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Kleinwagen: Diesel oder Benzin?

Kleinwagen eignen sich besonders fürs städtische Terrain. Wir gleichen die Anforderungen mit den Stärken und Schwächen von Diesel- und Benzinmotoren ab und beantworten so die Frage: Welcher Motor passt besser zur Kleinwagenklasse.

Ein Kleinwagen ist vorrangig ein Auto für den Stadtverkehr

Ein Kleinwagen bietet je nach Ausstattung zwar für vier oder fünf Personen Platz. Insassen, die auf der Rückbank sitzen, haben jedoch in der Regel eine sehr geringe Beinfreiheit. Auch der Kofferraum ist knapp bemessen. Käufer eines Kleinwagens sind häufig junge Menschen, Singles oder Familien, die einen Zweitwagen benötigen. Die Nutzung des Fahrzeugs beschränkt sich häufig auf Fahrten zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Freunden und der Familie.

Kleinwagenfahrer geben oftmals an, dass sie das Fahrzeug überwiegend im Stadtverkehr fahren. Aufgrund des geringen Platzangebotes sind Urlaubsfahrten eher die Ausnahme.

Denn auf der Autobahn ist das Fahren weniger komfortabel als in einem größeren Auto. Obwohl viele moderne Kleinwagen bequeme Sitze und eine gute Gesamtausstattung haben, liegen sie aufgrund ihres geringen Eigengewichts weniger gut auf der Straße. Eine schnelle Fahrt über die Autobahn ist aufgrund leistungsfähiger Motoren jedoch durchaus möglich. Ob sich für dich ein Diesel oder Benziner besser eignet, muss vor dem Autokauf abgewogen werden.

Diesel als Motor für Langstrecken

Nimm vor der Entscheidung für einen der beiden Motoren unbedingt deine Fahrgewohnheiten unter die Lupe. Außerdem ist es wichtig, dass du über die Eigenschaften der beiden Motoren Bescheid weißt.

  • Der Dieselmotor ist ein Motor, der möglichst selten im Kurzstreckenbetrieb eingesetzt werden sollte. Der Motor dreht niedriger als ein Benziner. In der Konsequenz braucht der Motor länger, bis er seine Betriebstemperatur erreicht hat.
  • Ist der Motor kalt, unterliegt er einem erhöhten Verschleiß. Die Verdichtung lässt nach und die Kolbenringe verschleißen. In der Folge verbrennt der Motor Öl.
  • Bist du nun mit deinem Kleinwagen nur in der Stadt unterwegs, bleibt das Öl kalt. Das Material dehnt sich erst aus, wenn der Motor warm ist, und entwickelt erst dann die optimalen Laufeigenschaften.
  • Im Idealfall fährst du mit deinem Dieselmotor mindestens so lange, bis er Betriebstemperatur erreicht hat. Abhängig von der Motorgröße kann die Distanz 20 Kilometer betragen. Diese Werte dienen als Richtlinie für deinen Autokauf.

Vor- und Nachteile des Dieselmotors

Die Vorteile des Dieselmotors liegen in der längeren Gesamtlaufzeit, im geringeren Verbrauch und in den niedrigeren Kraftstoffkosten. Ein Liter Diesel ist 10 bis 15 Cent billiger als Benzin. Andere Kosten fallen bei einem Diesel jedoch höher aus, z.B. die Kfz-Steuer. Hinzu kommt ein höherer Kaufpreis für die Anschaffung eines Dieselfahrzeugs. Dies gilt sowohl für Neuwagen als auch für Gebrauchtwagen. Die Kosten für die Kfz-Haftpflichtversicherung sind ebenfalls etwas teurer. Wenn man alle Kosten addiert und mit den Ausgaben für einen Benziner vergleicht, lohnt sich ein Diesel-Kleinwagen ab einer Fahrleistung von etwa 20.000 Kilometern pro Jahr. Die jährliche Laufleistung eines Kleinwagens liegt aber häufig darunter. Fährst du oft Kurzstrecken, ist es vorteilhaft, sich für einen Benziner zu entscheiden.

Mit Benzin sparsam unterwegs

An der Tankstelle zahlt man mehr für Benzin. Dennoch ist es möglich, mit einem Benziner sparsam zu fahren. Die aktuellen Kleinwagen liegen im Autokostencheck unter den Kosten für einen Diesel, da moderne Motoren im Verbrauch sehr sparsam sind.

Entscheide dich für einen kleinen Motor, wenn du ein Fahrzeug suchst, das in Steuer und Versicherung günstig ist. Günstige Kleinwagen erhältst du bei Herstellern wie Peugeot, VW oder Opel. Der VW Polo und der Opel Corsa sind beliebte Fahrzeuge.

Viele Hersteller bieten Kleinwagen an, bei denen du zwischen Motoren mit Benzin oder Diesel wählen kannst. Mach deine Entscheidung also am besten von den gefahrenen Kilometern pro Jahr und der durchschnittlichen Distanz einer Fahrstrecke abhängig.

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