SEMA Show 2022: Der ganz normale Wahnsinn

1.500 Aussteller in fünf Hallen und spektakulären Parkplatz-Shows
Seit 1977 gibt sich die Tuning- und Customizer-, Lackier- und Polierszene im Las Vegas Convention Center auf der SEMA Show die Ehre. Die Leitmesse für alles, was mit vier Rädern und individuellem Geschmack zu tun hat pausierte nur 2020 COVID-bedingt einmal, läuft aber in diesem Jahr zu neuer Hochform auf. Mit der West Hall kam eine komplett neue Ausstellungshalle dazu, sodass sich die gesamte Fläche nun auf fünf Hallen des LVCC nahe des legendären Las Vegas Strips ausgebreitet hat. Und auch in diesem Jahr beeindruckten die Tuner wieder mit wilden Kreationen, die in Europa angesichts des beschlossenen Verbrenner-Aus und der Energiekriese kaum Verständnis finden. Wir haben die Highlights im Überblick für dich zusammengestellt:
DevSpeed 911 GT3 STI „Eneos“: Ein Porsche mit Subaru-Herz
Ein Petrochemie-Konzern kann auf einer Messe wie der SEMA natürlich bestens aufspielen und so bringt die japanische Firma Eneos, der größte erdölverarbeitende Konzern des Landes, gleich fünf Fahrzeuge mit auf die Messe, von denen der DevSpeed 911 GT3 STI (Fahrzeug steht nicht zum Verkauf, Homologation ausstehend)² sicher das Spektakulärste ist.
Basierend auf einem Porsche 911 GT3 der Generation 997.1 wurde eine komplette Eigenkreation auf die Räder gestellt. Schon die Farbgebung in STI-Blau mit gelbem Dekor macht klar: Hier geht es um Subaru. Im Heck dann auch der Beweis. Statt des 3,6-Liter-Boxers mit 415 PS arbeitet hier nun ein nach allen Regeln der Kunst geschärfter Vierzylinder des japanischen Allrad-Spezialisten. Er bringt es auf üppige 557 PS und ist an ein Subaru-Sechsganggetriebe angeflanscht, das erstaunlicherweise nur die Hinterräder antreibt.
Der clevere Allrad-Antrieb des Impreza WRX STI wurde nicht ins Showcar übernommen – dabei wäre vielleicht genau diese Kreation noch etwas bemerkenswerter gewesen. Dennoch lässt der DevSpeed 911 GT3 STI wenig anbrennen. Ein BC-Racing-Gewindefahrwerk mit Lufthebeanlage, von Rotiform zugelieferte 19-Zoll-Schmiedefelgen im Design des legendären Porsche 917-Rades, ein Überrollkäfig und ein GT3R-Rennwagen-Breitbau-Kit machen den Frankenstein-GT3 auf jeden Fall zu einem Hingucker und die Überarbeitungen dürften auch auf der Rennstrecke für schnelle Rundenzeiten sorgen.
Icon Derelict Mercedes-Benz 300 SEL 6.2: Der Vette-Benz
Natürlich dürfen auch coole Restomods, also mit moderner Technik modifizierte Klassiker, auf einer Show wie der SEMA nicht fehlen. Hier liefert besonders 4x4-Spezialist Icon mit seinem silbernen Derelict Mercedes-Benz 300 SEL 6.2 (Fahrzeug steht nicht zum Verkauf, Homologation ausstehend)² ein tolles Showcar ab. Überraschend dabei: Von außen sieht man es der langen deutschen Luxuslimousine gar nicht an, dass sie grundlegend überarbeitet wurde.
Sogar die Lackierung ist unberührt und trägt stolz die Patina, die sich seit ihrer Auslieferung in Stuttgart im Jahr 1971 angesammelt hat. Der Icon Derelict trägt den Nerz sprichwörtlich nach innen. Im Interieur erwartet die Kunden eine neu gesattelte Polsterung – allerdings hier auch völlig nach dem Nahtbild des Originals. Die Holz-Interieurleisten wurden überarbeitet und das originale Becker-Radio mit einer Bluetooth-Schaltung an die Moderne herangeführt. Dazu kommt ein versteckt montiertes Focal-Lautsprechersystem mit der Unterstützung eines potenten Verstärkers und zweier Subwoofer.
Der wirkliche Bass kommt aber aus der handgefertigten Edelstahl-Abgasanlage. Denn durch sie entweicht der Ton eines üppigen V8-Motors. Doch nicht etwa eines Mercedes-Triebwerks, obwohl man mit dem 3,5er, dem 4,5er oder gar dem 6,3er gleich einige zur Auswahl gehabt hätte. Icon spendiert dem 300 SEL stattdessen einen 6,2-Liter-V8-Kompressormotor aus der Corvette ZR1. Er bringt es auf 647 PS und 819 Newtonmeter Drehmoment. Verwaltet wird die Kraft von einem 4L85-E Automatikgetriebe, das die Power an die schmalen Original-Hinterräder weiterreicht. Ebenso üppig wie das neue Leistungsniveau: der Preis. Heftige 450.000 US-Dollar verlangt Icon für seinen Derelict.
Dodge Charger Daytona SRT Concept: So kompliziert wie nie
Das Dodge Charger Daytona SRT Concept (Fahrzeug steht nicht zum Verkauf, Homologation ausstehend)² hat bereits vor einigen Wochen für Furore gesorgt, nun zeigen die Amerikaner auf der SEMA Show 2022 weitere Details des künftig rein elektrisch fahrenden Muscle Cars. Und wer gedacht hätte, dass es mit dem Entfall des V8-Motors weniger kompliziert unter der Motorhaube zugehen würde, der irrt gewaltig.
Gleich neun Leistungsstufen kündigt Dodge für den elektrischen Charger Daytona an, die teilweise per Werkstuning-Option noch einmal anpassbar sind. Doch der Reihe nach: Den Einstieg bildet ein 400 Volt-Antrieb mit 340 kW – also 462 PS – und einer mit 440 kW (598 PS). Beide Versionen können je per Dodge Direct Connection Performance Upgrade in der Leistung gesteigert werden. Die eStage 1 hebt die 462 PS auf 503 PS, die eStage 2 auf 544 PS. Für den 598 PS-Basis-Motor geht es auf 639 PS oder 680 PS. Das Topmodell, der Banshee, wird das 400 Volt-System gegen eine 800 Volt-Variante tauschen – doch hier lässt Dodge die Kunden noch ein wenig zappeln und verrät weder die Werksleistung, noch die der optionalen eStage-Kits.
Das ausgestellte Showcar glänzt zusätzlich noch mit Dragster-Felgen aus Kohlefaser und speziellen Quarter-Mile-Reifen, die auf dem Strip für besonders viel Traktion sorgen. Ebenfalls spannend: Der Fratzonic Chambered Exhaust – wir berichteten – ist nun in der erweiterten Testphase und die Besucher der SEMA können in einer Meinungsumfrage ihr Feedback zu den möglichen Geräuschoptionen geben. (Text: Fabian Mechtel | Bilder: Hersteller)
Aktuelle Angebote

Audi A435 2.0 TDI S-line Matrix*AHK*Leder*NAVI*SHZ*PDC
€ 28 9901- 12/2023
- 26 672 km
- Diesel
- - (l/100 km)
Neu
Kia SportageGold Automatic, JBL, AHK
€ 12 900- 09/2017
- 182 139 km
- Diesel
- 4,9 l/100 km (komb.)

Fiat TalentoL2 H1 3,0t 1,6 EcoJet 9 Sitze
€ 19 990- 12/2016
- 100 000 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Audi Q335 TDI advanced Aut LED AHK LEDER NAVI SITZHZG
€ 23 990- 10/2020
- 128 292 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Audi Q4 e-tron40 82kWh Aut. *19 ZOLL / VOLL LED / VIRTUELL / STANDHEIZUNG / VZ-ERKENNUNG*
€ 35 880- 03/2023
- 22 800 km
- Elektro
- - (kWh/100 km)

Opel Grandland1.2 MHEV GS Aut.
€ 32 990- 11/2025
- 15 km
- Elektro/Benzin
- - (l/100 km)

Volkswagen GolfVIII ACTIVE 2,0 TDI DSG *SKY / MATRIX-LED / HEAD-UP / VIRTUELL PRO / NAVI / AHV & KAMERA / ACC / KEYLESS*
€ 25 880- 11/2022
- 51 000 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Mercedes-Benz B 180d Aut. *Leder*Navi*RFK*LED*SHZ*TOP*
€ 15 900- 06/2017
- 82 000 km
- Diesel
- 4,0 l/100 km (komb.)

Skoda Kodiaq2.0 TDI Ambition LED+LEDER+NAVI+RADAR+RFK
€ 23 9901- 05/2020
- 112 186 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Audi A4Avant 35 TDI S-tronic | AHK
€ 23 7901- 10/2022
- 92 700 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Audi Q32.0 TDI quattro Sport
€ 16 990- 03/2017
- 81 322 km
- Diesel
- 4,9 l/100 km (komb.)

BMW X330e xDrive|M Sport|Pano|SurroundView|HeadUp
€ 43 7701- 07/2023
- 74 725 km
- Elektro/Benzin
- - (l/100 km)

Volkswagen Polo1.0 TSI Life|CarPlay|SHZ|PDC v+h|LED|Tempo
€ 14 2201- 06/2023
- 81 911 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Mazda CX-52.5 SKYACTIV-G Takumi AWD
€ 22 690- 03/2021
- 77 557 km
- Benzin
- 8,4 l/100 km (komb.)

Opel AstraST 1,4 Turbo Direct Inj. Österreich Edition St....
€ 10 990- 07/2017
- 116 400 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Mazda 3Mazda3 Sport CD150 Attraction
€ 10 999- 08/2014
- 84 220 km
- Diesel
- 4,1 l/100 km (komb.)

Audi Q3"SPORT" 45 TFSI e S-tr. *VOLL LED / NAVI / SPORTSITZE / VIRTUELL / SHZG / VZ-ERKENNUNG / SPURHALTEASS. / 2-ZONEN-KLIMA*
€ 26 480- 12/2021
- 84 100 km
- Elektro/Benzin
- - (l/100 km)

Fiat TipoKombi 1.6 Multijet KlimaA+Facelift+SpurH
€ 16 8901- 06/2024
- 29 743 km
- Diesel
- - (l/100 km)

CUPRA Formentor2.0 TDI 4Drive DSG *LED*ACC*NAVI*
€ 27 990- 02/2023
- 63 000 km
- Diesel
- 5,2 l/100 km (komb.)

BMW 320320 i Ö-Paket*AUTOMATIC*1.JAHR-GARANTIE*MOD2007
€ 6 999- 03/2006
- 185 000 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
Alle Artikel
Alle ansehen
Wiener Elektro Tage 2026: Neuheiten-Feuerwerk am Rathausplatz
Mit über 60 ausgestellten Fahrzeugen von mehr als 20 Herstellern sowie weiteren Themen rund um die Elektromobilität bot die sechste Auflage der Wiener Elektro Tage tausenden Besuchern spannende Einblicke in die Welt der nachhaltigen Fortbewegung – darunter auch zahlreiche Österreich-Premieren.

BYD Dolphin G DM-i: Der Kleine mit dem Riesen-Akku
Plug-in-Hybride galten in Kleinwagen lange als unmöglich. Zu teuer, zu schwer, kein Platz. Doch BYD zeigt mit dem Dolphin G DM-i jetzt mit riesigen Batterien, wie die Pendler-Zukunft aussehen kann. Die Blade-Batterie bietet bis zu 105 Kilometer Reichweite. Preise nennt BYD bislang noch nicht.

VW Multivan und California: Schönheits-OP für den Bulli
VW hat Multivan und California zur Beautykur geschickt. Sie erhalten eine neue Frontpartie, neue Farben, neue Räder und ein moderneres Cockpit mit 12,9-Zoll-Screen. Spannend: Bei den Motoren gibt es keine Neuerungen. Der Multivan startet bei 57.465 Euro, der California bei 66.087 Euro.