Vorstellung: Jaguar XJ Facelift – Dicke Lippe

Das mit Schönheits-OPs ist so eine Sache. Selten ist nachher wirklich besser als vorher. Ähnlich verhält es sich mit Facelifts bei Autos. Aktuelles Beispiel: der Jaguar XJ.

Vier Jahre nach dem Debüt bekommt die elegante, bislang beinahe zierlich wirkende Oberklasselimousine eine dicke Lippe im Stil der ausgehenden 80er-Jahre verpasst. Technisch ändert sich nichts.
Die neue Frontschürze verhelfe dem XJ zu einem „ausdrucksstarken Gesicht“ und „zweifelsfreier Markenzugehörigkeit“, erklärt Jaguar-Designdirektor Ian Callum. Zum „athletischeren, kraftvolleren“ Auftreten der Oberklasselimousine sollen auch die Spoilerlippe auf dem Heckdeckel, die neue Heckschürze und die (funktionslosen) Entlüftungsschlitze in den vorderen Radkästen beitragen.

Die Änderungen im Interieur fallen dezenter aus. Die neu gestalteten Rücklehnen der Vordersitze sollen den Fondpassagieren mehr Beinfreiheit bescheren. Die Ledersessel für Fahrer und Beifahrer sind ab sofort auch mit einer Kühlfunktion zu haben.

Fünf bekannte Motorisierungen

Unter der Aluminium-Karosserie blieb alles beim Alten. Weiterhin sind der hervorragende V6-Doppelturbodiesel (207 PS) und vier gepflegte, aber etwas in die Jahre gekommene Benziner (V6 mit 238 PS, V8 mit 258, 298 oder 395 PS) im Angebot. Sämtliche Motorisierungen sind serienmäßig mit einer Sechsgangautomatik gekoppelt.

Noch einmal ausgeweitet wurde das ohnehin bereits umfangreiche Garantieprogramm. Der bislang dem Daimler-Modell vorbehaltene, drei Jahre gültige „Royal Service“-Schutzbrief mit Übernahme sämtlicher Wartungs- und Inspektionsarbeiten gehört ab sofort bei allen XJ-Modellen serienmäßig dazu.

Da die bisherigen Classic-Varianten entfallen, beginnt die Preisliste nun erst bei 69.000 Euro für die Dieselvariante. Der V6-Einstiegsbenziner kostet mindestens 70.600 Euro, das Topmodell XJR 96.600 Euro. (bs)

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