt.
Bildergalerie: Mazda CX-5 (2026)

Antrieb lässt Dynamik vermissen
Mit dem 2,5-Liter e-Skyactiv G 141 Saugbenziner fühlt sich der 1,7 Tonnen schwere Kompakt-SUV etwas untermotorisiert an. Daran ändert auch die Mildhybrid-Unterstützung nichts, die im Fahrbetrieb keine merkbare Wirkung zeigt. Bei normalem Dahingleiten bringt das etwas zahme Triebwerk des Mazda CX-5 keine Nachteile mit sich, im Gegenteil: Der Motor geht im Zusammenspiel mit dem Sechsstufen-Automatikgetriebe sehr laufruhig und unauffällig zu Werke.
Beim Überholen ist aber zumeist ein Kickdown erforderlich, um ausreichend Leistung zur Verfügung zu haben. Dann geht es auch halbwegs flott voran. Für den Sprint von 0 bis 100 km/h benötigt der Mazda CX-5 AWD 10,9 Sekunden. Das sehr ausgewogene Fahrwerk gibt keinerlei Anlass zur Kritik. Es spricht feinfühlig an und bietet Komfort und Sportlichkeit zugleich. Hier macht sich die Überarbeitung durchaus positiv bemerkbar. Der Allradantrieb sorgt im Test auch auf Schnee stets für gute Fahrstabilität und Traktion.
Licht und Schatten im Innenraum
Beim Einsteigen wird man von einem schlicht gehaltenen Innenraum begrüßt. Im Testfahrzeug dominieren die Farben Schwarz und Dunkelgrau. Bei den beiden höheren Ausstattungslinien kann auf Wunsch ein zweifärbiges Ambiente gewählt werden. Die mit Kunstleder bezogenen Sitze fühlen sich angenehm an und bieten guten Sitzkomfort. Wie die vorderen Sitze ist auch das Lederlenkrad beheizbar und verfügt über haptisch ansprechende Tasten, die mit ihrem eindeutigen Druckpunkt überzeugen.
Bei den Instrumenten ist der neue Mazda CX-5 ganz im digitalen Zeitalter angekommen: Im 10,25 Zoll großen Fahrerdisplay können neben den grundsätzlichen Fahrdaten weitere frei wählbare Infos angezeigt werden. Der zentrale Touchscreen misst angenehm große 12,9 Zoll und integriert sich damit optisch gut in das Armaturenbrett. In der Topausstattung „Homura“ wächst dieser auf 15,6 Zoll. Ein Head-up-Display ist ebenfalls mit an Bord und erstmals arbeitet in einem Mazda ein Betriebssystem von Google.
Die Mittelkonsole wirkt mit dem nüchternen Hartplastik etwas lieblos gestaltet – das konnte der Vorgänger deutlich besser. Auch die manuelle Steuerung der Klimatisierung und der praktische Dreh-Drück-Regler sind im neuen Mazda CX-5 nicht mehr zu finden. Ein Smartphone kann vor der Mittelarmlehne induktiv geladen werden – das Ablegen gestaltet sich dabei etwas fummelig.
Gewachsen in jeder Hinsicht
Der Radstand ist im neuen Mazda CX-5 auf 2,82 Meter gewachsen. Die zusätzlichen 11,5 Zentimeter bringen vor allem im Fond zusätzliche Kniefreiheit. Die drei Zentimeter Höhenwachstum wirken sich im gleichen Maße auf die Kopffreiheit aus. Die hinteren Türen öffnen jetzt wesentlich weiter und erleichtern damit den Ein- und Ausstieg sowie das Beladen der Rückbank. Abgegangen ist uns auf der Rücksitzbank eine USB-Steckdose, die erst in den höheren Ausstattungslinien zu finden ist.
Das allgemeine Größenwachstum wirkt sich auch auf den Kofferraum positiv aus – er ist um 61 Liter gewachsen und fasst jetzt stolze 583 Liter. Der Laderaum mit weit öffnender elektrischer Heckklappe wirkt auffallend groß und kann durch Umklappen der Rücksitze auf 2.019 Liter erweitert werden – das sind ganze 381 Liter mehr als beim Vorgänger. Die gebremste Anhängerlast liegt bei exakt zwei Tonnen und erweitert den Einsatzbereich noch zusätzlich.
Fazit 8,3/10
Der Mazda CX-5 ist eine gelungene Weiterentwicklung des Erfolgsmodells. Einzig bei der Motorisierung würden wir uns etwas mehr Dynamik wünschen. An praktischem Nutzen hat der Kompakt-SUV durch den Größenzuwachs deutlich gewonnen. Das betrifft sowohl den Platz für die Passagiere als auch den Laderaum. Der Testverbrauch ist mit knapp acht Litern auf 100 Kilometern für ein allradgetriebenes Fahrzeug angemessen. In Kombination mit dem 58-Liter-Tank sind damit alltagstaugliche Reichweiten zu erzielen.
Ab 36.880 Euro steht der Mazda CX-5 mit Frontantrieb in den österreichischen Preislisten. Die Allradversion gibt es ab der Ausstattung „Centre-Line“. Zuzüglich der Mazda-typischen Farbe „Soul Red Crystal“ kostet das Testfahrzeug damit 43.650 Euro. Wir können diese Konfiguration empfehlen, da sie einerseits bereits die wichtigsten Komfort-Features enthält und andererseits preislich attraktiv ist. Wer etwas mehr Luxus möchte, wie zum Beispiel ein Bose Soundsystem oder Echtleder-Sitzbezüge, hat noch zwei weitere Ausstattungslinien mit einem Preis von bis zu 47.960 Euro zur Auswahl. (Bild und Text: Armin Hoyer)
AutoScout24 Scores
Diese Bewertung wird von unserem Expertenteam nach umfangreichen Tests des Fahrzeugs vergeben.
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